Addis 3D Druck Kosten Kalkulator Berechne einfach deine Kosten für einen 3D Druck

Was kostet ein 3D-Druck wirklich? Ein Rechenbeispiel

Bevor du unten selbst rechnest, schauen wir uns ein typisches Beispiel aus meiner Werkstatt an. Viele unterschätzen, dass zu den reinen Filamentkosten noch Strom, Druckerverschleiß und der ein oder andere Fehldruck dazukommen. Genau diese versteckten Posten machen den Unterschied zwischen einer groben Schätzung und einer ehrlichen Kalkulation.

Nehmen wir ein kleines Standardteil – etwa eine Benchy oder einen vergleichbaren Druck mit rund 25 Gramm PLA und etwa 4 Stunden Druckzeit. Als Drucker dient ein Gerät der 400-Euro-Klasse, wie es die meisten Hobby-Maker betreiben. So setzen sich die Kosten zusammen:

KostenpostenAnnahmeKosten
Material25 g aus einer 1-kg-Rolle für 20 €0,53 €
Strom~120 W über 4 h, 32 ct/kWh0,17 €
Verschleiß400-€-Drucker, ca. 2000 h Lebensdauer0,84 €
Ausschuss5 % Aufschlag (1 von 20 Drucken misslingt)inkl.
Gesamt1,53 €

Das Ergebnis überrascht viele gleich doppelt. Erstens: Die reinen Materialkosten von gut einem halben Euro sind nicht der größte Posten. Der anteilige Verschleiß des Druckers schlägt mit 0,84 € sogar stärker zu Buche – ein Wert, den die meisten Filament-Rechner komplett ignorieren. Zweitens: Selbst mit allen versteckten Kosten landet ein kleiner Druck bei rund 1,53 €. 3D-Druck ist also günstig, aber eben nicht kostenlos.

Und wenn ich den Druck verkaufen will?

Sobald du deine Drucke auf Plattformen wie Etsy oder eBay anbietest, ändert sich die Rechnung grundlegend. Die Druckkosten sind dann fast nebensächlich – entscheidend wird deine Arbeitszeit. Modellierung, Entfernen der Stützstrukturen, Schleifen, Lackieren, Verpacken und Versand summieren sich schnell. Rechnest du eine halbe Stunde Arbeit mit einem fairen Stundenlohn von 15 € und eine Gewinnmarge ein, bist du bei demselben Teil schnell im zweistelligen Euro-Bereich. Genau deshalb hat der Rechner unten optionale Felder für Stundenlohn, Arbeitszeit und Marge.

Trag im folgenden Rechner einfach deine eigenen Werte ein. Die Felder sind bereits mit realistischen Standardwerten vorbelegt – du änderst nur, was du kennst, und siehst die Gesamtkosten sofort aufgeschlüsselt nach Material, Strom und Verschleiß. Optional rechnest du im selben Schritt deinen empfohlenen Verkaufspreis aus.

Werkstatt-Kalkulation

Was kostet dein 3D-Druck wirklich?

Material, Strom, Verschleiß und Ausschuss – alles drin. Optional rechnest du auch deinen Verkaufspreis aus. Die Felder sind mit realistischen Standardwerten vorbelegt; ändere nur, was du kennst.

Filament
Druck
Laut Slicer oder gemessen.
1 von 20 Fehldrucken = 5 %. Schlägt anteilig auf alle Kosten auf.
Strom
Mittelwert während des Drucks, oft 100–150 W.
Bett + Hotend heizen gleichzeitig – kurzzeitig deutlich höher.
Wichtig bei kurzen Drucken – verzerrt sonst das Ergebnis.
Dein aktueller Tarif.
Verschleiß
400 € / 2000 h = 0,20 € Verschleiß pro Stunde.
Verkauf (optional) für Etsy, eBay & Co.
Für Modellierung, Nachbearbeitung, Verpacken.
Aufschlag auf die Gesamtkosten.

Häufige Fragen zu den 3D-Druck-Kosten

Was kostet ein 3D-Druck?

Die Kosten setzen sich aus Material (Filamentverbrauch), Stromverbrauch, anteiligem Druckerverschleiß und einem Aufschlag für Fehldrucke zusammen. Ein kleines PLA-Teil von etwa 25 Gramm mit rund 4 Stunden Druckzeit liegt material- und stromseitig meist bei unter einem Euro. Erst bei großen Teilen, langer Druckzeit oder teuren Spezialfilamenten steigen die Kosten spürbar. Verkaufst du deine Drucke, kommen Arbeitszeit und Gewinnmarge hinzu.

Wie viel Strom verbraucht ein 3D-Drucker?

Während des Drucks liegt der Verbrauch der meisten FDM-Drucker bei etwa 100 bis 150 Watt, weil Heizbett und Hotend nicht durchgehend voll heizen. Beim Aufheizen kann der Wert kurzzeitig deutlich höher liegen, oft über 200 Watt. Bei kurzen Drucken fällt diese Aufheizphase stärker ins Gewicht, deshalb rechnet dieser Kalkulator sie getrennt mit ein.

Wie berechne ich den Filamentverbrauch?

Den Materialverbrauch deines Druckteils inklusive Stützstrukturen zeigt dir dein Slicer in Gramm an. Teile den Preis deiner Filamentrolle durch ihr Gewicht, um den Preis pro Gramm zu erhalten, und multipliziere ihn mit dem Gewicht des Teils. Bei Multicolor-Drucken mit Farbwechsel entsteht zusätzlich Abfall durch das Spülen der Düse, den du als eigenes Filament mit einrechnen solltest.

Was bedeutet Druckerverschleiß bei den Kosten?

Düsen, Riemen, Lüfter und andere Bauteile nutzen sich mit der Zeit ab. Wenn ein Drucker für 400 Euro etwa 2000 Betriebsstunden hält, entfallen rechnerisch 0,20 Euro Verschleiß auf jede Druckstunde. Dieser Betrag wird auf die Druckzeit aufgeschlagen und macht die Kalkulation realistischer als eine reine Materialrechnung.

Lohnt sich 3D-Druck zum Verkaufen?

Das hängt stark von deinem Stundenlohn ab. Die reinen Druckkosten sind oft niedrig, doch Modellierung, Nachbearbeitung, Verpackung und Versand kosten Zeit. Rechnest du deine Arbeitszeit mit einem fairen Stundenlohn und eine Gewinnmarge ein, zeigt sich schnell, ob sich ein Verkauf auf Plattformen wie Etsy oder eBay trägt. Genau dafür gibt es im Rechner die optionalen Felder für Stundenlohn, Arbeitszeit und Marge.

Warum sollte ich eine Ausschussrate einrechnen?

Kein Druck gelingt zu hundert Prozent. Fehldrucke verbrauchen Material, Strom und Druckzeit, ohne ein nutzbares Ergebnis zu liefern. Wenn ungefähr einer von zwanzig Drucken misslingt, trägst du fünf Prozent ein. Dieser Wert schlägt anteilig auf Material-, Strom- und Verschleißkosten auf und sorgt für ein ehrliches Gesamtergebnis.