High Dynamic Range Bilder mit dem Smartphone?!

KarasuMedia_HDR_Fotografie-4Keine Frage, High Dynamic Range Bilder (HDR Bilder) sind können beeindruckend sein. Das liegt vor allem daran, dass auf HDR Bildern sogar noch Details an Stellen deutlich zu erkennen sind, die auf normalen Bildern über- oder unterbelichtet und somit einfach nur schwarz bzw weiß überstrahlt wären. Bei HDR Bildern ist das nicht der Fall und führt je nach Geschmack des Fotografen entweder zu sehr detailierten Bildern oder zu Fotos, die realistischer als die Realität wirken. Also hyperreale Bilder.

Normalerweise benötigt man für gelungene HDR Bilder eine Spiegelreflexkamera mit entsprechenden Einstellmöglichkeiten, ein Stativ und natürlich die entsprechende Software. Doch kommt man auch zu brauchbaren Ergebnissen, wenn man keine Spiegelreflexkamera nutzt, sondern ein gewöhnliches Smartphone? Die Antwort ist ja, sofern man die richtige App dazu nutzt.

Belichtungsreihen mit dem Smartphone

Nun, es gibt einige Foto- und Bildbearbeitungsapps, die Bilder mit einer Art HDR Effekt versehen. Aber in den meisten Fällen ist diese wirklich nur ein Effekt, der Bilder ansatzweise nach HDR aussehen lässt. Das war es schon. Es gibt auch eine Reihe Apps die rein der Erstellung eines HDR Bildes dienen. Deren Ergebnisse haben mich bislang aber noch nie wirklich überzeugt.

Manuelle Belichtungsreihen mit der Standard App

Das, was es wirklich braucht, ist eine App mit der man schlicht und ergreifend Belichtungsreihen erstellen kann. Im Zweifel reicht da sogar schon eine Standard-Foto-App. Allerdings muss man hier die Belichtungseinstellung für jedes Bild der Reihe manuell einstellen. Man packt sein Smartphone also auf ein Stativ (ohne das geht es in dem Fall nicht) stellt die Belichtung quasi auf unterbelichtet und macht das erste Foto. Das zweite Foto belichtet man etwas stärker, das dritte noch stärker usw! Bis man das letzte überbelichtete Bild erstellt hat. Es versteht sich von selbst, dass man das Smartphone dabei nicht bewegen darf.

Automatische Belichtungsreihen

Deutlich komfortabler funktioniert das natürlich mit einer App, die automatische Belichtungsreihen erstellen kann. Ich selbst nutze hierfür Camera FV-5. Diese App ist im Google Playstore als kostenpflichtige Vollversion und als kostenlose Lite Version erhältlich. Wobei mit der Lite Version nur Bilder in geringer Auflösung möglich sind.

Camera FV-5
Camera FV-5
Entwickler: FGAE
Preis: 2,99 €
  • Camera FV-5 Screenshot
  • Camera FV-5 Screenshot
  • Camera FV-5 Screenshot
Camera FV-5 Lite
Camera FV-5 Lite
Entwickler: FGAE
Preis: Kostenlos

Belichtungsreihen sind mit Camera FV-5 denkbar einfach zu erstellen. Einfach die Anzahl der gewünschten Bilder und die Belichtungsstufen zwischen den Fotos einstellen, auf das Motiv zielen und “abdrücken”. Die App erstellt nun automatisch eine Belichtungsreihe mit bis zu 7 Bildern. Da es aber schon einen kleinen Moment dauert, bis die App alle sieben Bilder “geschossen” hat, sollte man das Smartphone aber auch hier auf ein Stativ packen.

Die richtige Software

Das war es fast schon. Zumindest was das Smartphone angeht. Denn jetzt geht die zuvor erstellte Belichtungsreihe den ganz “gewöhnlichen” Weg eines zukünftigen HDR Bildes. Das heisst die Reihe wird auf dem Computer mit einer entsprechenden Tonemapping Software zu einem HDR Bild zusammengefügt.

Hierzu findet sich eine ganze Reihe Software, die hierzu in der Lage ist. Angefangen beim allseits bekannten Photoshop bis hin zu spezielleren Tools, wie z.B. das kostenlose Luminance HDR oder das kostenpflichtige Photomatrix. Wobei Photomatrix sicherlich der HDR Platzhirsch ist.

Ein paar HDR Beispiele

Im Ergebnis sieht das ganze dann so aus:

Und wenn man schon das ein oder andere HDR Bild geschossen hat, kann man dieses natürlich auch noch weiter bearbeiten. Mit eine geeigneten Bildbearbeitungssoftware kommt dann zum Beispiel so etwas heraus:

schreibtisch-painting

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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

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