Wie andere Geräte kommt früher oder später auch ein Mac in die Jahre. Spätestens nach fünf Jahren machen sich erste Alterungserscheinungen bemerkbar, darunter eine geringere Akkulaufzeit, langsameres Hochfahren und verzögerte Programmstarts. Allerdings ist das ganz normal und noch lange kein Grund, gleich zu einem neuen Laptop oder PC zu wechseln. Oft reicht es bereits aus, den Mac aufzuräumen und die ein oder andere Optimierungsmaßnahme durchzuführen, damit er wieder fast wie fabrikneu läuft.
Festplattenspeicher freigeben
Ein reibungsloser Betrieb des Macs ist nur möglich, wenn das Gerät mindestens 10 % freien Speicherplatz hat. Das heißt keineswegs, dass wir gleich große Dateien löschen müssen, wobei wir uns zumindest bei Programmen überlegen sollten, ob wir wirklich alle davon benötigen. In den meisten Fällen reicht es aber bereits aus, die Dateien zu entfernen, die wir nicht direkt auf dem Schirm haben, darunter versteckte Objekte wie Caches, Protokolle und Temporärdaten. Sie sind oft der erste Schritt, wenn wir unseren Mac bereinigen. Ob wir die Bereinigung manuell oder automatisch vornehmen, bleibt uns überlassen. Letztere Option ist schneller und zuverlässiger.
Schreibtisch in Ordnung bringen

Der Schreibtisch beim Mac ist nichts anderes als der Desktop bei Windows. Es handelt sich ebenfalls um eine grafische Benutzeroberfläche, die wir zur Ablage von unterschiedlichen Dateien nutzen. An sich ist der Schreibtisch sehr praktisch, da wir sofortigen Zugriff auf häufig genutzte Programme haben. Wir sollten uns jedoch gut überlegen, welche Dateien oder Ordner wir dauerhaft auf dem Schreibtisch ablegen. Viele Nutzer haben deutlich mehr auf dem Schreibtisch, als sie wirklich benötigen. Das ist ein häufiger Anfängerfehler, der die Systemleistung beeinträchtigt. Eine bewährte Methode ist das Zusammenfügen von ähnlichen Dateien in Ordnern, um die Systemressourcen zu entlasten und die Übersicht zu verbessern.
Nur notwendige Anmeldeobjekte zulassen
Sobald wir unseren Mac starten, führt er automatisch alle Anmeldeobjekte aus. Einige davon müssen wirklich aktiv bleiben, da das System andernfalls nicht korrekt funktioniert. Das trifft jedoch keineswegs auf alle zu und oft ist es so, dass Programme automatisch und ohne unsere explizite Zustimmung in die Liste aufgenommen werden. Da dies das System verlangsamen kann, bietet sich ein regelmäßiger Check an. Das manuelle Entfernen von Anmeldeobjekten ist über die allgemeinen Systemeinstellungen möglich.
Alte Backups und Systemreste löschen
Wenn es Dateien gibt, die wir guten Gewissens löschen können, sind es alte Backups und Systemreste. Lokal gespeicherte Backups der Time Machine können wir über das Terminal gezielt auswählen und endgültig löschen. Für die Systemreste nutzen wir entweder ein spezielles Programm oder wir führen die Bereinigung manuell durch. Das ist nicht immer direkt im Mac möglich. Browserdaten werden etwa über die Einstellungen von Safari entfernt.
Gerät nach Malware scannen
Dass sich ein Mac mit Malware infiziert, ist relativ unwahrscheinlich. Tatsächlich ist macOS im Vergleich zu Windows weit weniger anfällig für Viren. Trotzdem kann es gerade bei einem alten Gerät durchaus sein, dass sich mit der Zeit ein Schadprogramm eingeschlichen hat. Sollte das System auffällig langsam sein oder andere Probleme aufweisen, spricht nichts gegen einen umfassenden Scan. Wird dabei Malware entdeckt, sollte sie umgehend entfernt werden. Zudem bietet sich im Anschluss eine gründliche Systemprüfung an.