Wenn du dich für einen neuen Gaming-PC interessierst, stehst du früher oder später vor der entscheidenden Frage: Sollst du deinen Gaming-PC selber bauen oder lieber einen Fertig-PC kaufen? Diese Entscheidung hängt stark davon ab, welche Ansprüche du hast, wie viel Zeit du investieren möchtest und ob du Spaß daran hast, dich mit Hardware zu beschäftigen. In diesem FAQ findest du die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das Thema, damit du die richtige Entscheidung für dich treffen kannst.

Die Antwort hängt davon ab, was dir wichtiger ist: Kontrolle und Kostenersparnis oder Bequemlichkeit und Garantie. Einen Gaming-PC selbst zusammenzustellen bietet dir in der Regel ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis, da du jede Komponente nach deinen Bedürfnissen auswählst. Du kannst die volle Leistung aus deinem Budget herausholen und vermeidest unnötige Kompromisse. Fertig-PCs hingegen sind sofort einsatzbereit, bieten eine zentrale Garantie und ersparen dir die Einarbeitung in die Hardwarewelt. Wenn du also Wert auf Individualität und Technikverständnis legst, ist der Eigenbau ideal. Willst du hingegen Zeit sparen und direkt loslegen, passt ein Fertig-PC besser zu dir.
Die Kosten hängen stark von deinem Budget und deinen Anforderungen ab. Ein Einsteiger-PC für Gaming kannst du bereits ab etwa 700 bis 900 Euro selbst zusammenstellen. Für einen soliden Mittelklasse-PC solltest du mit 1.200 bis 1.600 Euro rechnen. Wenn du ein High-End-System für 4K-Gaming oder VR möchtest, können die Kosten schnell auf 2.000 Euro oder mehr steigen. Der Vorteil beim Selberbauen ist, dass du flexibel bleibst: Du entscheidest selbst, wo du sparen möchtest und wo du in bessere Komponenten investierst.
Wenn du deinen Gaming-PC selber baust, genießt du volle Kontrolle. Du wählst jede einzelne Komponente gezielt aus und kannst sicherstellen, dass keine versteckten Schwachstellen verbaut sind. Gerade bei Fertig-PCs werden oft Netzteile, Mainboards oder RAMs verbaut, die nicht das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Zudem kannst du mit Eigenbau bares Geld sparen, da du für denselben Preis mehr Leistung bekommst. Ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität: Du kannst deinen PC jederzeit nachrüsten, wenn du mehr Leistung benötigst. Außerdem lernst du, wie ein PC aufgebaut ist, was dir später bei Upgrades oder Reparaturen enorm hilft. Und nicht zuletzt: Es macht stolz, seinen eigenen Gaming-PC von Grund auf selbst gebaut zu haben.
So verlockend der Eigenbau auch klingt, es gibt einige Punkte, die du bedenken solltest. Der Zusammenbau erfordert Zeit, sowohl für die Auswahl der richtigen Komponenten als auch für die Montage. Als Anfänger besteht zudem die Gefahr, Fehler beim Einbau zu machen, was im schlimmsten Fall zu defekten Bauteilen führen kann. Ein weiterer Nachteil ist die fehlende Komplettgarantie. Wenn ein Fertig-PC Probleme macht, wendest du dich einfach an den Hersteller. Beim Eigenbau musst du dich im Problemfall an den jeweiligen Komponenten-Hersteller wenden.
Der größte Pluspunkt von Fertig-PCs ist die Bequemlichkeit. Du packst den Rechner aus, schließt ihn an und kannst sofort loslegen. Gerade für dich, wenn du keine Lust hast, dich mit Kompatibilitäten und Zusammenbau zu beschäftigen, ist das ideal. Außerdem hast du den Vorteil einer zentralen Garantie. Wenn etwas nicht funktioniert, musst du dich nicht selbst auf Fehlersuche begeben. Auch die Zeitersparnis ist ein Faktor: Ein Fertig-PC nimmt dir die gesamte Vorarbeit ab.
Die Nachteile liegen vor allem im Preis-Leistungs-Verhältnis. Du zahlst für den Service einen Aufschlag, sodass Fertig-PCs in der Regel teurer sind als ein gleichwertig zusammengestellter Selbstbau-PC. Zudem werden bei vielen Modellen Komponenten verbaut, die auf den ersten Blick stark wirken, im Detail aber schwächer sind, zum Beispiel ein günstiges Netzteil oder langsamer Arbeitsspeicher. Auch die Aufrüstbarkeit ist oft eingeschränkt, da Hersteller manchmal proprietäre Bauteile einsetzen.
Ja, auch als Anfänger kannst du einen Gaming-PC selbst zusammenstellen. Es erfordert zwar Mut, aber dank zahlreicher Videoanleitungen und Schritt-für-Schritt-Guides im Internet ist es absolut machbar. Du brauchst kein Elektronik-Studium, sondern nur ein wenig Geduld und technisches Interesse. Wenn du dir die Zeit nimmst, dich vorher gut zu informieren, minimierst du die Fehlerquellen und wirst mit einem tollen Ergebnis belohnt.
Für den ersten Eigenbau solltest du insgesamt einen halben bis einen ganzen Tag einplanen. Dazu kommt die Zeit für die Recherche und die Bestellung der Komponenten. Wenn du schon Erfahrung hast, kannst du einen PC in zwei bis drei Stunden zusammenbauen. Der Vorteil: Beim nächsten Mal geht es deutlich schneller, da du die Abläufe bereits kennst.
Definitiv. Wenn du deinen Gaming-PC selbst zusammenstellst, bekommst du für denselben Preis oft mehr Leistung als bei einem Fertig-PC. Das liegt daran, dass Hersteller von Komplettsystemen ihre Marge aufschlagen. Gleichzeitig hast du die Möglichkeit, in hochwertige Komponenten zu investieren, anstatt mit abgespeckter Hardware leben zu müssen.
Langfristig zahlt sich der Eigenbau meist mehr aus, da du gezielt aufrüsten kannst, anstatt direkt einen neuen PC kaufen zu müssen. Fertig-PCs sind dafür besser geeignet, wenn du keine Lust auf Eigenrecherche und Upgrades hast. Am Ende kommt es darauf an, ob du bereit bist, Zeit und Energie in deinen Gaming-PC zu stecken oder lieber den unkomplizierten Weg wählst.
Eine weitere Möglichkeit ist der Kauf eines gebrauchten Gaming-PCs. Das kann günstiger sein, bringt aber auch Risiken mit sich. Du weißt oft nicht genau, wie stark die Hardware bereits beansprucht wurde. Wenn du dich in der Hardwarewelt auskennst, kann es eine gute Option sein. Ansonsten ist Vorsicht geboten, da die Garantie meist fehlt.
Fazit
Ob du deinen Gaming-PC selber bauen oder kaufen solltest, hängt also ganz von dir ab. Liebst du es, die volle Kontrolle über deine Hardware zu haben und möchtest das Maximum aus deinem Budget herausholen, dann ist der Eigenbau die richtige Wahl. Legst du jedoch Wert auf Bequemlichkeit, Zeitersparnis und Garantie, dann bist du mit einem Fertig-PC besser bedient.