Game Design: Was macht ein gutes Spiel aus?

Schon einmal Tetris gespielt? Bestimmt! Denn dieses Game ist einfach Kult und darum auch ein weltweiter Erfolg. Und dieser Erfolg kam im Grunde ganz von alleine. Und in der ein oder anderen Form werden Games wie Tetris oder auch das ebenso erfolgreiche Spiel Breakout noch immer gespielt. Mittlerweile meistens als App auf dem Smartphone.

Und solche Games sind erfolgreich obwohl oder vielleicht auch gerade deshalb, weil sie sehr einfach daher kommen. Und zwar technisch und auch in Bezug auf das Gameplay. Dagegen hat es so manches moderne Blockbuster Game mit beeindruckender, grandioser 3D Grafik und einem Sound, der einem vom Stuhl fegt, richtig schwer anzukommen. Denn trotz dieser enormen technischen Vorraussetzungen ist so manches High End Game als enormer Flop geendet. Denn nicht die Technik, die beeindruckende Grafik oder der Sound machen ein gutes Spiel aus, sondern vielmehr das Game Design.

Und Game Design bedeutet nichts anderes, als sich theoretisch damit auseinanderzusetzen, welche wichtigen Faktoren und Eigenschaften vorliegen müssen, damit ein Spiel nicht nur ein Spiel ist, sondern ein richtig spannendes Spiel wird. Und diese Aspekte des Games sind defintiv schon vor der technischen Umsetzung zu beachten und auszuarbeiten. Und zwar vollkommen unabhängig von der gewählten Plattform, dem Umfang des Games und dem Kontext des Spiels.

Natürlich können hier Spiele Entwickler einfach Glück haben, und ohne sich darüber Gedanken zu machen, trotzdem alles richtig machen, so dass das Game ein riesen Erfolg wird. Allerdings dürfte dies die absolute Ausnahme sein.  Und so wird sich ein Game Entwickler im Vorfeld ganz sicher Gedanken um folgende Aspekte des Game Designs machen müssen:

  • Game Balancing: beschäftigt sich mit dem Austarieren bestimmter Eigenschaften eines Spiels.
  • Spieler: Welche Erwartungen hat der Spieler? Und welche Motivation hat er, das Spiel zu spielen?
  • Simulations- und Echtzeit in Computerspielen: ein paar analytische Gedanken, sollte der Entwickler sich hier ganz sicher machen
  • In welches Genre soll das Game später passen?

Genres von Computerspielen

Allgemein werden Computerspiele in sogenannte Genres eingeteilt. Manchmal lassen sich Games aber nicht ganz klar in ein Genre einteilen. Hier gilt, je realtitätsnäher ein Spiel ist, desto eher kommt es hier zu Überschneidungen der Genres. Trotzdem ist es das Genre für den Spieler ein wichtiges Auswahlkriterium. Erstens weil einige Gamer eine Vorliebe für ein bestimmtes Game Genre haben und zweitens aus praktischen Gründen: Denn in den Stores und Onlineshops werden die Games grundsäztlich nach Genre eingeteilt angeboten.

  • Actionspiele: Hierzu gehören meist aufwändige 3-D- bzw. Ego-Shooter-Spiele. Gefragt sind schnelle Reflexe und eine gute räumliche Orientierung. Daneben werden taktische und strategische Fähigkeiten vorausgesetzt.
  • Adventure: Es geht meist um das Nachspielen eines Abenteuers. Im Vordergrund stehen logisches Denken und planvolles Handeln. Die Handlung wird meist anhand eines roten Fadens entwickelt. In diese Kategorie gehören Text-, Grafik-, Action-Adventures und Rollenspiele. Letztere werden gelegentlich auch als eigenes Genre angesehen.
  • Denk-, Knobel- und Geschicklichkeitsspiele: Es handelt sich meist um kleine Spiele, bei denen es im Wesentlichen um das Lösen kleinerer Probleme geht, und die „zwischendurch“ zum Zeitvertreib gespielt werden.
  • Glücksspiele: Hier handelt es sich meist um klassische Casino-, Automaten oder Kartenspiele, die in unterschiedlicher Aufmachung im Web zu finden sind, wo diese Spiele kostenlos und ohne Anmeldung teilweise zu spielen sind.
  • Simulationsspiele: Bestimmte Aspekte der Realität sollen möglichst exakt in ein spielbares Modell umgesetzt werden. Typische Simulationen sind Sportsimulationen, Fahr- und Flugsimulationen und Wirtschaftssimulationen.
  • Strategie: In diesen Spielen geht es meist um komplexe Denkprozesse, um ein aufwändiges Ressourcenmanagement und um taktische bzw. strategische Überlegungen. Man unterscheidet rundenbasierte Spiele und Echtzeitsimulationen.

Es ist also wichtig für Spiele Entwickler, noch bevor es an die inhaltliche Umsetzung eines Spiels geht, sich eine ganze Reihe inhaltlicher Gedanken zu machen. Oder besser gesagt: Planung bezüglich des Game Designs zu machen. Dann muss es ganz oft noch nicht mal das High End Game sein. Mit der richtigen Spielidee werden auch kleine Games erfolgreich. Und wie Tetris zeigt, ist weniger manchmal ganz sicher mehr.

About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.
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