Wie Bewegungen am Währungsmarkt zustande kommen

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Die Kursentwicklungen der Devisen wird nach einem alten ökonomischen Prinzip bestimmt: Angebot und Nachfrage. Ist das Angebot also höher als die Nachfrage, so sinkt der Kurs der Währung. Je tiefer der Kurs sodann in den Keller stürzt, desto attraktiver kann der Markt für den Käufer werden, weil die Währung immer günstiger wird. Die Nachfrage steigt also – in weiterer Folge steigt auch wieder der Kurs der Währung. Ein Spiel, das sich immer und immer wiederholt. Wer etwa über Oanda die Wechselkurse beobachtet, der wird relativ schnell zu dem Ergebnis kommen, dass es immer wieder hohe Wellen gibt – die Volatilität des Devisenmarkts darf also keinesfalls unterschätzt werden.

Auch Spekulanten haben einen Einfluss auf die Entwicklung einer Währung

Zu den weiteren Einflussfaktoren gehören die Inflationsrate, politische Ereignisse, der Außenhandel, das künstliche Eingreifen der Noten- wie Zentralbanken und natürlich auch Spekulationen. Aber auch die Arbeitsmarktdaten und die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt haben mitunter einen Einfluss auf den Währungswert.

Die Inflationsrate

Bei der Inflationsrate handelt es sich um einen relativ guten Gradmesser für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes im Vergleich zu anderen Staaten. Ist der Preisauftrieb im Inland etwa höher als im benachbarten Ausland, so müssen die inländischen Betriebe einen Wettbewerbsnachteil gegenüber den Konkurrenten aus dem Ausland akzeptieren. In weiterer Folge steigt sodann der Anstieg inländischer Importe – es kommt zu einer stärkeren Nachfrage nach einer fremden Währung und somit zu einer Aufwertung. Befindet sich die Teuerung aber im Inland unter der im benachbarten Ausland, so kann dann das genaue Gegenteil beobachtet werden.

Die Außenhandelsbilanz

In dieser Bilanz werden die Ex- wie auch die Importe eines Landes ausgeschlüsselt. Der Saldo, der sich dann daraus ergibt, kann ausgeglichen, positiv wie aber auch negativ sein. Liegt ein Defizit vor, so kommt es zu einer verstärkten Nachfrage nach einer fremden Währung, da so die Ausgaben zur Finanzierung von Importen die Export-Erträge in der fremden Währung übersteigen. Das hat mittelbar einen Kursanstieg zur Folge, der bei der betroffenen Währung beobachtet werden kann. Besteht aber hingegen ein Überschuss, so entsteht in weiterer Folge ein Angebot an fremder Währung, das jedoch die Nachfrage übertrifft – in weiterer Folge kann ein Sinken des Kurs Beobachtet werden.

Die Spekulation

Gehen die Devisenspekulanten am Ende davon aus, dass eine Währung gegenüber einer anderen steigt, so wird die Nachfrage ebenfalls steigen. Die Spekulanten positionieren sich sodann dementsprechend und beginnen den Kurs der Währung in die Höhe zu treiben. Durch die Spekulanten kann eine Kraft freigesetzt werden, die Anleger niemals unterschätzen dürfen.

Die Erwartungen

Es geht aber nicht immer nur um die aktuelle Informationslage – sehr wohl geht es auch um die Erwartungen der Marktbeobachter. Das heißt, wie wird sich der Staat – und in weiterer Folge natürlich sodann auch die Landeswährung – in den nächsten Tagen, Monaten oder Jahren entwickeln? Auch politische Ergebnisse, so etwa Wahlergebnisse oder auch Rücktritte, können durchaus eine Auswirkung auf den Kurs einer Währung haben.

Die Anleger müssen immer vorsichtig sein

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Wer sich mit dem Devisenhandel befasst, der sollte natürlich immer vorsichtig agieren – selbst die Profis, die schon seit Jahren mit Währungspaaren handeln, wissen, dass sich der Markt nicht immer in die „richtige Richtung“ bewegen muss. Auch dann, wenn man scheinbar alles richtig gemacht hat und die Zeichen richtig deutete, sind Überraschungen zu jeder Zeit möglich.


Bilder:

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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

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