Im Gartenhaus stehen die Akkus, im Gewächshaus die Kübelpflanzen, und in der Garage liegt die Wasserleitung ungedämmt an der Außenwand. Für alle drei Fälle gibt es ein unspektakuläres Gerät für unter zwanzig Euro: die Thermostat-Steckdose, oft auch Frostwächter genannt. Sie schaltet einen Verbraucher ein, wenn es zu kalt wird, und aus, wenn es wieder warm genug ist.

Wintergarten, Smarthome

Wie sie arbeitet

Im Gehäuse sitzt ein Temperatursensor und ein Relais. Du stellst eine Einschalttemperatur ein, typischerweise +5 °C, und eine Ausschalttemperatur, etwa +8 °C. Fällt die Temperatur unter den ersten Wert, bekommt die Steckdose Strom; steigt sie über den zweiten, wird abgeschaltet. Der Abstand zwischen beiden Werten verhindert, dass das Gerät im Minutentakt klackt.

Daran hängt dann ein Frostwächter-Heizlüfter, ein Heizkabel an der Wasserleitung oder eine Heizmatte unter Pflanzen.

Die drei Punkte, die zählen

Wo der Sensor sitzt. Bei einfachen Modellen steckt er im Gehäuse – gemessen wird also an der Steckdose, nicht dort, wo es kalt ist. In einem großen Gewächshaus oder in Bodennähe liegt die Temperatur deutlich daneben. Modelle mit externem Fühler an einem Kabel kosten wenige Euro mehr und sind die bessere Wahl.

Welche Leistung sie schaltet. Ein Heizlüfter mit 2000 Watt zieht knapp 9 Ampere. Die Steckdose muss dafür ausgelegt sein – die Angabe steht auf dem Gehäuse, gute Geräte schaffen 3680 Watt. Und dann gilt: direkt in die Wandsteckdose, keine Verlängerung, keine Mehrfachleiste, kein Kabeltrommel-Aufbau.

Welche Schutzart sie hat. Eine normale Innensteckdose gehört nicht in ein feuchtes Gartenhaus und schon gar nicht ins Gewächshaus, wo kondensiertes Wasser von der Scheibe läuft. Für solche Orte braucht es ein Gerät mit passender IP-Schutzart, und der Stromkreis draußen sollte über einen Fehlerstromschutzschalter laufen.

Was das kostet – und die Alternative

Rechne einmal durch, bevor du heizt: Ein 500-Watt-Frostwächter, der in einer kalten Nacht sechs Stunden läuft, verbraucht 3 Kilowattstunden – also gut einen Euro pro Nacht. Über einen Winter mit vielen Frostnächten summiert sich das auf einen dreistelligen Betrag.

Deshalb zuerst die Dinge, die nichts kosten: Wasser abstellen und Leitungen entleeren, statt sie zu heizen. Empfindliche Pflanzen zusammenstellen und mit Vlies abdecken. Akkus und Elektronik ins Warme holen. Heizen ist die Lösung für das, was danach übrig bleibt.

Pro-Tipp: Wer ohnehin ein Smart Home betreibt, bekommt mit einer schaltbaren Steckdose und einem Temperatursensor dasselbe – plus Verlauf, plus Meldung aufs Handy, wenn es trotz Heizung weiter fällt. Der Vorteil ist nicht der Komfort, sondern dass du merkst, wenn der Heizlüfter ausgefallen ist. Wichtig dabei: Die Automatisierung gehört lokal ausgeführt, damit sie auch bei Internetausfall schaltet – die Gründe stehen im Beitrag zum Smart Home ohne Cloud. Und ein Heizlüfter in einem Holzgartenhaus läuft nur mit Kippschutz, Überhitzungsschutz und Abstand zu allem Brennbaren.

Was im Herbst sonst noch im Garten ansteht, sortiert die Herbst-Checkliste für den Mähroboter; wer die Gartentechnik grundsätzlich vernetzen will, findet die Bausteine im Beitrag zu Smarthome und Gartenpflege.

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Johanna

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