Wiko Wax im Test – LTE Smartphone mit Tegra-4i-Prozessor

Das neue Wiko Wax ist nach dem Wiko Cink Peax 2 und dem Wiko Bloom nun schon das dritte Wiko Smartphone, welches ich in den Händen halte und mir genauer ansehe. Auch hier zeigt sich wieder das auch ein günstiges Smartphone durchaus eine Menge Leistung bringen kann. Und im Fall des Wiko Wax ist die Leistung dank LTE und vor allem des nVidia Tegra 4i Prozessors durchaus beeindruckend.

Das Design

Zwar glänzt das Wiko Wax mit beeindruckenden technischen Eckdaten. Wiko verkauft das Wax für ca. 199€. Und um diesen Preis zu erreichen und trotzdem beeindruckende Finessen zu zeigen, muss selbstverständlich an irgendeiner Stelle gespart werden. Und beim Wiko Wax war das offensichtlich das Smartphone Gehäuse. Das ganze Smartphone liegt zwar durchaus sehr gut in der Hand. Das liegt vor allem am sehr geringen Gewicht und der leicht gummierten Rückseite. Aber gerade der Rückdeckel ist doch etwas dünn geraten.  Andere Wiko Modelle, wie zum Beispiel das Bloom, wirken hier etwas hochwertiger. Beim Wax wurde offensichtlich mehr Wert auf die inneren Werte gelegt. Aber wie gesagt, dank kompakter Bauweise mit einer Größe von  140,1 x 67,5 x 8,8 Millimetern, dem vergleichsweise geringen Gewicht von gerade einmal 119 Gramm und der gummierten Rückseite lässt sich das Smartphone sehr gut und angenehm nutzen.

Einen Design Akzent, welcher sofort ins Auge fällt, setzt Wiko mit einer Chrome-Naht. Diese trennt optisch den unteren Teil des Gehäuses vom Rest des Smartphones ab. Ansonsten begnügt sich Wiko beim Wax mit schlichtem Schick.

Das Display des Wiko Wax

1280 x 720 Pixel bei einer Displaydiagonalen von 4,7 Zoll und das mit Gorilla Glass 2. Das sind für diese Preisklasse beeindruckende Werte und ganz sicher hier sehr selten zu finden. Rechnerisch ergibt diese Auflösung eine Pixeldichte von 312,4691 PPI. Im Ergebnis bedeutet das, dass das Wiko Wax ein gestochen scharfes Bild erzeugt. Was sich besonders bei kleinen Schriften bemerkbar macht. Sichtbare Pixel sucht man hier vergeblich, denn diese sind bei dieser Pixeldichte für das menschliche Auge einfach nicht mehr zu erkennen. Insgesamt wirkt das Display des Wax, was die Farb- und Bildwiedergabe angeht, sehr brilliant. Hier kann man nicht meckern.

Die Inneren Werte: Hard- und Software

Die wohl herausragendste Eigenschaft des Wiko Wax ist die Verwendung des nVidia Tegra 4i Prozessors. Dieser besitzt 4 Kern, welche mit je 1,7 GHz takten. Dieser sorgt dafür, dass das Wax als Mittelklasse Smartphone leistungsmäßig eher vorne mitspielt. In anderen Smartphones dieser Preisklasse wird gern der Snapdragon 400 von Qualcomm verwendet. Das Wax lässt diese mit seinem Tegra 4i leistungsmäßig einfach links liegen. So hat das Wax bei mir, im bekannten Antutu Benchmark, einen Wert von 25756 Punkten erreicht. Das prädestiniert das Wiko Wax geradezu für aufwendige 3D Smartphone Games. Und in der Tat laufen diese auf dem Wax sehr, sehr flüssig.

Auch in der normalen Bedienung läuft das Wax sehr flüssig und reagiert auf Eingaben sehr direkt. Allerdings wird das Wax mit zunehmender Laufzeit immer träger. Plötzlich dauert das Umschalten auf den Homescreen oder das Öffnen von Apps etwas. Nach einem Neustart oder der Verwendung einer Speichermanagement-App läuft es dann wieder gewohnt flüssig. Dieses Verhalten mag daran liegen, dass Wiko dem Wax lediglich 1GB Arbeitsspeicher (nicht zu verwechseln mit dem 4GB großen Datenspeicher des Wax) spendiert hat. Allerdings muss man auch dazu sagen, dass es während meines Tests ein kleines Firmware-Update gab. Danach verbesserte sich dieses Verhalten deutlich.

Das zweite technische Highlight, neben dem Prozessor, ist, dass es sich beim Wax um ein waschechtes LTE Smartphone handelt. Und damit gehört das Wax zu den günstigsten Smartphones auf dem deutschen Markt, die LTE unterstützen. Normalerweise sucht man dies in dieser Preisklasse nämlich vergeblich. Daneben ist natürlich auch Bluetooth 4.0, GPS und Wlan mit an Bord.

Das Wiko Wax wird mit Android 4.3 ausgeliefert. Wie üblich hat Wiko hier an der Oberfläche kaum etwa verändert. Lediglich eine Taschenlampen App und die nVidia Tegra Zone sind vorinstalliert. Ansonsten war es das auch schon mit Bloatware. Was ich sehr erfreulich finde.

Die Kamera und der Speicher

Ein weiteres definitives Highlight ist die Kamera des Wax. Wo bei anderen Smartphones in dieser Preisklasse in der Regel lediglich eine 5 Megapixel Kamera ohne LED Blitz zu finden sind, besitzt das Wax sogar eine Kamera mit 8 Megapixeln. Und auch ein LED Blitz ist an Bord. Und das ist sicherlich kein Standard. Wiko legt sogar noch eine Schippe drauf und verbaut eine 5 Megapixel Frontkamera. Und das findet man selbst in deutlich teureren Smartphones kaum.

Nun sind Zahlenwerte nicht alles. Aber tatsächlich: Das Wax erzeugt erstaunlich scharfe Bilder mit natürlichen, realistischen Farben. Lediglich bei starken Helligkeitsunterschieden im Bild (also der Dynamik) hat die Kamera leichte Probleme. Aber das bekommen deutlich teurere Modell in der Regel auch nicht hin. Ebenfalls in dieser Preisklasse alles andere als normal, ist die Tatsache, dass sich mit dem Wax Videos in voller HD Auflösung aufzeichnen lassen.

Testbild der Wiko Wax Kamera

Testbild der Wiko Wax Kamera

Beim Kauf eines Wiko Wax sollte man allerdings auch gleich den Kauf einer Speicherkarte mit einplanen. Wie bei günstigen Smartphones üblich, besitzt auch das Wax nur 4GB Datenspeicher. Das ist nicht viel und gerade bei aufwendigen Spielen, für welche das Smartphone ja besonders geeignet ist, schnell voll. Die Speicherkarte ist also ein Muss. Glücklicherweise lassen sich mit dem Wax MicroSD Karten bis zu einer Größe von 32 GB nutzen. (Warum die magische Grenze bei günstigen Smartphones fast immer bei 4GB liegt, habe ich schon mal in diesem Artikel erläutert.)

Im Alltag: Sprachqualität und Akku

Natürlich möchte man hin und wieder auch mit seinem Smartphone telefonieren. Die Sprachqualität des Wax ist gut und fällt an sich sehr angenehm aus. Die Gesprächspartner sind an beiden Enden gut zu verstehen und klingen nicht blechern oder verrauscht. Da kann man nicht meckern. Die Lautstärke könnte allerdings etwas höher sein.

2000mAh Stunden leistet der Akku. Nicht üppig, aber es reicht  im normalen Gebrauch um über den Tag zu kommen. Ich hatte nicht den Eindruck, dass die Laufzeit kürzer ausfällt, als bei anderen Smartphones. Schön ist, dass der Akku austauschbar ist. Schließlich gehören Akkus zu den Verschleißteilen eines Smartphones.

Und sonst: mitgeliefertes Zubehör

Wie üblich befindet sich in der Packung auch Zubehör. Beim Wiko Wax ist dies ein Kopfhörer, USB Kabel nebst Netzadapter-Ladegerät und ein paar SIM Karten Adapter. Normalerweise kann man gerade die bei Smartphones mitgelieferten Kopfhörer getrost in die Schublade legen. Aber der beim Wax mitgelieferte ist tatsächlich brauchbar. Dieser In-Ear- Kopfhörer liefert klare Höhen und überraschend ausgeprägte Bässe und ist somit zu schade für die Schublade. Zumal er mit den verwendeten Flachkabeln (auch das USB Kabel ist ein Flachkabel) auch noch sehr schick aussieht.

Fazit

Das Wax überrascht durch Leistung, die man in dieser Preisklasse sicherlich kein zweites mal findet. Besonders der Prozessor und die wirklich extrem gute Kamera sind hier echte Highlights. Dazu noch LTE Unterstützung und ein hochauflösendes Display. Einzeln findet man das auch in anderen Smartphones, welche ungefähr den gleichen Preis haben. Aber in Kombination sicher nicht. Lediglich das Gehäuse ist eher Durchschnitt. Aber wie gesagt: Beim Wax zählen die inneren Werte und hier glänzt dieses Smartphone wirklich.

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Wiko Wax

7.3

Display

8.0/10

Leistung

6.5/10

Verarbeitung

6.0/10

Kamera

8.5/10

Pros

  • sehr günstiger Preis
  • relativ gute Kamera
  • nVidia Tegra 4i Prozessor
  • LTE Smartphone

Cons

  • Gehäuse wirkt sehr billig
  • zu wenig Arbeitsspeicher für den Tegra 4i
  • manchmal stockt das Wiko Wax
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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

9 Responses to Wiko Wax im Test – LTE Smartphone mit Tegra-4i-Prozessor

  1. Heey Andreas 🙂

    das ist ein beeindruckendes Review zum Wiko Wax – ein Smartphone für 199 € hört sich gut an, das werde ich mir gleich mal vormerken.

    Die Haptik setzt auf Leichtbauweise mit dünnem Rückdeckel, dafür ist das Wiko-Wax gerade für kleinere Frauenhände sicher gut geeignet. Mich würde lediglich stören, dass es keine Tastenbeleuchtung unter dem Display gibt, da wurde anscheinend ebenfalls gespart.

    Mich würde echt interessieren, wie sich der neue Nvidia Quad-Core bei HD Spielen so macht. Mir wäre es wichtig, dass das Smartphone immer stabil läuft, gab es bei Dir schon Abstürze ?

    Die Akkulaufzeit ist dagegen nicht so wichtig, dieses würde ich eh austauschen. (zB. besitze ich das Poweradd T-mate als externes Akku -ist auch gut für Schnurlostelefone & iPads)

    Achja, wie sieht es mit der Sprachqualität des Wiko Wax aus? Bei 200€-Handys ist diese ja meist nur durchschnittlich.

    LG. Merida

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  5. noob says:

    klingt echt spannend für den Preis.. muss ich mir echt mal anschauen

  6. Julian says:

    Danke, hat mir sehr geholfen! Weiter so:) Guter Beitrag.

  7. Pingback: Vom Browsergame zur Gaming App » Addis Techblog

  8. Ein sehr gutes Review. So soll das aussehen, Top !

  9. Ralf says:

    Ließt sich gut, weiter so!
    Schönes Review!

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