Planets under Attack – Der Test

Pünktlich zu Hochsaison der Game Neuerscheinungen macht sich der eher unbekannte russische Entwickler Targem Games auf mit einem simplen, aber durchaus süchtig machenden Strategietitel die Festplatten der heimischen Computer zu erobern.

In dem Spiel Planets under Attack übernehmt ihr die Rolle des Raumfahrers Mister Goodman. Wer jetzt etwa erwartet, dass dieser Mensch edle Ziele verfolgt liegt falsch. Ihm geht es einfach nur darum seinen Reichtum zu vergrößern, genau wie beinahe alle anderen Charaktere in dem Spiel. Man möchte fast meinen, dass die kreativen Köpfe von Targem Games hier eine latente Gesellschaftskritik üben möchten mit ihrem Titel. Die anderen Rassen auf die ihr trefft sind Roboter, die gierig auf Energie sind, kapitalistische Zombies und zu guter Letzt höchst aggressive Zombies, die alles und jeden sofort angreifen. Wirklich viel Backgroundstory gibt es zu den Rassen nicht und die Story zählt allgemein nicht zu den Stärken des Spiels. Das russische Spiel punktet dafür in anderen Disziplinen.

Die Grafik

Planets under Attack

Planets under Attack Cover

Die Grafik an sich ist stimmig, auch wenn man hier keine Kinnladen-Öffner erwarten sollte. Sie erfüllt ihren Zweck und wirkt nicht abschreckend. Besonders hervorzuheben sind allerdings die Synchronsprecher. Die Vertonung ist durchweg gelungen und wirkt glaubwürdig, auch ohne bekannte Sprecher aus großen Blockbuster Titeln. Keineswegs eine Selbstverständlichkeit, erst Recht nicht in der Preiskategorie von Planets under Attack. Besonders lobenswert ist die überdurchschnittlich Qualität der Verpackung. Die Wendehülle mit schicken Coverart ist auf keinem Fall üblich in diesem Preissegment. Gerade in der heutigen Zeit sparen die Unternehmen gerne an der Verpackung, umso erfreulicher ist es so eine hochwertige Hülle im Regal stehen zu haben.

Planets under Attack – Das Gameplay

Das Spielmechanik ist relativ simpel gehalten, bietet aber dennoch eine Menge taktische Tiefe. Bei diesem Echtzeit-Strategiespiel geht es darum Planten per Raumschiffen zu erobern. Dabei gilt, dass die größere „Flotte“ gewinnt. Relativ simples Prinzip, aber dennoch ist eine Menge Übersicht benötigt um mehrere Planten zu managen und zu verteidigen, während man gleichzeitig auf Eroberungstour geht. Stichwort Planten: es gibt 3 verschiedene Typen von Planten. Der Bankplanet geniert Geld und ohne Geld läuft nichts, denn dieses benötigt ihr um Verbesserungen zu kaufen und Angriffe zu starten. Der Festungsplanet hingegen ist eine Verteidigungsbastion mit einer Art Geschützturm. Der Siedlungsplanet dagegen ist euer Nachschublieferant, denn dort werden stetig neue Raumschiffe generiert.

Zwischen den Missionen der Kampagne kann man diverse Upgrades kaufen, die beispielsweise den Schaden von Einheiten erhöhen oder die Verteidigung erhöhen. Man kann somit seine bevorzugte Spielweise gestalten.

Neben den teilweise sehr schweren „Bosskämpfen“ gibt es noch andere Missionstypen, die auch aus diversen anderen Spielen bekannt und beliebt sind. King of the Hill, Domination und Payback (hierbei muss man sich gegen Geldeintreiber zur Wehr setzen und dabei Schulden tilgen). Hierbei kommt gerade in der Kampagne ein typisches „eine Mission mache ich noch“-Gefühl auf, da man seine Einheiten verbessern möchte. Für Motivation ist also gesorgt.

Natürlich könnt ihr auch im Internet gegen andere Spieler antreten und euch mit ihnen messen. Die kurzweiligen Matches sind perfekt für zwischendurch, dennoch sollte man hier keine komplexen Schlachten wie in der Total War Reihe oder Starcraft erwarten.

Man kann also sagen, dass einem mit Planets under Attack für wenig Geld ein durchaus gelungenes Spiel erwartet, auch wenn es kein Blockbuster ist.

Mehr zu Planets under Attack findest du hier

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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

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