Regeln zur Online Sicherheit

Gefahren lauern im Internet fast überall. Es gibt genug Bad Guys die Schwachstellen privater Computer und unachtsame Nutzer gezielt suchen. Gründe hierfür können viele sein. Sei es, dass diese Bad Guys einfach nur auf illegale Weise Kohle machen wollen, sei es weil sie anderen einfach schaden wollen oder sei es einfach, weil sie es können. Um sich gegen Angriffe, Pishing Attacken, Trojaner und Viren zu schützen, stellt eine ordentliche Antiviren- und Sicherheitssoftware eine unbedingte Grundlage dar. Aber auch eben nur eine Grundlage! Denn der Nutzer muss sich auch entsprechend verhalten, um nicht selbst das Sicherheitsrisiko für seine Daten und sein Geld zu werden.

© 2014 Andreas Rabe/Addis Techblog

Wie sollte man sich also selbst verhalten, um die Gefahren aus dem Internet zu minimieren?

Sicherheitssoftware niemals deaktivieren

Wie gesagt: Die Grundlage ist eine ordentliche Sicherheitssoftware. Diese muss aber auch laufen. Man sollte sie also nie deaktivieren. Auch nicht zeitweise. Manche Gamer neigen dazu, wenn sie Online Games spielen, sämtliche Sicherheitssoftware währenddessen zu deaktivieren. Hiermit versuchen sie einen vermeintlichen Performancegewinn zu erreichen. Das reißt natürlich ein großes Sicherheitsloch auf. Zudem ist aktuelle Antiviren Software ohne so getrimmt, dass sie die Performance eines PCs kaum bis gar nicht belasten. Also: Firewall, Antiviren-Software und andere Sicherheitssoftware niemals ausschalten!

Diese Regel gilt umso mehr, wenn man sich mit einem Laptop in einen öffentlichen WLAN Netz befindet. Sehr viel leichter kann man es einem potentiellen Angreifer nicht machen, als hier die Sicherheitssoftware zu deaktivieren.

Windows auf dem aktuellen Stand halten

Microsofts Betriebssystem Windows ist ein beliebtes Angriffsziel. Lange Zeit galt es als Ansammlung von unterschiedlichsten Sicherheitslücken. Das ist mittlerweile vorbei. Windows ist mittlerweile vergleichsweise sicher. Beliebtes Ziel bleibt es aufgrund seiner großen Verbreitung trotzdem. Und trotzdem tut sich immer wieder die ein oder andere Sicherheitslücke im System auf. Microsoft versucht dem durch eine entsprechende Update Politik zu begegnen und Sicherheitslücken so zu schließen. Das bringt aber nur etwas, wenn der Nutzer diese Updates auch installiert. Microsofts Hilfsmittel ist hier die Funktion “Automatische Updates”. Diese Funktion sollte man schlicht und ergreifend aktiviert lassen. Übrigens sind andere Betriebssysteme nicht per se sicherer oder unsicherer. Die beiden anderen großen Systeme Linux und iOS sind einfach deutlich weniger verbreitet und dementsprechend auch kein so lohnendes Ziel um Sicherheitslücken zu suchen.

Vorsicht bei eMails

Ich bekomme täglich ein bis zwei Mails, in denen ich aufgefordert werde, in meinem Onlinekonto Interface gewisse Daten auf den neusten Stand zu bringen. Und genau das reicht schon als deutliches Alarmzeichen. Banken kommunizieren in solchen Fällen nie per eMail, sondern immer per Briefpost. Solche Mails leiten grundsätzlich immer auf nachgebaute Webseiten, welche der Bank-Webseite durchaus sehr ähnlich sehen und nur einem Zweck dienen: Kontodaten abgreifen. Und wenn es ganz blöd läuft auch noch die ein oder andere TAN Nummer. Ist man hierauf reingefallen, kann man davon ausgehen, dass das Konto sehr schnell leer ist.

Gleiches gilt für eMail Anhänge. Anhänge von Unbekannten sollte man nie öffnen. Das angeblich sensationelle Bild entpuppt sich meist schnell als Falle. Sehr schnell hat man sich hier Schadcode eingefangen. Und die Ideen, wie Angreifer Nutzer zum öffnen verleiten wollen, sind hier sehr umfangreich.

Grundsätzlich gilt bei eMails, dass der gesunde Menschenverstand hier durchaus vor weiterem Schaden bewahren kann.

Software Installationen aus dem Web

Im Web findet sich viel kostenlose Software. Vieles davon ist wirklich brauchbar und gut. Vieles aber auch nicht. Sollte man Software aus dem Web herunterladen, empfiehlt es sich auch hier den gesunden Menschenverstand walten zu lassen. Macht die Download Webseite einen unseriösen Eindruck, sollte man von vornherein nichts herunterladen. Standard Software, wie z.B. der Acrobat Reader, Firefox oder OpenOffice, sollte immer über die offizielle Webseite bezogen werden. Soll während der Installation weitere Software installiert werden, sollte man dies abwählen oder die Installation abbrechen. Meist bekommt man hier irgendwelche obskuren Toolbars für den Browser aufgedrückt, die man nur schwer wieder los wird. Hier finden sich weitere Infos für PC Nutzer, um die Online Sicherheit zu Hause zu erhöhen.

Man merkt also, dass ein wichtiges Sicherheitsmittel bei der Nutzung eines Computers der gesunde Menschenverstand ist. Lässt man den eingeschaltet, klickt nicht auf jeden Anhang und jeden Link einer eMail und lässt eine zuverlässige Sicherheitssoftware dauerhaft laufen, ist das schon ein enormer Sicherheitsgewinn.

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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

One Response to Regeln zur Online Sicherheit

  1. Evy says:

    Einfache Regeln, die einem das Leben erleichtern…

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