Publisher vs Plattformen – Und der Gewinner ist?

Da wird man als Inhalte Anbieter, also als Publisher, wohl auf Dauer nicht herumkommen. Und der Gewinner des Kampfes Plattform gegen Publisher dürfte wohl Facebook sein. Denn welcher Publisher will freiwillig auf das größte soziale Netzwerk verzichten?

Vor kurzem hat Facebook Instant Articles für alle Publisher freigegeben. Zwar betrifft Instant Articles bislang nur die mobile Facebook Version. Aber immerhin wird so zumindest schon Content direkt über Facebook bzw bei Facebook selbst dargestellt. Verlinkte man als Publisher bislang seinen Inhalt im Grunde nur über das soziale Netzwerk, landet nun der komplette Inhalt dort. Das mag für Content Anbieter und Nutzer durchaus Vorteile bringen, bedeutet allerdings auch Nachteile in Kauf zu nehmen.

Für den Leser ist der ganz große Vorteil natürlich die extrem geringe Ladezeit und die wirklich auf eine mobile Ansicht optimierte Darstellung eines Instant Articles. Dem Nutzer ist es schließlich vollkommen gleichgültig, wo er Inhalte konsumiert. Für ihn zählt letztendlich die Usability. Und diese ist bei Facebooks Instant Articles schon deutlich besser, als bei vielen mobilen Seiten diverse Online Medien und Blogs.

Für Facebook selbst liegt der Vorteil klar auf der Hand. Nutzer werden länger auf der Plattform gehalten. Wahrscheinlich wäre es Facebook wohl auch am liebsten, wenn sich Nutzer ausschließlich innerhalb Facebooks online bewegen.

Nachteile vor allem auf Publisherseite

Bei den Nachteilen kommen vor allem, den bei den Lesern lassen sich zunächst keine entdecken, die Publisher ins Spiel. Die zweigleisige Verteilung von Inhalten, sowohl auf dem eigenen Blog, als auch per Instant Articles, dürften sich auf kurz oder lang dahingehend auswirken, dass die Leserzahl auf einem der Channels zunimmt, während sie auf dem anderen abnimmt. Je nach Art der Vermarktung der Inhalte, kann das gut oder schlecht sein und dürfte im Bereich Online Marketing durchaus eine neue Herausforderung (siehe z.B. Online Marketing Schweiz) bedeuten.

Ganz sicher begibt man sich allerdings als Publisher mit Instant Articles in neue Abhängigkeiten gegenüber Facebook. Fanpage Betreiber kennen das Problem. Dank des auf Marketing ausgelegten Facebook Newsfeeds, sind Beträge ohne Unterstützung eines Werbebudgets nahezu unsichtbar. Der Grund dürfte sicherlich sein, dass Facebook sich seit seinem Börsengang immer mehr von der Socialnetwork- hin zu einer Marketingplattform entwickelt.

About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.
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