D-Link DIR-506L Pocket Wlan Router im Test

Mittlerweile verlangen unheimliche viele Geräte, die man so mit sich herumschleppt nach einem Internetzugang. Sei es der Laptop, das Smartphone oder das Tablet. Ohne enstsprechenden Zugriff auf das Internet geht es einfach nicht. Gerade auf Reisen im Hotelzimmer kann das zum Problem werden. Denn nicht jedes Hotel verfügt über WLAN und selbst wenn, kann genau dies zum Sicherheitsrisiko werden. In vielen Fällen könnte hier ein Taschenrouter wie der DIR-506L von D-Link helfen.

Der dLink DIR-506

Der dLink Dir-506 Pocket Router

Der dLink Dir-506 Pocket Router

Handlich ist er! Von den Abmessungen passt er recht bequem in die Hosentasche und nimmt dementsprechend auch im Reisegepäck nicht viel Platz weg. Standortunabhängigkeit erreicht der DIR-506L dadurch, dass er mittels Akku betrieben wird. Aufgeladen wird der Router durch ein mitgeliefertes USB-Kabel. Ein eigenes Netzteil ist leider nicht enthalten.

Im Test konnte man den WLAN Router gute 4 Stunden betreiben, bis der Akku leer war. Allerdings lässt sich der DIR-506L auch permanent mit angeschlossenen USB-Kabel betreiben und so unabhängig vom Akku arbeiten.

Neben dem Anschluss für das USB-Ladekabel verfügt der DIR-506L noch über einen USB-Steckplatz und eine Ethernetbuchse. An die USB-Buchse kann man einen USB-Stick oder einen Webstick anschliessen und der Ethernetanschluss dient der Verbindung mit einem DSL-Router. Per WLAN kommunziert der DIR-506L mit 150 Mbit/s und verschlüsselt die Kommunkation mit WPA2.

Die Betriebsmodi des D-Link DIR -506

Doch wie kann man den D-Link Dir-506L nutzen? Das wirklich Schöne an diesem Gerät ist die vielseitige Einsetzbarkeit. Dies erreicht der Router durch den Betrieb in verschiedenen Modi. So lässt er sich problemlos als Accesspoint, Repeater oder als WiFi-Hotspot nutzen. Mit angeschlossenen USB-Stick lässt er sich zudem als eine Art mobilen Cloud Server nutzen.

Betrieb als WiFi-Hotspot

Dieser Modus ist sicherlich ein gewisser Sicherheitsgewinn in öffentlichen WLAN Netzen. Dies gilt auch oder gerade in Hotelzimmern. In diesem Modus verbindet sich der DIR-506 mit dem öffentlichen WLAN wie ein Endgerät. Eigene WLAN Geräte (Smartphone, Laptop und Co) können dann das WiFi Netz, welches der DIR-506L aufbaut nutzen. Der Sicherheitsgewinn liegt hierbei darin, dass die eigenen Geräte sich in einem eigenen Netzwerksegment befinden und somit abgeschirmt vom öffentlichen Netzwerksegment sind.

Der DIR-506L als Access Point

In vielen Hotels gibt es zwar einen Internetzugang auf dem Zimmer, aber längst nicht in allen per WLAN. Oft besteht nur die Möglichkeit eine Ethernet-Verbindung zu nutzen. Allerdings verfügen gerade Smartphones und Tablets nicht über einen solche Verbindungsmöglichkeit. Verwendet man den DIR-506L als Accesspoint, indem man ihn per Ethernetkabel mit dem vorhanden Netzwerk verbindet, schaffen es auch Tablet und Co ins Web.

Repeater Einsatz

Der dLink Dir-506 als Repeater im Garten

Der dLink Dir-506 als Repeater im Garten

WLAN hat ganz allgemein ein Problem. Es ist eigentlich nicht sonderlich leistungsfähig. Das mag sicherlich daran liegen, dass es eine amerikanische Erfindung ist und dementsprechend auf die dortigen Sperrholz-Häuser ausgelegt ist. Die Reichweite kann hier also durchaus gering sein. Abhilfe schaffen hier Repeater, die die WLAN Signale weiterleiten und eine Funkstrecke entsprechend verlängern können. Auch zu diesem Zweck lässt sich der DIR-506 einsetzen.

3G Modus

Wenn gar kein andere Zugang zum Internet besteht, kann man an den USB Anschluss des DIR-506L idealerweise auch einen sogenannten Webstick anschließen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Mit nur einem Webstick und entsprechend auch nur einem Datentarif, lassen sich in diesem Modus mehrere Geräte ins Web bringen.

Die Einrichtung

Die Einrichtung geschieht sehr einfach über ein eigenes Webinterface des Routers und ist nahezu Idiotensicher. Bei meinem Test war der Betrieb in allen Modi kein Problem und innerhalb weniger Minuten eingerichtet. Wer z.B. einen Telekom Router als Repeater konfigurien will, weiß dass das durchaus eine komplizierte Sache sein kann, an der viele Laien scheitern. Beim DIR-506L ist die Einfachheit der Einrichtung im Vergleich dazu, doch sehr erstaunlich.

Auch im Hotel in Berlin als WiFi Hotspot hat das Gerät seinen Dienst sofort aufgenommen und meine Endgeräte problemlos ins Web gebracht.

Fazit

Wer viel auf Reisen ist, für den ist das D-Link DIR-506L durchaus lohnenswert. Löst es doch einige Verbindungsprobleme, die man so unterwegs haben kann. Zudem bietet es einen gewissen Sicherheitsgewinn, durch die Nutzung eigener Netzwerksegmente. Vor allem diesen Aspekt sollte man nicht unterschätzen.

Aber auch daheim kann das Gerät nützliche Dienste leisten. Als Repeater genutzt, konnte ich mit meinem Laptop endlich mal in einer Ecke des Gartens sitzen, in welcher ich normalerweise keinen Empfang habe.

Für knapp 60 Euro lohnt sich, für die genannte Personengruppe, dieses Gerät auf jeden Fall.

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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

One Response to D-Link DIR-506L Pocket Wlan Router im Test

  1. Steven says:

    Hmmh, bin mal gespannt, ob sich so ein pocket wlan router durchsetzen kann. Bei den meisten Leuten siegt einfach die Bequemlichkeit… Jeder weiß zwar über die Gefahren von öffentlichen WLAN Angeboten, aber die allermeisten loggen sich halt dennoch ein.

    Interessant ist die alternative Verwendung als Repeater. Das lässt das Gerät nicht einfach im Reisegepäck verstauben.

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