360 Grad Filme

In den 90er Jahren war die virtuelle Realität noch eine futuristische Utopie, doch mit 360 Grad Filmen, erobert sie langsam aber sicher die Wohnzimmer der Republik. Dreharbeiten und Produktion des neuen Formats, sind jedoch etwas schwieriger, als bei der herkömmlichen Kamera. Mit den richtigen Utensilien, kann jedoch trotzdem jeder zu einem 360 Grad Filmemacher werden.

So funktionieren 360 Grad Videos

Die VR News halten Technikfreunde rund um den Globus in ihrem Bann. Doch wissen nur die wenigsten, was dieses Hightech Ergebnis erst möglich macht. Die breitesten Weidwinkel Objektive, können einen Bereich von 180 Grad abdecken. Auch wenn das schon ziemlich viel ist, reicht es noch nicht, um den grenzenlosen VR Rundumblick zu erreichen. Dazu braucht es mindestens eine zweite 180 Grad Linse. Teurere 360 Grad Kameras, arbeiten teils sogar mit bis zu 36 Linsen.

Diese werden nebeneinander angebracht, um mit ihren Winkeln alles abzudecken, was mit einer einzigen Linse noch nicht eingefangen werden konnte. Kompliziert wird es, wenn die geschossenen Bilder zu einem großen Film zusammengesetzt werden. Bei diesem sogenannten “Stiching” werden die einzelnen Bilder entzerrt und ineinander verknüpft.

Je mehr Linsen eine 360 Grad Kamera hat, desto unsichtbarer werden ihre Schnittstellen. Bei lediglich 2 Objektiven wird die Stelle, an der sie sich treffen, durch einen schwarzen Rand erkennbar sein. Profis greifen deshalb zu Modellen mit möglichst vielen Linsen.

Was benötigt man, um 360 Grad Videos zu drehen?

Bedauerlicherweise, verlangt die 360 Produktion noch deutlich mehr Aufwand, als die, des altbewährten Films. Zwar erfordern die Dreharbeiten ein höheres zeitliches Pensum, in erster Linie ist 360 Grad Video Aufwand jedoch finanzieller Natur. Um die Filme überhaupt aufnehmen zu können, benötigt man weit mehr, als das Smartphone in der Hosentasche. 

Nur spezielle 360 Grad Kameras, sind mit ihren beiden Weitwinkel Objektiven in der Lage, grenzenlose Bilder aufzunehmen. Je nach Bedarf und Geldbeutel, lassen sich Modelle zwar in nahezu jeder Preisklasse finden, sind aber nicht das einzige nötige Utensil. Wenn der Protagonist nicht permanent zu sehen sein will, braucht es Stative oder komplexe Konstruktionen, welche die Kamera halten oder gar bewegen. Wenn Videos von der ganzen Bandbreite der technischen Errungenschaften im Bereich Film profitieren sollen, kann auch eine Drohne ihre Anwendung finden.

360 Grad ohne virtuelle Realität

Die virtuelle Realität, oder kurz VR, schafft es, den Nutzer ganz in eine fremde Welt eintauchen zu lassen. Die wichtigsten Sinne, wie das Hören und Sehen, werden getäuscht und das Gefühl, in der Mitte des Films zu stehen entfaltet sich. In der Regel, funktioniert das mit Hilfe der VR Brillen. Dem Zuschauer wird dabei eine Brille mit integriertem Bildschirm und Kopfhörer aufgesetzt, mit der er per Kopfbewegung den Blickwinkel im Video beeinflusst.

Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich, 360 Grad Videos ohne VR Brille und ohne virtuelle Realität zu genießen. Insbesondere große soziale Netzwerke und beliebte Videoportale, bieten diese Funktion an. Der Blickwinkel des Videos wird dabei mit der Ausrichtung des Smartphones oder am PC per Mausklick gesteuert. Nutzer können sich um 360 Grad umsehen, werden jedoch nicht so intensiv ins Geschehen gesogen, wie bei der virtuellen Realität.

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