Was braucht der Webdesigner vom Auftraggeber?

Es gab mal eine Zeit, da bestand das Web in erster Linie aus privaten Webseiten, Seiten von Universitäten und Studenten und jeder Menge Chats und Foren. Ein Web für die Massen war es noch lange nicht. Eher etwas an dem die Geeks der Welt ihren gefallen gefunden haben. Google gab es noch nicht. Stattdessen bunt blinkende Suchmaschinen, wie zum Beispiel Altavista. Erst nach und nach entdeckte die Wirtschaft das Web für sich. Und kleinere Firmen und große Unternehmen zogen ins Web. Entsprechende Webseiten-Projekte sahen meist folgendermaßen aus: Entweder schnappte sich einer aus der Firme ein dickes Buch und las sich ein paar HTML-Grundlagen an oder man ging zum nächstbesten Schulhof und schnappte sich dort einen der vielen “Webdesigner”, die dort rumsprangen.

Im Ergebnis kamen bei dieser Form der Abwicklung eines Webprojektes meist bunt blinkede Webseiten heraus, die eher “Augenherpes” als den Verkauf förderten. Aber so war das Web zu dieser Zeit nun mal. Bunt, jede Menge animierte Gifs (Gerne auch als Hintergrund einer Webseite genommen) und eigentlich ziemlich unübersichtlich. Das ganze war so ausgeprägt, dass Google bei seinem erscheinen eine Menge Aufsehen erregte, weil die Google Seite nur aus einem Logo und einer Eingabezeile bestand. Das war quasi eine Revolution zu dieser Zeit.

Das Ende der Schulhof-Webdesigner

Mittlerweile ist die Zeit der “Augenherpes” Webseiten glücklicherweise vorbei. Zumindest was die meisten Unternehmensauftritte angeht. Allerdings sind hiermit auch die Ansprüche, die seitens der Websurfer gerade an solche Auftritte gestellt werden, deutlich gestiegen. Webdesign ist in technischer Hinsicht und vom Design her wesentlich komplexer geworden. Dies setzt entsprechendes Wissen vorraus. Der Schulhof-Webdesigner und der Mitarbeiter mit dem HTML-Grundlehrgangs-Buch haben also ausgedient. Vielmehr ist hier der echte Fachmann gefragt. Bei größeren Projekten sogar ein ganzes Team von Fachmännern!

Die Ziele eines Webauftritts

“Im Internet lässt sich kein Geld verdienen!”, war ein Spruch den man zu Anfang des Internet Booms von allen Seiten hörte! Webseiten waren allenfalls eine Ergänzung zum regulären Geschäft in vielen Branchen. Mittlerweile kann man über diesen Satz nur lächeln. Heute muss man vielmehr sagen: “Ohne gescheiten Webauftritt verdienst du kein Geld”. Dazu gehört allerdings mehr als nur, die Tatsache eine Webseite zu haben. Denn sie muss auch gefunden werden und nicht irgendwo auf den hinteren Rängen der Google Ergebnisse landen. Sie muss dem Surfer Informationen bieten, die er braucht und das auf möglichst unkomplizierte Art und Weise! Die Seite muss den Surfer zum Bleiben animieren und nicht durch schlechtes Design verjagen. Und die Seite muss zum Unternehmen passen.

Das bedingt natürlich, dass dem Webdesigner entsprechende Informationen zur Verfügung gestellt werden. Ein Webdesigner kann ein entsprechendes Projekt nur zufriedenstellend umsetzen, wenn ihm vorab eine Reihe Infos seitens des Aufraggebers gegeben werden. Auch der Auftraggeber muss sich also ein paar Gedanken über sein Web-Projekt machen. Hierzu zählen zum Beispiel: Die Zielgruppe der Seite. Das eigentliche Ziel der Seite. Es ist schließlich ein Unterschied, ob man neue Kunden gewinnen will oder Bestandskunden an das Unternehmen binden möchte. Das klingt im ersten Moment einfach, ist aber tatsächlich eine komplexe Fragestellung.

Und nur wenn der Webdesigner die Antwort kennt, kann er die zukünftige Seite entsprechend auslegen. “Mach mal ne Webseite”, reicht  als Auftragsbeschreibung nicht.

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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

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