SSD – der Turbo für den PC?

Heute steht auf Spiegel Online ein netter Artikel über SSD Festplatten. Das nehme ich mal als Anlass, um auch mal meinen Senf zum Thema SSD Festplatten und deren Vor- und Nachteile niederzuschreiben. Aber vor allem möchte ich auch mal kurz zeigen, wie man seinen PC auch ohne SSD flotter machen kann.

SSD nur als Systemfestplatte sinnvoll

[sam id=”11″ codes=”true”]Vorneweg sei eines gesagt: Eine SSD ist keine Festplatte, auf der man seine Bilder und so speichern sollte. Im Grunde eignet sich eine solche SSD Festplatte lediglich als Systemfestplatte. Hierfür gibt es zwei Hauptgründe:

  1. Die Kapazität einer üblichen SSD Festplatte ist in der Regel viel zu gering, sofern man keine vierstelligen Anschaffungspreise in Kauf nimmt. Da ist einfach kein Platz für die Massen an Daten, die heutzutage eine PC Festplatte bewältigen muss.
  2. SSD Platten nutzen sich ab. Viele Schreibvorgänge sorgen dafür, dass die SSD nach und nach ihre Speicherblöcke verliert. Darum sollte man sie auch nicht defragmentieren.

Aus den genannten Gründen sollte man eine SSD wirklich nur als Systemplatte einsetzen. Hier kann sie wirklich gute Dienste leisten und ein System wirklich heftig beschleunigen. Allerdings gilt auch hier, dass eine SSD allein noch lange keinen Turbo PC macht. Wie bei vielen Dingen im PC Bereich kommt es hier auf die Zusammenstellungen aller PC Komponenten an. Sehr schnell wird die ein oder andere Kompente zum Flaschenhals.

Alternative Turbo Konfiguration

Natürlich kann man seinen PC auch ohne den Einbau einer SSD Festplatte flotter machen. Die richtige Konfiguration der Hardware kann hier einiges ausmachen. Grundsätzlich kann man sagen, dass viele Festplattenzugriffe bzw Warteschlangen beim Festplattenzugriff den PC ausbremsen. Gerade Windows greift unter bestimmten Umständen sehr oft auf die Systemplatte zu. Dies gilt es zu minimieren.

Dazu hier ein paar Tipps:

  • Arbeitsspeicher: Je mehr desto besser, denn alles was das System im Arbeitsspeicher halten kann, braucht nicht von der Festplatte gelesen zu werden. Und der Zugriff auf Daten im Arbeitsspeicher ist nun mal um ein vielfaches schneller, als das Lesen von der Festplatte
  • Systemfestplatte: Man sollte dem Betriebssystem eine eigene Festplatte gönnen. Und da meine ich wirklich eine eigene Platte. Keine Partition. Das muss auch keine SSD sein und sie muss auch nicht übermässig viel Speicherplatz besitzen. Der Grund ist einfach: So kann das Betriebssystem, falls nötig, ungestört auf die Platte zugreifen, ohne dass es zu großen Verzögerungen kommt. Das kann einen deutlichen Geschwindigkeitsgewinn bringen.
  • Auslagerungsdatei: Man sollte unbedingt die Größe der Auslagerungsdatei anpassen. Hier gilt, dass Formel: Größe Auslagerungsdatei = Arbeitsspeichergröße * 1,5. Damit fährt man in der Regel ganz gut. Zudem sollte die Auslagerungsdatei ebenfalls auf eine andere physische Festplatte ausgelagert werden. Also weg von der Systemplatte.

Nutzt man diese Möglichkeiten, kann man ein PC System (unter Windows) durchaus enorm beschleunigen! Auch ohne SSD Festplatte. Zudem bietet es zumindest ein kleines Plus an Datensicherheit. Da das Betriebssystem auf einer extra Festplatte untergebracht ist. Muss man Windows einmal neu installieren, hat man es auf diese Art und Weise deutlich einfacher.

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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

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