Kennst du dieses Gefühl, wenn du auf ein Menü klickst – und Windows kurz überlegt, ob es sich die Mühe machen soll? Diese kleine Pause, die eigentlich nichts ist, aber irgendwie alles nervt? Ich kenne sie. Und ich glaube, Microsoft kennt sie jetzt auch endlich.

Gestern Abend saß ich am Schreibtisch, der 3D-Drucker summte vor sich hin, und ein Update-Banner tauchte auf: KB5089573. Optionales Preview-Update, 26. Mai 2026. Ich hab kurz gegoogelt, dann sofort installiert – und ich bereue es nicht eine Sekunde.

Was da drinsteckt, zeige ich dir jetzt.


Das „Low Latency Profile“: Warum dein Windows bisher gefühlt auf Sirup lief

Bevor ich zu den Zahlen komme, kurz zur Vorgeschichte: Microsoft hat selbst zugegeben, dass Windows 11 in Sachen Desktop-Responsiveness hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Kein großes Geheimnis, die Community hat das seit 24H2 lautstark kritisiert. Und dieses Jahr hat Microsoft unter dem internen Projektnamen Windows K2 damit begonnen, genau das anzugehen – von Grund auf.

Das Herzstück von KB5089573 ist das sogenannte Low Latency Profile. Stell dir vor, dein Betriebssystem hat bisher jeden Klick wie eine Bestellung beim Kellner behandelt: Anfrage rein, kurz warten, dann erst reagieren. Das Low Latency Profile macht daraus Fastfood-Tempo – die Anfrage geht raus, die Antwort kommt sofort.

In der Praxis bedeutet das:

System-Flyouts öffnen sich bis zu 70 % schneller. Das sind die kleinen Menüs in der Taskleiste: Lautstärke, WLAN, Helligkeit, Akku. Die haben vorher manchmal diesen kurzen „Ich überlege noch“-Moment gehabt. Vorbei. Ich hab das gestern direkt getestet – der Unterschied ist sofort sichtbar, kein Placebo.

App-Starts beschleunigen sich um rund 40 %. Auch hier gilt: Du wirst das im Alltag merken, nicht im Benchmark. Browser aufmachen, Explorer, VSCode – alles fühlt sich direkter an. Nicht dramatisch schneller in absoluten Zahlen, aber subjektiv ist das wie ein kleiner Turbo.

Microsoft hat das auch offiziell mit Videoaufnahmen belegt – Vorher-Nachher-Vergleiche mit aktiviertem und deaktiviertem Low Latency Profile. Die Unterschiede sind real und messbar.

Wichtig zu wissen: Die Performance-Verbesserung wird als Feature-Flag schrittweise ausgerollt. Das heißt, direkt nach der Installation siehst du vielleicht noch nicht den vollen Effekt. Microsoft aktiviert das in Wellen. Das ist kein Bug, das ist Absicht – Microsoft will kontrolliert ausrollen und bei Problemen schnell bremsen können. In den nächsten Wochen sollte der Boost dann vollständig bei dir ankommen.


Der File Explorer wurde endlich erwachsen

Ich sag’s mal so: Der File Explorer in Windows 11 war seit Launch… ausbaufähig. Langsame Ordnerladevorgänge, Kontextmenüs mit Verzögerung, gelegentliche Abstürze – alles Dinge, die man irgendwann einfach akzeptiert hat. Mit KB5089573 soll sich das ändern.

Laut Changelog laufen Ordneroperationen jetzt flüssiger, die integrierte Suche wurde optimiert, und die Absturzrate soll deutlich gesunken sein. Das klingt erstmal nach Standardversprechen – aber Windows Central hat das in ersten Tests bestätigt: Der Explorer fühlt sich „polished“ an, also ausgereifter und weniger hakelig.

Ich werde das in den nächsten Tagen genauer unter die Lupe nehmen und euch berichten. Bisher kann ich sagen: Die Suche antwortet tatsächlich schneller. Ob das dauerhaft stabil bleibt, zeigt sich erst im Alltag.


Task-Manager 2.0: Deine NPU bekommt endlich einen Platz im Rampenlicht

Das ist für mich persönlich eines der interessantesten Features – vielleicht auch, weil ich gerade sehr viel mit lokalen KI-Modellen rumspiele.

Der Task-Manager zeigt ab sofort die Auslastung der NPU (Neural Processing Unit) in Echtzeit. Für alle, die noch nicht so tief in der Materie sind: Die NPU ist ein spezieller Chip, der KI-Berechnungen effizienter abarbeitet als CPU oder GPU. Qualcomm hat das mit seinen Snapdragon-Prozessoren populär gemacht, Intel und AMD ziehen nach. Microsoft hat mit den „Copilot+ PCs“ eine ganze Gerätekategorie darum aufgebaut.

Bis jetzt war die NPU für normale Nutzer quasi eine Blackbox. Du wusstest, dass sie da ist – aber was sie macht und wie ausgelastet sie ist? Keine Ahnung. Das ändert sich jetzt.

Ich find das ehrlich gesagt überfällig. Wenn ich KI-Inference lokal laufe, will ich sehen, ob die NPU überhaupt zieht oder ob die Last auf der CPU hängt. Genau diese Transparenz bringt das Update.

Für alle ohne NPU: Kein Drama, der neue Task-Manager-Eintrag erscheint schlicht nicht. Die CPU-Anzeige in VMs wurde übrigens auch gefixt – nach einem Hibernate wurden da manchmal unrealistisch hohe Werte angezeigt. Auch das ist jetzt Geschichte.


Gamer aufgepasst: Shader und Xbox-Modus

Kurze Einschätzung für alle, die Windows hauptsächlich zum Zocken benutzen: KB5089573 bringt zwei Gaming-relevante Änderungen mit.

Verbesserte Shader-Technologie: Shader-Kompilierung ist seit Jahren der Bösewicht bei PC-Gaming. Kurze Freezes oder Ruckler, wenn ein Spiel neue Shader lädt – du kennst das. Die neue Technologie in diesem Update soll diese Wartezeiten reduzieren. Wie stark das in der Praxis wirkt, hängt stark vom Spiel und der Hardware ab. Ich behalte das im Auge.

Neuer Xbox-Modus für Vollbild-Gaming: Microsoft optimiert Vollbild-Erfahrungen weiter. Details dazu sind noch etwas dünn, aber der Ansatz klingt vernünftig – weniger System-Overhead im Gaming-Modus.


Shared Audio: Der kleine, feine Lebensverbesserer

Das ist kein Performance-Feature, aber ich fand es trotzdem sofort sympatisch: Zwei Personen können gleichzeitig den Ton eines Windows-11-PCs über Bluetooth hören.

Technisch läuft das über Bluetooth LE Audio Broadcast – eine neuere Bluetooth-Technologie, die deutlich effizienter ist als klassisches Bluetooth Audio. Beide Kopfhörer müssen LE Audio unterstützen und gekoppelt sein.

Anwendungsfall: Du sitzt im Zug, willst zusammen mit jemandem einen Film schauen oder Musik hören – ein Kabel-Splitter war gestern. Klingt simpel, ist aber echt praktisch. Aktivieren kannst du das über Schnelleinstellungen in der Taskleiste → „Shared Audio“ → zwei Geräte auswählen → los.


So installierst du KB5089573 jetzt sofort

Das Update ist optional – es kommt also nicht automatisch. Wer nicht warten will, bis es zum Juni-Patchday (9. Juni 2026) als Pflicht-Update landet, macht das manuell. Dauert fünf Minuten:

Schritt 1: Öffne die Windows-Einstellungen (Windows-Taste + I).

Schritt 2: Navigiere zu Windows Update.

Schritt 3: Klicke auf Erweiterte Optionen und dann auf Optionale Updates.

Schritt 4: Setzt den Haken bei KB5089573 und klicke auf Herunterladen & installieren.

Schritt 5: Neustart abwarten, fertig.

Das Update gilt für Windows 11 Version 24H2 und 25H2. Wenn du noch auf 23H2 oder älter bist – erst mal upgraden, dann zurückkommen.

Kleiner Hinweis für Vorsichtige: Es gibt vereinzelte Berichte über einen Installationsfehler (0x800f0922) auf Geräten mit sehr wenig freiem Speicher auf der EFI-Systempartition (unter 10 MB). Betrifft die wenigsten, aber wenn dein System beim Neustart auf ~35 % hängt und zurückrollt, ist das wahrscheinlich der Grund. In dem Fall einfach warten und das Update kommt automatisch im Juni-Patchday.


Mein Fazit: Lohnt sich das jetzt – oder auf Juni warten?

Ich mach’s kurz: Installieren. Wenn du Windows 11 24H2 oder 25H2 läufst und keine außergewöhnlich enge EFI-Partition hast, gibt es keinen guten Grund, das liegen zu lassen.

KB5089573 ist kein kosmetisches Update. Es ist das erste sichtbare Ergebnis von Microsofts Windows-K2-Initiative – und die zeigt, dass jemand bei Microsoft endlich auf das gehört hat, was die Community seit zwei Jahren sagt: Windows 11 fühlt sich träge an, und das muss sich ändern.

Der Performance-Boost kommt nicht über Nacht vollständig an – das schrittweise Ausrollen der Feature-Flags ist eine bewusste Entscheidung von Microsoft und kein Fehler. Aber der Grundstein ist gelegt, und ich merke den Unterschied bereits jetzt beim Öffnen der Taskleisten-Menüs.

Wer lieber wartet: Der 9. Juni 2026 (Patch Tuesday) bringt dasselbe Update als normales Cumulative Update. Kein Stress.

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Johanna

Ich bin Johanna, leidenschaftliche Technologie-Enthusiastin und Autorin bei "Addis Techblog". Mein besonderer Fokus liegt auf Innovationen und den neuesten Entwicklungen in der Tech-Welt. Es begeistert mich, komplexe Themen verständlich und zugänglich zu machen, damit meine Leser bestens über die dynamische Welt der Technologie informiert sind. In meiner Freizeit experimentiere ich gerne mit neuen Gadgets und Software, um immer am Puls der Zeit zu bleiben.