So finden die Deutschen ihre Liebe: Online Dating

couple-690948_640Mittlerweile gibt es sie wie Sand am Meer: die Online Dating Portale. Manch einer mag sie noch als Bedrohung unserer Privatsphäre sehen, die meisten Menschen sehen sie aber einfach als eine moderne Art des Kennenlernens. Genauer gesagt sind es 9 Millionen Bundesbürger, die wenigstens einmal in ihrem Leben einer Partnerbörse besucht oder aber den Dienst einer Dating.App genutzt haben. Wenn man bedenkt, dass 36 % von ihnen dabei Erfolg hatten, könnten einige Skeptiker sich vielleicht nochmals genauer mit diesem Thema auseinandersetzen.

Wir bitten zur Kasse

Nicht immer muss es etwas Negatives bedeuten, wenn man für einen Dienst eine Gebühr zahlen muss. Wer sich auf einem Dating Portal anmeldet, muss meistens für die Anmeldung bezahlen. Das bietet jedoch im Regelfall mehr Sicherheit, da die Person näher untersucht wird und das Risiko für andere Kunden sinkt, auf einen Betrüger herein zu fallen, da die Personen sehr genau geprüft werden, ohne dass natürlich ihre Privatsphäre verletzt wird. Wer sich zudem auf Portalen wie firstaffair anmeldet, trägt zu deren Bestehen bei, da viele Portale sich hauptsächlich über die geringen Anmeldegebühren finanzieren. Aber Vorsicht: ein Urteil, dass sich auf den Paragrafen 656 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) stützt, besagt, dass Heiratsvermittlungen oder moderne Kennenlernportale, die mit Aussicht auf eine Heirat werben, keine Gebühren erheben dürfen, da sie wie der klassische Heiratsvermittler handeln. Portale, die beispielweise auch einfach auf eine Affäre abzielen, dürfen jedoch den Kunden zur Kasse bitten.

Technik die begeistert

Fast jeder nutzt heutzutage das World Wide Web, nicht mehr nur, um Informationen zu erhalten oder auszutauschen; das Internet bietet einen ganz neuen Lebensstil. Wir sind nicht mehr gezwungen, den für uns passenden Partner am Arbeitsplatz oder in der Diskothek oder im Freundeskreis zu finden, der perfekte Partner könnte aus jeder sozialen Schicht stammen, einer anderen Nationalität angehören oder aber auch unser schüchterner Nachbar sein. Und genau aus diesem Grund stützen sich die Dating-Portale und Kontaktbörsen immer mehr auf neue ausgearbeitete Algorithmen: welche Gemeinsamkeiten zählen, was für Abneigungen hat ein jeder von uns, sind wir auf der Suche nach der großen Liebe, einem Seitensprung oder einem einmaligem Stell-Dich-ein? Das alles und mehr wird ausgewertet, berechnet und der bestmöglichste Partner vorgeschlagen. Das muss nicht heißen, dass uns nur Blondinen oder Bartträger vorgeschlagen werden, nur weil wir sie als „unserem Typ entsprechend“ angeben, es gehört weitaus mehr dazu. Auch unser Verhalten wird mit berechnet: sind auf unserem Profil nur Partyfotos zu sehen, wir haben aber jedes Tolkien-Buch in zwei Tagen verschlungen, wird sich die Anzahl unserer potenziellen Traumpartner erheblich erhöhen.

Doch wie kommt es, das der C-Dating Sektor so stark im Kommen ist? Nur allein das Dating-Portal firstaffair registriert 1000 neue Nutzer. Pro Tag. Wenn man mal von einigen Phantom-Profilen absieht, die aber immer mehr ausgemerzt werden, geht der Trend immer mehr zu „Spaß ohne Verpflichtungen“. Vor allem bei Frauen könnte man diesen neuen Lebensstil auf ein höheres Selbstbewusstsein zurückführen. Sie müssen nicht hinnehmen, wenn sie sich in ihrer Partnerschaft vernachlässigt und unglücklich fühlen und treten neuen Erfahrungen immer offener gegenüber.

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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

3 Responses to So finden die Deutschen ihre Liebe: Online Dating

  1. Christian says:

    Mich würden doch Erfahrungsbericht interessieren, wie es sich bei verschiedenen Datingportalen verhält und wo sich die meisten “Fakes” finden lassen.
    Welchen Dienstleister kann man denn empfehlen?

  2. Chris says:

    Ich bin gerade auf deinen Artikel gestoßen. Finde ich gut. Mir fehlt nur ein wichtiger Punkt (und ich weiß, wovon ich rede): Ist man bereit für Online-Dating Geld auszugeben? Eine sehr wichtige Frage, die sich jeder beantworten muss, bevor es losgeht.

    Wer kein Problem damit hat, Geld auszugeben, um seinen Traumprinzen zu treffen, darf gerne zu Parship, FriendScout und Co. greifen.

    Wer jedoch etwas knapp bei Kasse ist, sollte sich nach einer kostenlosen Alternative umschauen. Ich habe übrigens mit kostenpflichtigen Singlebörsen angefangen, weil ich dachte, dass es “normal” wäre. Nun, nach mehreren 100€ bin ich nun schlauer. Heute würde ich immer wieder den Tipp geben, ZUERST eine kostenlose Singlebörse auszuwählen. Eine Übersicht habe ich hier gefunden:
    Kostenlose Singlebörsen

    Na ja, ich wünsche jedenfalls allen viel Erfolg!

    Liebe Grüße
    Chris

  3. Mareike Klein says:

    Man muss bei diesen Singlebörsen sehr aufpassen. Es gibt sehr viele Fakeprofile die nur auf “private” Bilder aus sind. Und damit kann man sehr viel machen.

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