Ultrabooks – Was macht ein Notebook zum Ultrabook?

Acer Ultrabook (Quelle: Intel)

Acer Ultrabook (Quelle: Intel)

Vor vielen Jahren, da war ich noch Teenager, schleppte mal ein Bekannter meines Vaters einen sogenannten portablen PC an. Also einen tragbaren Computer. Im Prinzip war das Teil etwas größer als ein Pilotenkoffer. War also alles andere als handlich. Man klappte ihn vorne auf und hinter der Klappe versteckte sich Tastatur und Bildschirm. Wollte man damit unterwegs arbeiten, brauchte man also Platz. Seine Mobilität erlangte das Teil durch einen Tragegriff auf der Oberseite. Groß, schwer und teuer. Das sind prinzipiell die Eigenschaften dieses portablen PC gewesen.

Die Zeiten sind lange vorbei. Mobile Computer, wie Notebooks oder Tablets zeichnet ja gerade die geringe Größe und das niedrige Gewicht bei gleichzeitig hoher Leistung aus. Doch was macht ein Notebook zum Ultrabook?

Intel Inside – die Grundvorrausetzung

Zunächst einmal lässt sich festhalten, dass der Begriff Ultrabook ein eingetragenes Markezeichen von Intel ist. Logischerweise kann also auch nur ein Notebook mit Intel-Prozessor ein Ultrabook sein. Gleichzeitig stellt Intel hohe Anforderungen an die Ultrabooks der verschiedenen Hersteller, damit diese Geräte als solche bezeichnet werden dürfen.

So muss ein Ultrabook, welches den Namen tragen soll, besonders dünn und leicht sein. Die Geräte müssen bei hoher Akkulaufzeit eine akzeptable Leistung aufweisen und über Tablet-ähnliche Eigenschaften verfügen.

Intels drei Stufen der Ulrabook Anforderungen

Intel führte die Anforderungen in bisher drei Stufen ein. Diese Anforderungen wurden seitens Intel natürlich den jeweiligen aktuellen technischen Gegebenheiten angepasst bzw durch diese ergänzt.

Ulrabook Stufe 1 (seit Ende 2011)

  • Das Ulrabook darf maximal 21mm dick sein
  • Akkulaufzeit bei geringer Belastung von mindestens fünf Stunden
  • Preise von unter 1000$ für Einsteigergeräte
  • Low Voltage Prozessoren: Sandy Brigde mit 17 Watt TDP (Thermal Design Power)
  • Integrierte Grafiklösung

Ultrabook Stufe 2 (2012)

  • Intel Ivy Bridge Prozessoren 17 Watt TDP (Gegenüber Sandy Bridge 30% höhere Grafikleistung und 20% höhere Prozessor Rechenleistung)
  • USB 3.0 oder Thunderbolt, PCI Express 3.0

Ultrabook Stufe 3 (2013)

  • Haswell Prozessoren mit 15 Watt TDP
  • neues Stromsparsystem (soll im Vergleich zu den Sandy Brigde Chips die Hälfte der Energie einsparen)
  • Akkulaufzeit von 6 Stunden bei Full HD Video Wiedergabe und 9 Stunden bei Windows 8 Betrieb im Leerlauf
  • Touchscreen verpflichtend
  • Intel Wireless Display (WiDi) verplichtend
  • Sprachsteuerung mit geeignetem Zwei Wege Mikrofon verplichtend

Man merkt, dass die Anforderung an ein Notebook relativ hoch und genau definiert sind, damit es sich Ulrabook nennen darf. Gerade aufgrund des Augenmerks auf geringe Größe und lange Akkulaufzeit merkt man, dass Ultrabooks besonders mobil sein sollen. Dies ist ja nicht bei jedem x-beliebigen Laptop wirklich gegeben. Mit dem Anfangs erwähnten portablen PC hat das schon lange nichts mehr zu tun.

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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

6 Responses to Ultrabooks – Was macht ein Notebook zum Ultrabook?

  1. Jascha says:

    Ich bin gespannt was für Anforderungen 2014 gesetzt werden. Wird aufjedenfall nicht wenig sein 😀 Könnte mir vorstellen, dass im Festplattenspeicherbereich ein wenig erhöht wird.

    Gruß,
    Jascha

  2. Peter says:

    Ich selbst habe ebenfalls ein Ultrabook und muss sagen, dass ich mit dem Gerät rund um zufrieden bin – auch besonders gerade wegen dem geringen Gewicht und der langen Akkulaufzeit. Daher sind die strengen Vorgaben meiner Meinung nach berechtigt.

  3. Artur says:

    Hallo,

    die Entwicklung der Chiptechnologie ist ja wirklich enorm rasant. Ich selbst “krebse” noch mit der 2009er Core2Duo Generation herum.. Aus heutiger Sicht Leistungs/Stromverbrauchstechnisch sehr veraltet. Wenn die Unterschiede beim Verbrauch schon zwischen zwei Ultrabook Generationen schon wieder 30% höher sind! -bei noch niedriegerem Verbrauch. Bemerkenswert.

    Gruß. Artur.

  4. R. says:

    Ich bin auch stolzer Besitzer eines Ultrabooks und gerade wenn ich als Student in der Volresung bin oder in die Bibliothek muss, dann ist das viel viel praktischer als all die schweren dicken Dinger davor!!! TOP

  5. Stephan says:

    Ich habe mir vor 2 Wochen auch ein Ultrabook gekauft und bin total begeistert. Die Akkulaufzeit ist hervorragend und das Gewicht minimal. Ich kann jedem nur ein Ultrabook empfehlen.

    Gruß Stephan

  6. Musk12 says:

    Ich habe seit 1 Jahr ein Ultrabook, bin sehr zufrieden damit. Vor allem das Design, die Akkulaufzeit und das Gewicht bewundere ich immer wieder. Gruß

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