Collage mit handbemalten 3D-gedruckten Figuren: links detailreiche Resin-Miniaturen, rechts bemalte FDM-Drucke im Vergleich - 3D Printing - Addis Techblog
Die Collage zeigt den direkten Vergleich zwischen handbemalten Figuren aus einem Resin-3D-Drucker und Modellen aus einem FDM-Drucker. Links sind hochdetaillierte Resin-Miniaturen, darunter eine etwa 20 cm große Figur, rechts bemalte FDM-Drucke mit sichtbaren Schichtlinien und gröberer Oberflächenstruktur.

3D-Druck ist längst im Alltag von Makern angekommen – doch je nach Verfahren unterscheiden sich Ergebnisse teilweise drastisch. Die hier gezeigte Collage macht das sehr deutlich: Links handbemalte Resin-Drucke, rechts Figuren aus einem FDM-3D-Drucker. Beide wurden nachbearbeitet und bemalt, stammen aber aus völlig unterschiedlichen technischen Welten.

Resin-3D-Druck: Maximale Details für Figuren und Miniaturen

Die linke Seite der Collage zeigt, was mit Resin-Druck möglich ist. Besonders die rund 20 cm große rote Figur demonstriert eindrucksvoll, wie fein Oberflächenstrukturen dargestellt werden können. Gravuren, Rüstungsdetails und kleine Elemente sind gestochen scharf sichtbar.

Resin-Drucker arbeiten mit flüssigem Photopolymerharz, das schichtweise per UV-Licht ausgehärtet wird. Dadurch entstehen deutlich glattere Oberflächen als beim FDM-Verfahren. Gerade bei Miniaturen, Tabletop-Figuren oder Sammlermodellen ist das ein enormer Vorteil.

Die anschließende Bemalung hebt diese Detailtiefe zusätzlich hervor. Kanten, Vertiefungen und Strukturen bieten eine perfekte Grundlage für Washes, Highlights und Weathering-Effekte. Das Ergebnis wirkt schnell hochwertig und professionell.

FDM-3D-Druck: Robust, zugänglich und vielseitig

Auf der rechten Seite der Collage stehen Figuren aus einem klassischen FDM-Drucker. Auch sie wurden bemalt, zeigen jedoch typische Merkmale dieser Technologie. Schichtlinien sind sichtbar, Rundungen erscheinen etwas gröber, und feine Details verlieren an Schärfe.

FDM-Druck basiert auf geschmolzenem Filament, das Schicht für Schicht aufgetragen wird. Diese Technik ist deutlich günstiger, einfacher im Handling und ideal für größere Bauteile oder funktionale Objekte.

Trotz geringerer Detailtreue lassen sich mit etwas Nachbearbeitung und Farbe auch hier ansprechende Ergebnisse erzielen. Gerade für Prototypen, Deko-Elemente oder robuste Alltagsobjekte ist FDM oft die bessere Wahl.

Der direkte Vergleich zeigt die Stärken beider Welten

Die Collage verdeutlicht, dass Resin und FDM keine konkurrierenden, sondern sich ergänzende Technologien sind.

Resin punktet mit Detailgrad, Oberflächenqualität und Miniaturtauglichkeit. FDM überzeugt durch Stabilität, Materialvielfalt und Wirtschaftlichkeit.

Wer Figuren, Dioramen oder kleine Designobjekte druckt, wird kaum am Resin-Verfahren vorbeikommen. Für technische Teile, Halterungen oder größere Modelle bleibt FDM dagegen unschlagbar praktisch.

Fazit: Das richtige Verfahren entscheidet über das Ergebnis

Der direkte Vergleich macht deutlich, wie stark das gewählte Druckverfahren das Endergebnis beeinflusst. Beide Figurenarten profitieren von Bemalung und Nachbearbeitung – doch die Basis wird durch die Drucktechnik bestimmt.

Resin liefert die feineren Details und die bessere Oberfläche. FDM bietet dafür Robustheit, einfache Produktion und geringere Kosten. In der Praxis ist es daher sinnvoll, beide Technologien parallel zu nutzen und je nach Projekt gezielt einzusetzen.

Avatar-Foto

Andreas

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.