Quo Vadis Video-Marketing?

Die Online-Marketing Branche ist stets im Wandel, Trends werden gefühlt monatlich erkannt und schnell in der Szene gehyped. Natürlich gibt es hier trotzdem Dauerbrenner wie Social Media, Content- und Inbound-Marketing, die heutzutage in keinem Marketing-Mix mehr fehlen dürfen. In diesem Zuge führt auch kaum ein Weg mehr an dem Medium Video vorbei.

 

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Die Rolle von Video im Content-Mix

Bewegtbilder sind aus vielerlei Gründen eine tolle Ergänzung im Content-Mix, unabhängig des Produktes, der Dienstleistung oder des generellen Angebotes. Hier sollte zuerst einmal herausgestellt werden, dass Video auch im Jahre 2016 in den Köpfen vieler Internet-Anwender noch einen besonderen Stellenwert hat. Dies liegt vor allem in der Geschichte begründet, die Produktion von Videoinhalten galt in der Vergangenheit noch als sehr kostspielig. Heutzutage können natürlich bereits mit Smartphones, Tablets, Laptops oder einfachen Digi-Cams ordentliche Resultate erzielt werden; der besondere Status von Bewegtbildern nimmt daher insbesondere bei den Millenials und der Generation-Y vermehrt ab.

Was allerdings bleibt, ist der Vorteil, dass Videoinhalte kompakt Informationen an den Zuschauer vermitteln, ohne dass dieser einen langen trockenen Text lesen, mehreren Links folgen oder selbstständig denken muss. Die Message wird kompakt und anschaulich übermittelt – das freut jeden Zuschauer. Dementsprechend funktionieren Videoinhalte nach wie vor als ein gutes Conversion-Mittel und als das beste Medium, um den Fokus des Zuschauers zu erhalten. So erhöhen gut platzierte Bewegtbilder auf Webseiten immer noch die Verweildauer des Besuchers, was die Chance einer Konvertierung erhöht und auch positive Auswirkungen auf die ermittelte Relevanz von Suchmaschinen wie Google hat – kurzum: Videos sind auch SEO-Mittel.

Green screen live streaming production at Mediehuset KøbenhavnEs ist daher verständlich, dass heutzutage um das Medium Video kein Weg mehr vorbeiführt. Für einen erfolgreichen Content-Mix sollte daher ein gewisses Budget für die Erstellung und auch Verteilung von Videos eingeplant werden. Im Jahre 2016 und wahrscheinlich auch noch im nächsten Jahr kann noch von der Besonderheit von Videoinhalten profitiert werden während andere Inhaltstypen wie Infografiken oder Podcasts deutlich an Wert verlieren. Gute, redaktionelle Inhalte gehören eh schon lange zum Standard im Content-Mix.

Video-Formate und Einsatzmöglichkeiten

Nicht jedes Video-Format passt zu jedem Unternehmen bzw. Angebot. Es muss daher nicht nur analysiert werden, auf welchen Portalen die Buyer Personas Inhalte konsumieren, sondern auch welche Art von Inhalten die größte Aufmerksamkeit erregt. Insbesondere im B2B-Bereich werden hier Formate wie Webinare bzw. abgefilmte Webinare, Interviews, Image-Filme und Erklärfilme sowie aufwändigere Präsentationen angeboten. Im B2C-Bereich werden vor allem unterhaltende Inhalte benötigt, zusätzlich Erklärfilme, Tutorial-Videos, Video-Blogs und Kurzfilme. Selbstverständlich funktionieren im B2C-Sektor auch nach wie vor gut gemachte Werbespots.

Einhergehend mit dem Video-Format und der Zielgruppe sollten andere Kanäle zum Verteilen genutzt werden. YouTube ist zum Beispiel großartig zum Verteilen von Video-Blogs oder unterhaltenden Videos bzw. Video-Tutorials geeignet; einen Entscheider aus dem Bereich HR oder Vertrieb wird man hier aber nur selten antreffen. Nicht zu vernachlässigen sind hier Social Media Plattformen wie Facebook, die mittlerweile auch als Video-Distributions-Kanäle gut funktionieren und dank dediziertem Ads-Targeting auch die korrekten Buyer Personas adressieren können.

Im B2C-Sektor und wenn eine jüngere Zielgruppe angesprochen werden soll, führt kein Weg mehr an Instagram, Snapchat oder hippen Apps wie Dubsmash und Musical.ly vorbei. Hier können Sie auch gezielt Video-Inhalte über Influencer verteilen lassen – ein ziemlich gehypter Trend zurzeit, der nicht selten zu amüsanten Stilblüten führt. Aber auch hier gilt den richtigen Content an die richtige Buyer Persona zu verteilen und nicht sinnlos Marketing-Budget zu verbrennen.
Eine besondere Rolle nimmt hier auch noch der Erklärfilm ein, welcher sowohl im B2B- als auch B2C-Bereich erfolgreich eingesetzt werden kann. Mit einem gut gemachten Erklärvideo können so auch die kompliziertesten Thematiken, Apps oder Geschäftsmodelle auf anschauliche Art und Weise verteilt werden. Durch den Einsatz eines entsprechenden Erklärfilms werden aktiv die Konvertierungen von Leads zu Sales optimiert – eine clevere Sache.

Video-Trends 2017

Es ist davon auszugehen, dass der Siegeszug von Videoinhalten im nächsten Jahr noch mal richtig Fahrt aufnehmen wird, insbesondere in der Kombination mit Influencern. Im Ergebnis werden so mehr Marketingbudgets für die Videoproduktion eingesetzt und hoffentlich kreative und vor allem unterhaltsame Ergebnisse erzielt. Instagram und Snapchat werden als Medium seriös betrachtet und nicht nur von jungen Unternehmen eingesetzt werden. Facebook und Facebook Ads werden spätestens ab dem nächsten Jahr fest etabliert sein im Marketing-Mix von Unternehmen. YouTube wird nach wie vor eines der relevantesten Video-Publishing-Portale bleiben.

Die Kreativ-Agenturen werden aber auch vermehrt versuchen, schnell auf virale Hits ala Pokemon Go aufzuspringen, um von der Popularität zu profitieren, so lange diese noch existent ist. Hier gilt es, innovative Trends vor den Marktbegleitern mit qualitativ hochwertigen Inhalten zu besetzen. Daher integrieren immer mehr Marketing-Agenturen auch eigene Film-Produktionen, um nicht auf Fremdleistungen angewiesen zu sein.

Eigene Video-Plattformen als Königsweg im Video-Marketing

Manche Unternehmen wählen gar den Königsweg im Video-Marketing und entscheiden sich dafür, eine eigene Video-Publishing-Plattform rund um das Angebot zu errichten. Die Zielsetzung bei dieser Content-Marketing Strategie ist es, die Zuschauer mit interessanten Inhalten nicht nur zu unterhalten, sondern so zielgerichtet auch auf das eigene Angebot zu lenken. Der e-Gaming Gigant PokerStars hat mit seiner Video-Plattform PokerStars.tv beispielsweise diesen Schritt umgesetzt. Mit der eigenen Videoproduktion werden so hochklassige Live-Berichterstattungen von eigenen Pokerturnieren sowie TV-Formaten produziert und in verschiedenen Sprachen live um den Globus geschickt. Zusammen mit der Berichterstattung im eigenen Blog erreicht der Anbieter so einen Großteil aller Kartenspiel-Enthusiasten weltweit mit qualitativ hochwertigem Content, der sogar auf verschiedene TV-Station verteilt wird.

About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.
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2 Responses to Quo Vadis Video-Marketing?

  1. Florian says:

    Das ist wirklich ein absolut wichtiges Thema! Gerade für Blogger und Marketer. Ein Video bringt quasi nur geniale Vorteile mit sich:
    (Wenn gut gemacht) guter Content,
    Hochwertig aus der Sicht von Google.
    Gut zum Aufbau von Backlinks und zu guter letzt natürlich eine geniale Quelle für Traffic.

  2. Marco says:

    Bei großen Firmen mit ausreichendem Budget ist das ja sicher eine gute Möglichkeit, aber wie sieht es denn beim kleinen Blgger it sehr begrenztem Budget aus? Welche Software eignet sich da z.B. um selbst Videos zu erstellen?

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