Boom der Gaming Branche in Zeiten von Corona

Es ist noch gar nicht so lange her, da dachte man, dass mobile Gaming das neue Nonplus Ultra des Gamings sei. Kein Wunder, denn schließlich sind Smartphones, selbst die günstigen Geräte, immer leistungsfähiger geworden und somit die Games, die darauf laufen auch immer ansehnlicher und komplexer geworden.

Covid 19 Pandemie stellt Leben auf den Kopf

Allerdings hat sich offensichtlich durch die Covid Pandemie aktuell so einiges geändert. Diese Pandemie hat in Deutschland und in vielen anderen Ländern auch, das Privatleben und soziale Aktivitäten unzählig vieler Menschen geradezu auf den Kopf gestellt. Man blieb und bleibt daheim und betreibt tapfer “Social Distancing”. Als Ausgleich für viele Aktivitäten, die momentan einfach nicht mehr gehen, scheinen Videogames zu dienen. Belegt wird dies durch die Verkauszahlen der großen Gaming- und Hardwaredentwickler.

Die Menschen nutzen PC-Games, seien es Actiongames, MMORPGs, Online Casinos oder auch Simulatoren als unterhaltsame Freizeitbeschäftigung. Manche Games werden dabei durchaus auch als Verbindung zu anderen Menschen genutzt. Es gibt Marktforscher, wie zum Beispiel Jon Peddie Research, die davon ausgehen, dass der weltweite Gaming Markt im Zuge der Pandemie um 10% wächst.

Hardware Markt legt zu

Wie schon erwähnt lag die Beliebtheit von Mobile Games und Konsolenspielen im letzten Jahr deutlich vor PC Games. Mittlerweile hat sich das Blatt wohl hier gewendet. Denn bekanntermaßen bieten Games auf den PC, bedingt durch bessere Hardwaren, durchaus ansehnlichere und komplexere Games als auf so mancher Konsole oder gar auf dem Smartphone. Und dies scheint wohl ein gutes Argument zu sein, um einen pandemiebedingten, längeren Zeitraum daheim mit einem Game verbringen zu können.

In Bezug auf Hardware Komponenten, Notebooks, Komplett PCs und Peripheriegeräte sagt dann auch Ted Pollak (Senior Analyst bei Jon Peddie Research.): „Der PC- Gaming-Hardware-Markt ist in der seltenen Situation, in der jedes Segment wächst.“

Deutlicher Trend bei Einsteiger Hardware

Deutlich wird dieser Trend auch darin, dass der Verkauf von Einsteiger Hardware im unteren Preissegment coronabedingt um 23% gestiegen ist. Man kann hier davon ausgehen, dass Menschen, die mit Gaming zuvor wenig am Hut hatten, es wegen der Pandemie einfach mal ausprobieren wollen und dann zunächst zu günstiger Hardware greifen.

Aber auch PC Gaming Enthusiasten scheinen allgemein aufzurüsten. Neben der eigentlichen Hardware legte nämlich auch der Verkauf von Gamingstühlen, Joysticks oder Lenkräder für Simulatoren zu.

Bitkom Umfrage

Aber wie äußert sich das neue, coronabedingte Gaming Verhalten nun in Zahlen. Dazu hat der Branchenverband Bitkom eine Umfrage durchgeführt. Demnach gibt mehr als jeder zweite Befragte an, seit der Pandemie mehr zu spielen. Durchschnittlich seien dies sieben Stunden pro Woche mehr und zwar im Vergleich zum Umfang vor der Pandemie. Das entspricht im Grunde der doppelten Spielzeit. Und der einzelne Spieler gibt auch für das Gaming mehr Geld aus. Gaben die Gamer vor der Pandemie noch durchschnittlich 15 Euro pro Monat hierfür aus, sind es nun im Schnitt 24 Euro monatlich.

In der Mitte der Gesellschaft

Insgesamt gibt übrigens jeder zweite der Befragten an, zumindest gelegentlich Video- oder Computerspiele zu spielen. Das macht deutlich, dass Computerspiele kein Nischenphänomen oder etwas nerdiges ist. Vielmehr gehört diese Art der Unterhaltung definitiv zur Mitte der Gesellschaft.

Ja, es gibt also durchaus Gewinner, die aus der Corona Pandemie hervorgehen. Die Gamingbranche gehört mit Sicherheit dazu.

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