Android 17 Update – das klingt zunächst nach einer technischen Randnotiz. Aber wenn ich ehrlich bin: Kaum ein Thema treibt mich als Nutzerin und Tech-Bloggerin so zuverlässig in den Wahnsinn wie die Update-Politik der Smartphone-Hersteller. Ich erinnere mich noch gut an das Jahr, in dem mein damaliges Flaggschiff – nicht billig, wohlgemerkt – nach exakt zwei Jahren ohne jede neue Android-Version dastand. Einfach so. Ende. Während das Gerät hardwareseitig noch top in Schuss war, lief es softwareseitig in eine Sackgasse. Das hat mich damals richtig geärgert.
Genau deshalb freue ich mich umso mehr über eine Entwicklung, die das alles gerade von Grund auf verändert: Seit dem 20. Juni 2025 gilt in der EU die neue EU-Ökodesign-Verordnung. Hersteller sind seither verpflichtet, Smartphones mindestens fünf Jahre lang mit kostenlosen Updates zu versorgen – und zwar ab dem Zeitpunkt, an dem das jeweilige Modell offiziell vom Markt genommen wird. Das ist kein freiwilliges Versprechen, sondern Gesetz. Kein Wunder also, dass die Android 17 Smartphones-Liste 2026 deutlich länger ausfällt als frühere Übersichten. Der Sommer 2026 bringt Googles neues Betriebssystem – und mit ihm die entscheidende Frage: Bekommt mein Handy Android 17?
Android 17 Release: Was steckt dahinter?
Googles neues Betriebssystem trägt intern den Codenamen „Cinnamon Bun“ und ist seit Mitte Juni 2026 offiziell im Rollout. Gestartet wurde – wie gewohnt – mit den Google Pixel-Geräten, alle anderen Hersteller folgen mit ihrer eigenen Oberfläche in den kommenden Monaten.
Das Android 17 Update bringt unter anderem eine universelle Zwischenablage (kopierte Inhalte lassen sich nahtlos auf Tablet oder Chromebook einfügen), verbesserte App-Screen-Sharing-Funktionen für Videocalls, RAM-Limits für Apps (gut für die Akkulaufzeit), mehr Anpassungsmöglichkeiten auf dem Homescreen und eine erweiterte Kindersicherung. Unter der Haube geht es Google außerdem um die schrittweise Vereinigung von Android und ChromeOS – ein Projekt, das technisch ambitioniert ist und spannend zu beobachten bleibt.
Für uns als Nutzer ist aber vor allem eine Frage zentral: Welche Geräte landen tatsächlich auf der Android 17 Update-Liste?
Die EU-Regelung: Warum die Listen 2026 so lang sind
Ich will kurz bei der EU-Regelung bleiben, weil sie so wichtig ist – und weil viele Nutzer sie noch nicht auf dem Schirm haben. Die EU-Ökodesign-Verordnung (2023/1670) schreibt vor: Jedes Smartphone, das ab dem 20. Juni 2025 neu in der EU verkauft wird, muss mindestens fünf Jahre nach dem Verkaufsende mit Betriebssystem- und Sicherheitsupdates versorgt werden.
Das klingt ähnlich wie die bisherigen Hersteller-Versprechen, ist aber in einem entscheidenden Punkt anders: Die fünf Jahre starten nicht ab dem Launch-Datum, sondern erst ab dem Ende des Verkaufszeitraums. Ein Gerät, das 2025 auf den Markt kommt und bis 2027 verkauft wird, muss also bis mindestens 2032 Updates erhalten. Das können in der Summe sieben oder mehr große Android-Versionen sein.
Die Kehrseite: Einige Hersteller – Motorola ist hier besonders auffällig – haben juristische Schlupflöcher in der Formulierung der Verordnung entdeckt. Die englische Originalfassung lässt mit dem Wort „if“ eine gewisse Interpretation zu, ob überhaupt Updates entwickelt werden müssen. Rechtlich ist das umstritten. Für mich persönlich ist das schlicht eine Frechheit – aber dazu gleich mehr.
Google Pixel: Heimvorteil beim Android 17 Update

Wer ein Google Pixel besitzt, kann aufatmen – und das wundert niemanden. Google entwickelt Android selbst, die eigenen Geräte müssen nicht erst auf eine angepasste Herstelleroberfläche warten. Das Android 17 Update kommt für Pixel-Smartphones somit als erstes und vollständig.
Folgende Google Pixel Android 17-Geräte erhalten das Update:
- Pixel 6, Pixel 6a, Pixel 6 Pro
- Pixel 7, Pixel 7a, Pixel 7 Pro
- Pixel 8, Pixel 8a, Pixel 8 Pro
- Pixel 9, Pixel 9 Pro, Pixel 9 Pro XL, Pixel 9 Pro Fold
- Pixel 10, Pixel 10 Pro, Pixel 10 Pro XL, Pixel 10 Pro Fold
- Pixel Fold, Pixel Tablet
Auf den Geräten der Pixel 11-Serie wird Android 17 voraussichtlich bereits vorinstalliert sein. Hinweis für alle Pixel-6-Nutzer: Android 17 könnte das letzte große Update für die gesamte Tensor-Generation sein – zumindest deuten aktuelle Berichte darauf hin. Wer also noch ein Pixel 6 oder 6 Pro besitzt, sollte das Update als willkommenes Abschiedsgeschenk mitnehmen.
Googles Update-Philosophie ist klar: direkter Zugang, maximale Kontrolle, schnellster Rollout. Kein Hersteller-Skin, der wochenlang angepasst werden muss. Das ist der eigentliche Pixel-Vorteil – nicht die Kamera allein.
Samsung Galaxy Android 17 Update Liste: Wer ist drin, wer fliegt raus?
Samsung ist der meistverkaufte Android-Hersteller Deutschlands – und entsprechend groß ist das Interesse an der Samsung Galaxy Android 17 Update Liste. Die Koreaner haben seit der Galaxy-S24-Generation ein offizielles 7-Jahre-Update-Versprechen für ihre Flaggschiffe gegeben. Für ältere Modelle gelten vier Jahre. Und genau da liegt das Problem.
Diese Samsung-Geräte bekommen Android 17 (One UI 9):

Galaxy S-Serie:
- Galaxy S26 / S26+ / S26 Ultra
- Galaxy S25 / S25+ / S25 Ultra / S25 Edge / S25 FE
- Galaxy S24 / S24+ / S24 Ultra / S24 FE
- Galaxy S23 / S23+ / S23 Ultra / S23 FE (4. und letztes großes OS-Update)
Galaxy Z-Serie (Foldables):
- Galaxy Z Fold 7, Z Flip 7, Z Flip 7 FE
- Galaxy Z Fold 6, Z Flip 6
- Galaxy Z Fold 5, Z Flip 5
- Galaxy Z Fold Special Edition
Galaxy A-Serie:
- Galaxy A57, A56, A55, A54 (letztes Update für A54)
- Galaxy A37, A36, A35, A34
- Galaxy A26, A25
- Galaxy A17, A16
Galaxy M-Serie:
- Galaxy M54, M55
- Galaxy M35, M36
Diese Samsung-Geräte bekommen kein Android 17 mehr:
- Galaxy S22 / S22+ / S22 Ultra (alle 4 Update-Versprechen ausgeschöpft, Android 16 war das letzte)
- Galaxy Z Fold 4, Z Flip 4
- Galaxy A53, A73, A33
Das ist besonders bitter für alle S22-Besitzer. Das Gerät war 2022 Samsungs absolutes Flaggschiff – und bekommt jetzt nach vier Jahren sein letztes OS-Update. Wer damals fast tausend Euro hingelegt hat, hätte sich lieber ein Samsung Galaxy A16 für unter 200 Euro kaufen sollen: Das würde dank der EU-Regelung noch viel länger Updates erhalten. Das zeigt, wie absurd die alte Update-Politik war – und warum die EU-Regulierung so dringend notwendig ist.
Xiaomi, Redmi und Poco: Android 17 für wen?
Xiaomis Update-Kommunikation war lange ein einziges Rätselraten. Mal gab es klare Versprechen, mal verschwanden Modelle still und leise aus den Support-Plänen. Seit der EU-Verordnung zieht Xiaomi aber deutlich mehr Konsequenz durch – zumindest für die europäischen Märkte. Bis zu fünf Android-Updates verspricht Xiaomi für seine Top-Modelle.
Diese Xiaomi-Geräte bekommen Android 17:
- Xiaomi 13T, 13T Pro (voraussichtlich letztes großes Update)
- Xiaomi 14, 14 Ultra, 14T, 14T Pro
- Xiaomi 15, 15 Ultra
- Mix Fold 4, Mix Flip
- Redmi: Note 13 Pro, Note 14-Serie, Note 15-Serie und aktuelle Generationen
- Poco: X7, X7 Pro, X8, X8 Pro, F7, F7 Pro, F8, F8 Pro, M7, M8 und aktuelle Poco-Generationen
Voraussichtlich kein Android 17:
- Xiaomi 13 Lite, 13 Pro
- Poco X6, X6 5G
- Mix Fold 3
- Redmi K60 Ultra, Redmi Turbo 3, Poco M6 Plus
Honor & OnePlus: Android 17 für die BBK-Fraktion
Honor und OnePlus haben in den letzten Jahren massiv aufgeholt, was Update-Versprechen angeht. Beide Hersteller kommunizieren inzwischen deutlich klarer als früher.
Honor: Android 17 Update
Honor hat für seine Magic-Flaggschiff-Linie ein Update-Versprechen von bis zu sieben Jahren gegeben. Das ist mutig – und zeigt, dass Honor die Premium-Positionierung ernst nimmt. In der Mittelklasse bietet Honor ab der Honor-400-Serie sechs Jahre Versions- und Sicherheitsupdates.
Folgende Honor-Geräte bekommen Android 17:
- Honor Magic 8 Pro, Magic 8
- Honor Magic 7 Pro, Magic 7
- Honor Magic 6 Pro, Magic 6
- Honor Magic V5, Magic V6
- Honor 200 Pro, Honor 200
- Honor 400, Honor 400 Pro
- Honor 600-Serie (aktuelle Generationen)
Voraussichtlich ohne Android 17:
- Honor Magic 5, Magic 5 Pro
- Honor Magic V2, Honor Magic V3
- Honor Magic VS
- Honor X50 Pro, X60 Pro
- Honor 90, Honor 90 Lite
OnePlus: Android 17 Update
OnePlus liefert das Update unter seiner OxygenOS 17-Oberfläche und kommuniziert in der Regel sehr transparent über Support-Zeiträume.
Folgende OnePlus-Geräte bekommen Android 17:
- OnePlus 15, 15R
- OnePlus 13, 13R
- OnePlus 12, 12R
- OnePlus 11, 11R
- OnePlus Open
- OnePlus Nord 5, Nord 4
- OnePlus Nord CE 5, Nord CE 4
Kein Android 17 mehr:
- OnePlus 10 Pro, 10T, 10R
- OnePlus Nord 3, Nord CE 3 Lite, Nord CE 4 Lite
Weitere Hersteller im Überblick: Oppo, Motorola, Nothing, Sony, Asus
Oppo
Oppo gehört ebenfalls zur BBK-Gruppe und hat die Update-Versprechen seit 2024/2025 deutlich angeglichen. Neuere Modelle profitieren von Garantien bis zu fünf Jahren.
Bekommen Android 17:
- Find N5, Find N6
- Find X7, X7 Ultra, X8, X8 Ultra, X9, X9 Ultra
- Reno 13, Reno 13 Pro, Reno 14, Reno 15
Kein Update mehr:
- Find X6, Find X6 Pro, Find X5-Serie
- Find N2, Find N2 Flip
- Reno 12 und älter
Motorola: Der Update-Verweigerer
Ich muss hier deutlich werden: Motorola ist das schwarze Schaf unter den großen Android-Herstellern. Während die EU-Ökodesign-Verordnung klar fünf Jahre Updates vorschreibt, hat Motorola ein juristisches Schlupfloch in der Formulierung gefunden und liefert selbst für Neugeräte häufig nur zwei bis drei Jahre Support. Für viele Modelle verspricht Motorola mittlerweile zwar fünf Updates, die Signature-Serie sogar sieben – bei den meisten Geräten sieht die Realität aber nach wie vor düster aus. Ob das rechtlich haltbar ist, bezweifeln Experten wie Professor Malte Kramme von der Universität Hannover. Meine Meinung: Finger weg, wenn du langfristigen Support willst.
Bekommen Android 17:
- Motorola Edge 50, Edge 50 Pro, Edge 50 Ultra
- Motorola Edge 60, Edge 60 Pro, Edge 70, Edge 70 Pro
- Razr 50, Razr 50 Ultra
- Razr 60, Razr 60 Ultra
- Moto G56, G75, G86
Kein Android 17 mehr:
- Moto G35, G45, G55, G85
- Edge 40-Serie, ältere Razr-Modelle
Nothing & CMF
Nothing hat aus einer kleinen Überraschungsmarke eine ernsthafte Größe gemacht – und verfolgt eine konsequente Update-Strategie: Alle Modelle erhalten mindestens drei große Android-Updates. Das Topmodell Nothing Phone 3 bekommt sogar fünf Jahre Android-Updates und sieben Jahre Sicherheitsupdates.
Bekommen Android 17:
- Nothing Phone (2a), Phone (2a) Plus
- Nothing Phone (3a), Phone (3a) Pro
- Nothing Phone (4a), Phone (4a) Pro
- CMF Phone 2 Pro
Kein Android 17 mehr:
- Nothing Phone (1)
- CMF Phone 1
Sony
Sony hebt sich durch besonders transparente Update-Kommunikation ab. Der japanische Hersteller gibt klare Zeiträume an – das schafft Vertrauen, auch wenn das Portfolio überschaubar bleibt.
Bekommen Android 17:
- Xperia 1 VI, Xperia 1 VII
- Xperia 10 VI, Xperia 10 VII
Kein Android 17 mehr:
- Xperia 1 IV, Xperia 1 V
- Xperia 5 IV, Xperia 5 V
- Xperia 10 V
Asus
Eine besondere Situation: Asus hat Anfang 2026 angekündigt, vorerst keine neuen Smartphones mehr zu produzieren. Das bedeutet aber nicht das Ende für bestehende Modelle – die Update-Verpflichtungen bleiben bestehen.
Bekommen Android 17:
- Zenfone 11 Ultra
- Zenfone 12 Ultra
- ROG Phone 8, ROG Phone 8 Pro
- ROG Phone 9, ROG Phone 9 Pro
Kein Android 17 mehr:
- Zenfone 10
- ROG Phone 7, ROG Phone 7 Ultimate
Bekommt mein Handy Android 17? – So findest du es heraus
Die einfachste Methode: Geh in die Einstellungen → Über das Telefon → Softwareinformationen und schau, welche Android-Version aktuell installiert ist. Dann vergleiche mit der Liste deines Herstellers. Alternativ bieten Samsung, Google und Sony eigene Update-Checker auf ihren Supportseiten an.
Ein Tipp aus eigener Erfahrung: Verlasse dich nicht blind auf Gerüchte in Foren. Manche Hersteller kommunizieren ihre Pläne sehr spät. Wenn dein Gerät in keiner offiziellen Liste auftaucht, aber noch keine drei Jahre alt ist und in der EU gekauft wurde, könnte die EU-Verordnung dennoch greifen – vor allem wenn Druck durch Verbraucherschutzorganisationen entsteht.
Was tun, wenn das Smartphone kein Android 17 bekommt?
Erstmal tief durchatmen: Ein Gerät ohne Android 17 ist nicht sofort nutzlos. Viele Hersteller liefern noch eine Weile Sicherheitsupdates weiter, auch wenn die großen OS-Updates aufgehört haben. Das Galaxy S22 zum Beispiel bekommt laut Samsung quartalsweise Sicherheitspatches bis mindestens Anfang 2027.
Trotzdem: Mit der Zeit steigt das Sicherheitsrisiko. Hier sind deine Optionen:
- Sicherheitsupdates prüfen: Solange die kommen, ist das Gerät im Alltag noch vertretbar nutzbar.
- Custom ROMs: Für technikaffine Nutzer gibt es Alternativen wie LineageOS oder GrapheneOS (letzteres vor allem für Pixel-Geräte). Das verlängert die Nutzungsdauer erheblich – erfordert aber technisches Know-how und macht die Garantie hinfällig.
- Neukauf gezielt planen: Achte beim nächsten Kauf auf das neue EU-Energielabel für Smartphones. Es enthält seit Juni 2025 auch Angaben zur Reparierbarkeit und Softwarepflege. Ein Hersteller mit klarer 5- oder 7-Jahres-Garantie ist langfristig die bessere Wahl – auch wenn das Gerät im ersten Moment etwas teurer wirkt.
- Mittelklasse statt Budget: Wie das Samsung-Beispiel zeigt, bekommst du bei einem aktuellen A-Modell oft mehr Update-Jahre als beim teuren Flaggschiff von vor drei Jahren.
Fazit: Das Android 17 Update ist ein Wendepunkt
Ich bin seit Jahren frustriert über Update-Politik à la „zwei Jahre und tschüss“. Die EU-Ökodesign-Verordnung ist der erste echte Systemwechsel – und er zeigt schon jetzt Wirkung. Die Android 17 Update-Liste ist 2026 deutlich länger als je zuvor, und das ist kein Zufall.
Natürlich gibt es noch Lücken: Motorola nutzt Schlupflöcher, und nicht alle Hersteller kommunizieren konsequent. Aber die Richtung stimmt. Wer ein aktuelles Pixel, ein Samsung ab dem S23 oder ein aktuelles Mittelklasse-Gerät von Honor oder OnePlus besitzt, kann sich auf das Android 17 Update freuen.
Und wenn dein Gerät nicht dabei ist? Schreib es mir in die Kommentare – ich bin neugierig, welche Geräte in eurer Community gerade auf dem Abstellgleis gelandet sind, und ob ihr aufrüstet oder doch noch eine Weile wartet. Manchmal ist die beste Hardware die, die du schon hast. Manchmal ist es Zeit für etwas Neues.