Mit Trading Apps zum Börsen Guru?

Finanzhandel gilt für viele, gerade junge Menschen eigentlich als etwas angestaubt und konservativ. Zwar schätzen viele junge Menschen es als wichtig ein, Geld zu verdienen. Dieses Geld anzulegen oder sich gar mit komplexen Zusammenhängen der Finanzmärkte auseinderzusetzen ist da schon deutlich weniger wichtig.

Allerdings schicken sich mittleweile einige Trading Apps an, vom konservativen Image abzurücken und gerade junge Menschen anzusprechen. Ziel einiger Apps ist dabei ausdrücklich Geld anlegen einfacher und auch günstiger zu machen. Es gibt sogar Trading Apps, welche optisch durchaus an Gaming- oder Messaging Apps angelehnt sind. Staubtrockene Diagramme rücken da schon mal in den Hintergrund.

Für junge Menschen kann das durchaus einen gewissen Reiz ausüben, wenn eine solche Trading App eher an Snapchat als an Krawatte und Anzug erinnert.

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Und dennoch sollte man sich bewusst sein. Auch wenn solche Apps vielleicht vieles einfacher oder gar spielerischer erscheinen lassen, als Nutzer tritt man dabei immer gegen Profis des Finanzhandels an. Dementsprechend ist zum einen das Risiko durchaus hoch und zum anderen muss man letztendlich auch hier wissen was man macht.

So geht es in Trading Apps oft im Differenzkontrakte. Diese sind ein hochspekulatives Instrument und Anleger müssen dabei genau wissen worauf sie sich einlassen. Das Risiko hat die Bafin auch erkannt und plant den Verkauf von besonders spekulativen Instrumenten zu verbieten.

Auf Stopp Loss Funktion achten

So ist es bei Differenzkrontakten, die in einigen Trading Apps verwendet werden beispielsweise so, dass man zwar wesentlich weniger Geld als beim gewöhnlichen Aktienhandel investieren muss. Im schlimmsten Fall können durch Hebelwirkungen aber auch hohe Verluste entstehen. Hier sollte man darauf achten, dass die Trading App eine eine garantierte „Stop-Loss-Funktion“ eingebaut hat. Diese verhindert, dass man mehr Geld verliert als man eingezahlt hat. Es gibt nämlich durchaus auch Apps bei denen das der Fall wäre und die dann eine Nachschusspflicht haben.

Übrigens mit Differenzkontrakten erwirbt man nie wirklich eine Aktie und somit wird man auch nie wirklich Miteigentümer eines Unternehmens. Sollte man vielleicht im Hinterkopf behalten.

Wie bei allen Finanzangelegenheiten gilt allerdings auch bei Trading Apps, dass man sein Geld nie alleine in eine einzige Sache investieren soll. Diversifikation ist hier dann das entsprechende Stichwort.

Vielleicht erstmal mit Spielgeld

Übrigens gibt es auch Trading Apps, bei denen man zunächst einfach nur Spielgeld “investieren” kann. Für den Nutzer enstehen so normalerweise keinerlei Kosten und es eignet sich demensprechend für Menschen, die einfach nur mal schauen wollen, wie Trading funktioniert. Vielleicht ist es am schlausten erstmal mit so etwas anzufangen.

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Über Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

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