NAS Server vs externe USB Festplatte

Schon einmal einen Datencrash erlebt? Also den Verlust sämtlicher Daten, Urlaubsbilder, Videos der Kinder oder der Musiksammlung, die auf der internen Festplatte des heimischen PC gespeichert waren. Ein solcher Verlust ist sicherlich mehr als nur ärgerlich. Dennoch ist die Gefahr hoch, dass genau so etwas passiert. NAS Server oder externe USB Festplatten können dagegen helfen.

Durchdachte Backup-Strategien helfen

Selbst Windows bringt von Haus aus seit geraumer Zeit sehr gute Tools mit, mit denen sich auf einfache Art und Weise Backups seiner Daten anfertigen lassen. Wohl dem, der diese Möglichkeiten nutzt.

Allerdings ist dies nur die halbe Miete. Das angefertigte Backup auf einer internen Festplatte zu belassen, dient nicht zwangsläufig der Datensicherheit. Bei einem Schaden am PC ist dieses Backup nun mal ebenso futsch. Es gilt das Prinzip Backups räumlich möglichst weit weg vom Datenursprung zu speichern. Eine USB Festplatte folgt, aufgrund der Beschränkungen des USB Standards, nur bedingt. Meist befindet sie sich in der Nähe des entsprechenden PC. Völlig anders kann dies bei einem NAS Server aussehen.

NAS Server im privaten Bereich

Ursprünglich eher im professionellen Umfeld zu finden, aber mittlerweile auch im privaten Bereich sehr beliebt, ist der sogenannte NAS Server. NAS steht hier für Network Attached Storage. Also ein Speicher, der an das Netzwerk angeschlossen ist. Dies bringt auf Anhieb gleich einen entscheidenden Vorteil: Der NAS Server kann bei Bedarf von allen im selben Netzwerk befindlichen Client PCs genutzt werden.

Ein weiterer Vorteil gegenüber der USB Festplatte ist die Übertragungsgeschwindigkeit, die in einem lokalen Netzwerk erreicht werden kann. Während der USB 2.0 Standard lediglich Geschwindigkeiten von bis zu 480 MBit/s  Brutto  im High Speed Modus(in der Regel wird dies nicht erreicht) erlaubt, sind dank Gigabit Ethernet bis zu 1000-Mbit/s drin. Was sich gerade beim Speichern großer Datenmengen deutlich bemerkbar macht.

Viele NAS Server ermöglichen zudem den Einsatz von mehr als einer Festplatte. Dies kann der Skalierbarkeit dienlich sein, allerdings lassen sich so auch RAID Systeme verwirklichen. RAID bietet, je nach gewünschtem Einsatz, Geschwindigkeitsvorteile bzw auch Vorteile bezüglich der Sicherheit vor Datenverlust. Da die Daten, sehr einfach ausgedrückt, auf zusätzlichen Festplatten gespiegelt werden.

Natürlich hat ein NAS Server, im Vergleich zur externen USB Festplatte, auch Nachteile. Dies wäre z.B. die etwas aufwändigere Konfiguration des NAS Server. Wohingegen man eine USB Festplatte einfach an den PC anschliesst und sie automatisch als Massenspeicher erkannt wird. Ein weiterer Nachteil ist die nicht vorhandene Mobilität. Ein NAS Server ist nicht dafür gedacht, dass man ihn durch die Gegend schleppt. USB Festplatten jedoch lassen sich leicht transportieren. Eigentlich sind sie sogar dafür gedacht.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten eines NAS Server

Natürlich lässt sich ein NAS Server nicht nur als Backup Speicher verwenden. Gerade im privaten Bereich wäre dies ja auch arg langweilig. So lässt sich ein NAS Server ganz hervorragend als Medienserver nutzen. Filme und Musik sind somit auf allen Client PC, netzwerkfähigen Radios und auf netzwerkfähigen TV Geräten verfügbar.

Mittels dynamischen DNS Diensten lässt sich sogar ein eigner Webserver oder Cloudspeicher verwirklichen. Somit hat man weltweit Zugriff auf seine Daten.

Je nach Modell gibt es noch viele andere Möglichkeiten des Einsatzes. Genauere Informationen bezüglich NAS Servern gibt es hier.

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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

5 Responses to NAS Server vs externe USB Festplatte

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  2. Günter says:

    Ich benutze meinen NAS Server als Mediaserver. Ideal im Sommer, denn dann muss der Desktop PC nicht laufen, nur damit am Musik hören kann, und gleichzeitig die ganze Wohnung noch stärker aufheizen.

  3. Karl says:

    Ich bleibe bei der guten alten Möglichkeit, meine Daten auf einem USB-Stick zu speichern. Da ich nicht soviel Daten speichern muss, benötige ich auch keine externe Festplatte.

  4. Arnt says:

    Im Büro haben wir einen Synology Nas Server stehen. Zuhause benutze ich eine externe Festplatte. Ich würde sagen mit dem Nas Server ist es schon praktischer.

  5. Sebastian says:

    Der Vorteil von NAS Server liegt in der mitgelieferten Backupsoftware, die den Datenabgleich automatisch durchführt, egal von welchem System an den Dateien gearbeitet wird. Z.B liefert Buffalo seine Geräte mit der Software Nova Backup aus, mit der das automatische Sichern sehr einfach ist.

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