Revolv: Google degradiert Smarthub zur Bürodeko

Im Jahr 2015 kaufte Google bekannterweise das Unternehmen Nest, welches smarte Heizungssteuerungen und Rauchmelder auf den Markt brachte. Neun Monate zuvor übernahm Nest den Smarthome Hub Revolv, den Google dann natürlich dann im Paket dazu bekam. Nun gab Google bekannt, die Serverunterstützung für den Smarthub einzustellen. Und das hat fatale Folgen für die Nutzer von Revolv.

Der Smarthub Revolv dient der Funksteuerung diverser Heimgeräte und beherrscht die Funkstandards z-wave, WLAN und Insteon. Was ihn mit einer ganzen Reihe Geräte zusammenarbeiten lässt und durchaus von Vorteil ist. Neben der großen Palette an z-wave Geräten gehören eben auch Nest, Phillips Hue oder Sonos dazu. Über eine passende App konnten alle diese Geräte gesteuert werden. Auch über das Internet.

Teurer Briefbeschwerer

Damit all das auch funktioniert, ist der Revolv Hub auf entsprechende Unterstützung eines Servers angewiesen. Ohne diese geht es nicht. Stellt Google die Serverunterstützung nun ein, wird das Gerät unbrauchbar und taugt eigentlich nur noch als Briefbeschwerer.

Das sorgt natürlich für Ärger unter den Revolv Nutzern. Denn immerhin kostete das Gerät 300 US Dollar. Ziemlich viel Geld für einen zukünftigen Briefbeschwerer.

Theoretisch kann es viele Smarthome Systeme treffen

Das Beispiel Revolv zeigt allerdings sehr gut, dass es mit der Nutzbarkeit vieler Smarthome Systeme sehr schnell vorbei sein kann, wenn der Hersteller beschließt die Unterstützung einzustellen. Zumal es so ist, dass sehr viele Smarthome Systeme auf die Kommunkation mit und über einen Server angewiesen sind und ohne diese unbrauchbar wären.

Ausnahmen gibt es natürlich. Hier wäre z.B. der dieses Jahr erscheindene Smarthub Protonet Zoe. Diese verzichtet allein aus Datenschutzgründen schon auf die Kommunikation mit Servern im Internet.

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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

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