Die unter Windows 10 eingeführte Sprachassistentin Cortana arbeitet laut Microsoft zukünftig nur noch mit der Suchmaschine Bing und Microsofts Edge Browser zusammen.

Bisher war es so, dass Cortana mit dem ein oder anderen kleinen Hack dazu gebracht werden konnte, eine andere Suchmaschine als Bing, wie zum Beispiel Google, zu nutzen. Auch die Anzeige der Ergebnisse in einem anderen Browser als Edge konnte man so bewerkstelligen und Cortana so insgesamt überlisten. Dies ist, wie Microsoft bekannt gab, nun nicht mehr möglich.

Der Grund

Laut Microsoft habe die weite Verbreitung von Windows 10 „unglücklicherweise“ dazu geführt, dass Tools entwickelt wurden, mit dem Ziel das Design des Betriebssystems zu umgehen um  auf diese Weise Anfragen an Suchmaschinen umzuleiten, die nicht für die Zusammenarbeit mit Cortana entworfen wurden. Somit könne Cortana Aufgaben nicht so erledigen, wie sie eigentlich gedacht seien. Damit dies reibungslos funktioniere müsse sichergestellt sein, dass Bing als Suchmaschine und Edge als Browser genutzt werde. Eine, wie von Microsoft erdachte, komplett personalisierte Suche könne nur durch die Integration von Bing, Edge und Cortana sichergestellt werden.

Beliebiger Browser – aber ohne Cortana

Aus diesem Grund wird Microsoft in Zukunft alle Erweiterungen blockieren, deren Ziel es ist, Bing und Edge gegen andere Suchmaschinen und Browser als Standard in Zusammenarbeit mit Cortana auszutauschen. Microsoft betont allerdings, dass es natürlich unter Windows 10 weiterhin möglich ist, einen beliebigen Browser zu nutzen. Nur halt nicht mit Cortana. Auch in Edge selbst lässt sich weiterhin die Standardsuchmaschine beliebig einstellen.

Avatar-Foto

Andreas

Andreas ist der Gründer von Addis Techblog. Als hauptberuflicher Systemadministrator und IT Security Specialist bringt er kompromisslose technische Tiefe in seine Analysen. Ob es um den Aufbau sicherer Homelab-Infrastrukturen, komplexe Home Assistant Automatisierungen oder tiefgehende PC-Hardware-Benchmarks geht – Andreas testet nicht unter Laborbedingungen, sondern im echten, anspruchsvollen Dauereinsatz. Darüber hinaus teilt er als leidenschaftlicher Maker seine weitreichenden Praxiserfahrungen in den Bereichen FDM- und Resin-3D-Druck, von der Hardware-Wartung bis zum perfekten Slicing-Profil.