Anders als viele Bereiche im Haushalt braucht der Mac keine wöchentliche Grundreinigung. Sinnvoll ist stattdessen einmal pro Monat ein kleiner Check der dir zeigt, ob der Speicher knapp wird oder ob ein Programm unnötig viele Ressourcen frisst. Auch beim Systemstart kann sich einiges angesammelt haben.

Erst schauen, dann löschen

Fang nicht mit dem Papierkorb an, sondern nutze deinen Mac ein paar Minuten wie du es sonst machst. Öffne die typischen Programme, mit denen du immer arbeitest und achte darauf, ob manche davon ungewöhnlich lange starten oder die Warteanzeige kommt. Wenn dein Mac schon bei einfachen Aufgaben streikt und stockt, liegt ein Problem vor.

Öffne danach die Aktivitätsanzeige. Unter „CPU“ und „Speicher“ kannst du erkennen, welche laufenden Prozesse den Rechner gerade beschäftigen. Wenn die Auslastung zu hoch ist, muss das kein Problem sein. Schneidest du gerade ein Video oder führst aufwendige Arbeiten durch, darf ein Programm auch mal viele Ressourcen benötigen. Es wird vor allem dann auffällig, wenn eine einzelne Anwendung dauerhaft viel Leistung von dir möchte, obwohl du diese kaum nutzt.

Beende keine unbekannten Systemprozesse auf Verdacht. Konzentriere dich auf alle Programme, die von dir selbst geöffnet wurden und die du wirklich kennst.

Einmal im Monat reichen wenige Kontrollen

Es gibt viele effektive Tipps für mehr Geschwindigkeit, aber oft hast du gleich eine lange Liste mit möglichen Ursachen, obwohl es für eine einfache Kontrolle auch leichter geht.

Öffne zunächst „Systemeinstellungen“, „Allgemein“ und „Speicher“. Wird der freie Platz langsam knapp, schau dir vor allem große Dateien und lange nicht mehr genutzte Programme an. Alte Videos, längst abgeschlossene Projekte oder nicht mehr verwendete Anwendungen, bringen beim Löschen meist mehr als die Jagd nach winzigen Dateien in versteckten Ordnern.

Danach kümmerst du dich um Programme in deinem Autostart. Du findest diese unter „Allgemein“ und „Anmeldeobjekte & Erweiterungen“. Wenn dort Software auftaucht, die du nicht nach jeder Anmeldung benötigst, kannst du deren automatischen Start deaktivieren. Löschen musst du das Programm dafür nicht.

Kontrolliere außerdem, ob ein Update für macOS bereitsteht und für deine normal genutzten Anwendungen. Fehler in älteren Programmversionen können sich ebenfalls durch Abstürze, hohe Auslastung oder andere Auffälligkeiten bemerkbar machen.

Browser und Neustart nicht vergessen

Im Browser landet vieles und oft bleiben dutzende Tabs einfach über Tage geöffnet, sodass die Erweiterungen weiterlaufen. Schließ einmal im Monat alle nicht mehr verwendeten Tabs und schau, welche Erweiterungen du noch nutzt. Was zwei Monate nicht in Gebrauch war, kann deaktiviert werden.

Am Ende startest du deinen Mac einmal neu. Viele von uns klappen ihn oft nur zu und haben dann wochenlang keinen Neustart durchgeführt. Doch dabei werden laufende Prozesse beendet und das System startet frisch. Mehr musst du vorsorglich nicht tun. Verzichte auf die Löschung unbekannter Dateien aus Systemordnern und führe keine Terminal-Befehle aus.

Wenn dein Mac allerdings trotz dieser Kontrollen weiterhin langsamer wird, prüf die Ursache. Manchmal tritt etwas nur bei Nutzung eines bestimmten Programms auf, manchmal wird der Platz auf der Festplatte einfach zu knapp. Monatliche Routinen helfen dir dabei, den Unterschied früh zu erkennen.

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Markus

Markus ist der Spezialist für Infrastruktur und Code bei Addis Techblog. Er übernimmt dort, wo Plug-and-Play aufhört. Mit seinem fundierten Hintergrund in der Netzwerktechnik dekonstruiert er komplexe Routing-Probleme, entwickelt effiziente Docker-Umgebungen (wie Nextcloud oder Pi-hole) und schreibt smarte Skripte für nahtlose Smart-Home-Integrationen. Seine Tutorials zeichnen sich dadurch aus, dass sie selbst anspruchsvollste Netzwerk-Protokolle strukturiert, sicher und praxisnah für den Homelab-Betrieb übersetzen.