Looking for Freedom [gesponserter Artikel]

Schutz der Freiheitsrechte und der Privatssphäre. Eigentlich sollten diese beiden Begriffe spätestens seit Beginn der NSA Affäre mitten drin im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen. Doch das tut es leider viel zu wenig. Die Politik schweigt im Großen und Ganzen. Und wie in den letzten Tagen zu vernehmen war, erwägt der Generalbundesanwalt nicht Ermittlungen diesbezüglich aufzunehmen. Er beschränkt sich darauf lediglich dahingehend zu ermitteln, weil auch Merkels Handy angehört wurde. Mein und Dein Smartphone zählen da offensichtlich nicht so viel.

Chilling Effects

Das Schlimmste an der Sache ist allerdings, dass die breite Öffentlichkeit das zwar alles irgendwie verwerflich findet. Aber dann doch eher die Einstellung vorherrscht “man habe ja nichts zu verbergen”. Mag sein, dass das bei den meisten auch zutrifft. Aber darum geht es gar nicht. Allein, dass man im Hinterkopf haben muss, unbegründet abgehört und überwacht zu werden, reicht um das persönliche Freiheitsgefühl erheblich einzuschränken. Man kennt das doch: Man sitzt im Restaurant, unterhält sich über Belanglosigkeiten und merkt dass die Tischnachbarn lauschen. Automatisch fühlt man sich irgendwie unwohl. Obwohl man da auch auch eigentlich nichts zu verbergen hat. Aber genau das geschieht, wenn Geheimdienste massenhaft mithören. Und das auf allen modernen Kommunikationswegen. Liebe Geheimdienste! George Orwells Buch “1984” war als Warnung gedacht und nicht als Anleitung für euch.

Internationales Manifest für digitale Freiheit

Genau vor diesem Hintergrund ruft F Secure zur Mitarbeit an einem der größten und bedeutungsvollsten  Crowdsourcing Projekte im Bereich digitale Freiheit auf. Ziel ist es ein internationales Manifest bezüglich eben dieser Freiheit gemeinsam zu erstellen. Es soll Stellung bezogen werden für das allgemeine Recht auf Meinungs- und Informationsfreiheit, den Schutz der Privatsspäre und einen freien und neutralen Netzzugang. Gegen massenhafte Überwachung und digitaler Verfolgung.

Der Startschuß für dieses Projekt fiel auf der diesjährigen re:publica während der dortigen Keynote “Looking for Freedom” mit Mikka Hyppönen und David Hasselhoff. Jetzt kann man zu David Hasselhoff und seinem Ohrwurm-Song sicher stehen wie man will. Auch ist sicher unbestritten, dass er damals geheimdienstliche, digitale Massenüberwachungen im Sinn hatte. Aber in diesem Zusammenhang passt der Titel. Das muss ich zugeben.

Die Mitarbeit an diesem Projekt ist über ein öffentliches Wiki möglich. Hierzu stellt F-Secure lediglich die Plattform zur Verfügung. Das Manifest selbst steht unter der Creative Commons Lizenz und soll als globale Initiative internationale Aufmerksamkeit für das Theme digitale Freiheit schaffen. Aus diesem Grund ruft F-Secure ausdrücklich zur Mitarbeit auf. Die besten Beiträge sollen später in gebundener Form internationalen Entscheidungsträgern, einflussreichen Organisationen und Amtsrägern überreicht werden.

Möglichkeiten der Beteiligung


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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

3 Responses to Looking for Freedom [gesponserter Artikel]

  1. Dietmar says:

    Ein sehr gutes Projekt, das möglichst viele unterstützen sollten. Das “Neuland” ist auf der einen Seiten sehr hilfreich (man stelle sich nur mal vor, wie man 1990 noch gelebt hat), aber auch hinsichtlich Datenschutz sehr gefährlich. Deshalb ist es meiner Meinung nach wichtig, darauf zu achten, dass niemand unbenötigte Daten sammelt und speichert.

  2. Andriy says:

    Hallo. Stellt euch vor, dass unsere Nachrichtendienst über NSA-Affäre schon bevor Snowden gewusst hat. Dann kam das “böse Junge” mit seinen Veröffentlichungen. Und jetzt musste Deutschland so tun, als ob das unverschämt ist…. Sonnst kann ich es mir nicht erklären, warum diese Thema so schnell vergessen wurde.

  3. Klarissa says:

    Auch das will niemand so genau wissen, weil dann wissen wir erst einmal wie sicher bzw. null sicher unsere Daten sind. Mittlerweile sind wir ja alle wie aus Glas.

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