Sind wir reif für das Smarthome?

Seit geraumer Zeit geistert der Begriff des Smarthome durch die Wirtschaft bzw. durch die Gesellschaft. Dahinter steckt die Idee die eigenen vier Wände soweit wie möglich zu digitalisieren bzw. Zu vernetzen. Doch wenn man die Möglichkeiten mit der realen Anwendung vergleicht muss man feststellen, dass letztere oft kaum über die Nutzung des übergroßen Flachbildschirmes für das Spielen einer Partie Poker auf Internetseiten wie https://book-of-ra-free.com/ hinausgehen. Dabei sind die Möglichkeiten mittlerweile weitaus umfangreicher und umfassender.

Die Möglichkeiten des Smarthome

Wer heute vom Smarthome spricht verbindet das vielfach mit den weit verbreiteten und umfangreich beworbenen, sprachgesteuerten Assistenten der Telefongespräche vermittelt, und das richtige Musikprogramm auswählt. Soweit die Werbung. In der Realität sind die Möglichkeiten des Smarthomes allerdings weitaus komplexer. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Anwendungsgebieten. So können zum Beispiel die Jalousien elektrisch mit Hilfe von Sensoren automatisch so gesteuert werden das sie sich immer dem jeweiligen Sonnenstand anpassen.

Ebenfalls im Smarthome kann zum Beispiel die effektive Wärmenutzung Teil dieser neuen Technologie sein. Dabei wird automatisch entschieden ob das zur Wärmeregulierung notwendige Wasser über eine Öl- und Gasheizung oder über einen Pelletofen bzw. einen Kamin erhitzt wird. Natürlich stellt sich die jeweilige Befeuerung nach Erreichen der gewünschten Raumtemperatur automatisch ab. Fast schon unnötig zu sagen das die jeweilige Raumtemperatur per App auch eingestellt werden kann, wenn man aktuell gar nicht zuhause ist.

Ebenfalls zur Smarthome-Technologie gehören natürlich auch nützliche Gadgets wie automatische Staubsauger oder Rasenmäher. Zeitaufwendige und wiederkehrende Tätigkeiten können hier von Maschinen übernommen werden und verschaffen den Besitzern ein deutliches Mehr an Freizeit.

Smarthome wird weniger genutzt wie zu erwarten

Die Vorteile der technologischen Möglichkeiten und des effektiv anwendbaren Nutzens eines Smarthome sind somit unbestreitbar. Trotzdem ist es bislang in der Tat eher so, dass Smarthome-Technologie noch sehr geringe Anwendung findet. Die Gründe dafür liegen dabei vorrangig im Kosten-Nutzen-Vergleich und den jeweiligen Einkommensverhältnissen.

Familien mit einem mittleren oder gehobenen Verdienst berücksichtigen gerade beim Hausbau durchaus verstärkt die Vorteile, die durch die Verwendung neuer Technologien entstehen. Die zusätzlichen Kosten werden dabei als langfristige Investition gesehen. Natürlich ist es realistisch gesehen so dass nur ein vergleichsweise kleiner Teil der Bundesbürger ein Haus ihr Eigen nennen können. Vielmehr wohnt ein Großteil der Deutschen zur Miete. Doch gerade in Mietwohnungen findet die Smarthome-Technologie nur eine sehr begrenzte Anwendung. Nun ist es natürlich extrem schwierig und kostenintensiv in Mehrfamilienhäusern neue Wasserleitungen oder neue Heizsysteme zu installieren und auch die Belästigung für die Mieter wäre dabei enorm. Kein Wunder das viele Vermieter davor zurückschrecken Smarthome-Technologie umfangreich in ihren Objekten einzubauen. Doch auch wenn angehende Vermieter ein neues Mehrfamilienhaus bauen lassen stehen hier oft bei wirtschaftlicher Betrachtung viele Hindernisse und zusätzliche Kosten im Wege die eine konsequente Anwendung oft uninteressant werden lassen.

Smarthome-Technologie stärker in den Vordergrund rücken

Das Smarthome-Technologie durchaus seine Vorteile hat ist absolut unbestreitbar. Deshalb sollte diese neue Technologie auch eine weitaus größere Beachtung und vor allem praktische Anwendung finden. Um das zu erreichen gibt es bereits einige Ansätze. Einer davon ist zum Beispiel die stärkere Förderung von Smarthome-Konzepten mithilfe von staatlichen Subventionen. Eine andere ist die gesetzliche Vorgabe durch den Staat. Gerade in Zeiten des “Ökologie-Booms” wurden in den letzten Jahren die Vorschriften zum Beispiel bei den Heizungssystemen deutlich angehoben. Hier ergeben sich gute Möglichkeiten Smarthome-Technologie sinnvoll zu integrieren.

Ein weiterer und fast noch wichtiger Aspekt ist die Vorteile der neuen Technologie bekannt zu machen. Bislang finden sich in Werbung vorrangig Sprachassistenten und die bekannten Saug- und Mähroboter. Komplexere Systeme – wie automatische Wärmesteuerung und –regulierung – werden bislang kaum beworben. Die entsprechenden wirtschaftlichen Vorteile können so natürlich kaum dargestellt werden. Damit fehlt ein wichtiger Aspekt um einen Großteil der potentiellen Nutzer von den Möglichkeiten der Smarthome-Technologie zu überzeugen und auch ganz direkt auf die jeweiligen Wirtschaftlichen Vorteile hinzuweisen. Hier wäre eine Aktion seitens der Bundesregierung – wie z.B. eine entsprechende Werbekampane – hilfreich um die neue Technologie besser in die Gesellschaft zu integrieren.

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2 Antworten zu Sind wir reif für das Smarthome?

  1. LauraLu87 sagt:

    Ich denke auch, dass SmartHome und alles, was damit zusammenhängt, bislang noch so wenig Zuspruch erlangt, weil viele Menschen einfach noch gar nicht über ihre Möglichkeiten Bescheid wissen. Info´s dazu werden werblich eher nur spärlich verbreitet. Dazu kommt, dass in Bezug auf Sprachassistenten auch oftmals die Angst zu groß ist, in seiner Privatsphäre eingeschränkt zu werden. Bin aber gespannt, wie sich das ganze Thema in Zukunft noch entwickeln wird.

  2. Markus246 sagt:

    Fehl-, Miss- oder zu wenig Information über die Möglichkeiten von Smart Homes erlebe ich jeden Tag. Würden die Menschen besser Bescheid wissen, würde der digitale Wandel auch schneller voranschreiten.

    LG Markus

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