Der Mähroboter läuft noch, aber Herbst und Winter rücken näher. Wer jetzt zwei Stunden investiert, spart sich im Frühjahr den „Werkstattbesuch“. Hier ist die Checkliste, die ich jedes Jahr abarbeite – in der Reihenfolge, in der sie Sinn ergibt.
Jetzt: Schnitthöhe hoch, Laub runter

Im Spätsommer und Herbst wächst der Rasen langsamer. Stelle die Schnitthöhe auf 4 bis 5 Zentimeter und reduziere die Mähzeiten. Nasses Laub ist der eigentliche Feind: Es verklebt Klingen und Gehäuse und lässt die Räder durchdrehen. Grobes Laub also vorher wegräumen, statt es vom Roboter häckseln zu lassen.
Reinigung: ohne Hochdruckreiniger
Erst Stromversorgung trennen und, falls vorhanden, den Sicherheitsschalter betätigen. Dann Grasreste mit Bürste und Holzspatel entfernen. Wasserstrahl unter Druck presst Feuchtigkeit in Lager und Elektronik – genau dort willst du sie nicht haben. Radantriebe und Messerteller besonders gründlich säubern.
Verschleißteile prüfen
- Klingen: Bei Pendelklingen alle gemeinsam tauschen, sonst läuft der Teller unwuchtig. Schrauben ebenfalls erneuern.
- Ladekontakte: Oxidation mit feinem Schmirgel entfernen, danach trocken abwischen.
- Räder: Profil abgefahren? Dann bleibt er im Frühjahr an jeder Steigung hängen.
- Gehäuse: Risse und Wassereintrittsstellen suchen, solange Zeit für Ersatzteile ist.
Der Akku entscheidet über den nächsten Sommer
Lithium-Ionen-Akkus mögen weder Vollladung noch Tiefentladung über Monate. Lade den Roboter vor der Einlagerung auf etwa 60 bis 80 Prozent und lagere ihn frostfrei bei rund 10 bis 15 Grad – Keller ja, ungeheizte Garage im Zweifel nein. Bei sehr langer Lagerung einmal im Winter den Ladestand kontrollieren.
Wer die Klingen selbst wechselt: Handschuhe an, Roboter auf eine weiche Unterlage legen, Akku vorher entlasten. Die Schrauben sind klein und verschwinden zuverlässig im Rasen, wenn du auf dem Boden arbeitest.
Ladestation und Kabel

Die Station kann meist draußen bleiben, das Netzteil nicht. Bei Modellen mit Begrenzungsdraht bleibt das Kabel im Boden, der Trafo kommt rein. Geräte mit RTK-Antenne haben die zusätzliche Baustelle Referenzstation – wie diese Technik arbeitet, haben wir bei den Mährobotern ohne Begrenzungskabel aufgeschlüsselt. Wer die Grundlagen nachlesen will, findet sie in der Erklärung zur Arbeitsweise eines Mähroboters.
Zum Schluss: Firmware und Notizen
Letztes Update einspielen, solange das Gerät noch online ist, und Kartendaten sichern, falls die App das erlaubt. Dazu eine Notiz mit Datum, getauschten Teilen und Akkustand. Im März weißt du sonst garantiert nicht mehr, ob die Klingen neu waren.
