
Für dieses Foto habe ich schwarzen Fotokarton aufgestellt und einmal quer durch die Vitrine geräumt. Kein Regalbild, kein Zufall – die Figuren stehen genau so da, weil ich sie so nebeneinander sehen wollte: Star Wars, Warhammer, Fantasy und ein bisschen Retro-Sci-Fi auf einem Haufen.
Die drei Ruhigen in der Mitte kommen aus dem FDM-Drucker: Yoda, ein Stormtrooper und Darth Vader – und alle drei sitzen auf einem Buddha-Körper. Genau diese Mischung macht für mich den Reiz aus, ein Helm, den jeder auf der Welt erkennt, auf einem Bauch, der so gar nichts damit zu tun hat. FDM heißt hier auch: sichtbare Schichten. Bei den weichen Stoffalten der Roben stört mich das kein bisschen, das gibt der Oberfläche sogar Textur.
Alles andere auf dem Bild kommt aus dem Resin-Drucker. Links sitzt eine mittelalterliche Blondine auf einem Fass, direkt hinter ihr steht ein kupferfarbener Retro-Roboter mit Gewehr. Vor den Star-Wars-Buddhas hat sich ein Wikinger mit Axt aufgebaut, und ganz hinten thront der rote Space Marine – der ist über 20 Zentimeter groß und schluckt beim Bemalen entsprechend Farbe. Vorne stehen dann noch die blauen Space Marines, einer davon als kleine Comic-Version mit deutlich zu großen Schulterpanzern.
Bemalt ist alles mit dem Pinsel. Der schwarze Karton war die beste Entscheidung an dem Abend: Er schluckt alle Ablenkung und lässt genau das übrig, worum es geht – Rot, Blau, Kupfer und ein sehr entspanntes Grün.