Microsoft fokussiert sich aktuell vollständig auf Windows 11. Das Unternehmen hat das Jahr 2025 zum „Jahr des Windows 11 PC Upgrades“ erklärt, und auch auf der CES 2025 lag der Schwerpunkt auf Windows 11 und den neuen Copilot+ PCs.

Noch vor einem Jahr spekulierten Insider über die Veröffentlichung einer neuen Windows-Version, inoffiziell Windows 12 genannt, die 2025 erscheinen könnte. Diese Pläne scheinen jedoch inzwischen auf Eis zu liegen. Stattdessen stand die Entwicklung von Windows 11 24H2 im Fokus, welches mittlerweile veröffentlicht wurde.

Laut Plattformen wie Windowslatest gibt es derzeit keine Hinweise auf Windows 12. Microsoft setzt vielmehr alles daran, möglichst viele Nutzer bis Oktober 2025 zum Umstieg auf Windows 11 zu bewegen. Diese Strategie ergibt aus mehreren Gründen Sinn.


Skepsis der Nutzer gegenüber Wechseln

Windows 11 hat immer noch Schwierigkeiten, sich als Standardbetriebssystem zu etablieren. Viele Nutzer bleiben lieber bei Windows 10. Das liegt nicht nur an den hohen Hardware-Anforderungen, sondern auch an einer allgemeinen Abneigung gegenüber einem Betriebssystemwechsel.

Schätzungsweise 32 Millionen PCs in der DACH-Region laufen weiterhin mit Windows 10. Wenn Microsoft es nicht geschafft hat, diese Nutzer von einem Upgrade auf Windows 11 zu überzeugen, wie sollte es dann gelingen, sie für ein Windows 12 zu gewinnen?

Viele Nutzer schätzen die Vertrautheit und Bedienbarkeit von Windows 10. Nach Oktober 2025 wird der Druck allerdings steigen, da es keine Sicherheitsupdates mehr für Windows 10 geben wird. Sicherheitsexperten raten daher, den Umstieg nicht zu lange hinauszuzögern.

Microsoft steht vor der Herausforderung, Windows 11 attraktiver zu machen. Eine zu frühe Ankündigung von Windows 12 würde dieses Ziel konterkarieren. Stattdessen ist es sinnvoller, von einer neuen Version vorerst abzusehen.


Probleme mit dem Update 24H2

Ein weiterer Grund, warum Microsoft an Windows 11 festhält, sind die Schwierigkeiten mit dem großen Update 24H2. Nutzer berichteten wochenlang über zahlreiche Bugs und Abstürze auf verschiedenen Hardware-Konfigurationen. Die Entwickler arbeiten weiterhin an der Behebung dieser Probleme.

Für viele Nutzer war 24H2 die erste Erfahrung mit Windows 11 – und diese fiel nicht positiv aus. Eine Ankündigung von Windows 12 in einer solchen Situation würde sowohl bei Nutzern als auch bei Kritikern für Skepsis sorgen.


Copilot+ und die Weiterentwicklung von Windows 11

Ein großer Technologietrend ist die künstliche Intelligenz (KI). Microsoft setzt verstärkt auf KI und bewirbt seine Copilot+ PCs intensiv. Auf der CES 2025 stand diese Technologie im Mittelpunkt.

Windows 11 spielt dabei eine Schlüsselrolle. Für ARM-basierte PCs hat Microsoft ein spezielles „KI-Windows 11“ entwickelt, das die Leistung von Surface-Geräten optimieren soll. Copilot+ wird jedoch nicht nur auf PCs verfügbar sein. Das Unternehmen plant, die Technologie bis 2025 auch auf Fernsehern von LG und Samsung zu integrieren.

Die Konzentration auf KI-Lösungen zeigt, dass Microsoft sich auf die Weiterentwicklung bestehender Technologien fokussiert. Eine parallele Entwicklung eines neuen Betriebssystems wie Windows 12 erscheint dadurch wenig realistisch.


Rückblick: Microsoft und Innovationshürden

Microsoft hat in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass es schwerfällt, völlig neue Konzepte umzusetzen. Ein prominentes Beispiel ist das gescheiterte „Projekt Midori“, mit dem das Unternehmen eine Alternative zu Windows entwickeln wollte.

Angesichts dieser Erfahrungen ist es unwahrscheinlich, dass Microsoft in naher Zukunft Windows 12 ankündigen wird. Selbst für 2026 gibt es keine Anzeichen für eine neue Version. Der Erfolg von Windows 11 hat für Microsoft oberste Priorität.


Fazit: Fokus auf Windows 11 zahlt sich aus

Die Entscheidung, vorerst auf Windows 12 zu verzichten, ist strategisch klug. Microsoft kann sich darauf konzentrieren, Windows 11 weiterzuentwickeln und dessen Vorteile besser zu kommunizieren. Nur so wird Windows 11 zum neuen Standard und legt die Basis für zukünftige Innovationen.

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Markus

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