So funktioniert moderne Produktion mittels Betriebsdatenerfassung

BetriebsdatenerfassungSchwerwiegende Verzögerungen, Fehlproduktionen und ungenügende Termintreue sind sowohl für den Kunden als auch für den Aufragnehmer alles andere als vorteilhaft. Aber genau dies tritt häufig dann auch, wenn Kundenaufträge zwar geplant werden, aber zum Beispiel Resourcen nicht vorrauschauend planbar und tatsächlich auftretende Störungen in der Planung nicht berücksichtigt werden. In der Regel begegnet man dem Problem, indem man immer über den IST-Zustand der Produktion auf dem Laufenden ist. Erreicht wird dies durch den Einsatz eines zur jeweiligen Branche passenden Betriebsdatenerfassungs-Systems. Mit diesem wird der reale Zustand der Produktion im EDV System abgebildet.

Erfassung des IST Zustandes bringt Vorteile

Der Vorteil hierbei ist, dass sich die Produktionsplanung auf den aktuellen IST Zustand bezieht. Von vorneherein unhaltbare Termine werden so vermieden, Schwachstellen werden identifiziert und der Produktionslauf und dessen Qualität wird überwacht. Weitere Vorteile, die sich aus deinem BDE-System ergeben, sind, dass Überproduktionen reduziert und ineffiziente Prozesse und nicht notwendige Handlungen, genauso wie Wartezeiten, eliminiert werden.

Die Datenerfassung erfolgt dabei durch über Bildschirmarbeitsplätze, Datenerfassungsterminals oder durch direkte Maschinendatenerfassung. Erfasste Daten können zum Beispiel in ein MES System eingebunden werden.

Organisatorische und technische Betriebsdaten

Die erfassten Betriebsdaten lassen sich grob in die Kategorien “organistarische Betriebsdaten” und “technische Betriebsdaten” einteilen.

Zu den “organisatorischen Betriebsdaten” zählen zum Beispiel Auftragsdaten, wie zum Beispiel Rückmeldung auftragsbezogener Arbeitsleistungen mit Bezug auf einzelne Arbeitsvorgänge, Arbeitsfortschritt oder der Auftragsstatus. Genauso zählen zu dieser Kategorie aber auch Personaldaten, wie die Anwesenheit oder die Lohnkosten.

Zu den technischen Betriebsdaten, die erfasst werden, gehören natürlich dann die durchaus umfangreichen Maschinendaten. Dies können beispielsweise Daten über Schalthäufigkeit, Unterbrechungen und Laufzeiten von Maschinen, gefertigte Stückzahlen, Meldungen und Störungen, Eingriffe des bedienenden Personals, aber auch der Verbrauch an Material und Energie sein. Zu den technischen Daten gehören aber auch erfasste Betriebsdaten über Prozesse.

Die drei großen Bereiche

Die erfassten Betriebsdaten fließen letztendlich in die drei großen Bereiche Fertigungssteuerung, Qualitätssteuerung und Kostenrechnung ein. In der Fertigungssteuerung wird die Fertigung auf Grundlage eines Vergleichs zwischen Solldaten (Stückzahlen, Endtermine) und IST Daten (in der Fertigung erreichte tatsächliche Werte). Werden Abweichungen festgestellt, können entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.

Da Qualitätsmerkmale eines Produktes messbar sind, funktioniert die Qualitätssteuerung nach dem gleichen Prinzip, wie die Fertigungssteuerung. Die gemessenen und erfassten qualitativen Merkmale eines gefertigten Produktes werden mit entsprechenden Vorgaben vergleichen und bei Abweichungen kann entsprechend reagiert werden.

Die Kostenrechnung lässt sich schließlich mittels erfasster Personaldaten (Arbeitszeiten, Lohnkosten), Stückzahlen usw steuern. Entstandene Kosten sind somit sehr leicht kalkulierbar.

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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

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