Wer ist im Vorteil? Der Mensch oder schon die Maschine?

In einem vorrangegangen Artikel letzte Woche habe ich ja schon einmal kurz umrissen, wieviele Jobs in Deutschland und in anderen Länden der Automatisierung zum Opfer fallen könnten. Also dass die Tätigkeit, die ursprünglich ein Mensch ausführte, durch eine Maschine oder einen Roboter ersetzt werden könnte.

In Deutschland könnte dies bei ca 18% der Arbeitsplätze der Fall sein. Hier wäre die Maschine schlicht besser bzw effizienter.

Deep Blue und Watson gegen die “Menschheit”?

Aber es ist natürlich nicht allein die Arbeitswelt, wo Maschinen, Computer und Programme menschlicher Leistungsfähigkeit überlegen sind. Das beste Beispiel sind schon seit ziemlich langer Zeit Schachcomputer, die sogar sehr gute Spieler mühelos schlagen können. Berühmt geworden ist in dem Bereich der Computer Deep Blue. Dieser schlug den amtierenden Schachweltmeister nahezu problemlos. Und ja, das war schon vor 20 Jahren.

Watson von IBM

Und die K.I. Software Watson (Künstliche Intelligenz) von IBM schlägt beim bekannten Fernseh Game Jeopardy menschliche Kandidaten ohne mit der Wimper zu zucken (wenn Watson Wimpern hätte). Dabei stellt gerade Jeopardy für eine Software große Herausforderungen, da es hier um die Beantwortung natürlichsprachiger Fragen geht und die als Antworten gestellten Aufgaben meist bewusst mehrdeutig formuliert sind, und zudem häufig die Verknüpfung mehrerer Fakten erforderlich machen.

Der Barkeeper-Roboter auf dem Kreuzfahrtschiff

Jetzt sind Computer wie Deep Blue oder KI Software wie Watson natürlich nur extreme Beispiele, die natürlich vor allem in den Medien großen Anklang fanden. Dabei begegnen uns KI Algorithmen und Roboter schon längst in unserem ganz normalen Alltag. So findet man zum Beispiel auf einigen Kreuzfahrtschiffen Cocktailmixer- bzw Barkeeper Roboter. Per Touchdisplay wird ein Drink bestellt, der Roboter mixed alle notwendigen Zutaten und abgerechnet wird über ein RFID Armband. Vor wenigen Jahren wäre sowas noch als reine Science Fiction durchgegangen. Nun gut, der Barkeeper Roboter ist natürlich eher zu Unterhaltungs- und Marketingzwecken auf dem Schiff. Eine wirklich Effizienzsteigerung dürfte er an dieser Stelle nicht sein. Aber er zeigt eindrucksvoll, was möglich ist.

Und das ist natürlich längst nicht alles. Betway Casino zeigt in einer wirklich interessanten Infografik, was noch so alles bereits von Maschinen erledigt wird und in wievielen Lebensbereichen Software schon das sagen hat. So sind laut der Infografik allein für Amazon weltweit 100000 Logistikroboter im Einsatz. Und ich vermute mal, dass diese Zahl noch steigen wird.

Ebenfalls eine faszinierender Punkt der Infografik ist, dass im Sport davon ausgeht, dass Schiedsrichter bis zum Jahr 2030 durch Roboter ersetzt werden könnten. Wobei ich das für relativ optimistisch halte. Zumal die Fans und Verbände sich sicherlich sträuben würden. Aber möglich wäre es vielleicht.

Infografik: Mensch vs Maschine

Aber hier nun erstmal die Infografik:

Infografik: Mensch gegen Maschine

Muss der Mensch also Angst haben?

Nun dürfte eine solche Entwicklung vielen Menschen durchaus Angst machen. Aber vielleicht ist diese Angst recht unbegründet. Denn was die Infografik ebenfalls zeigt, ist dass die Maschine auch an vielen Stellen dem Menschen unterlegen ist.

So werden die genannten 18% der Arbeitsplätze nur wegfallen und durch Maschinen ersetzt werden, weil es sich um produzierende Jobs handelt, die verhältnismässig leicht auch von einem Roboter erledigt werden könnten. Berufe im Dienstleistungssektor, wo es auf die Interaktion mit echten Menschen ankommt, dürften Maschinen so schnell nicht Einzug halten.

Warum Watson und Deep Blue gar nicht intelligent sind

Und die hochgelobte Watson Software wirkt zwar bei Jeopardy durchaus Intelligent. Aber letztendlich wirkt er auch noch so. In Wirklichkeit greift er einfach nur auf eine riesige Datenbank zurück und ruft Information ab. Das macht ihn noch lange nicht Intelligent. Und Schachcomputer rechnen lediglich mögliche Züge durch. Hier geht es dann um Rechenleistung und ebenfalls nicht um Intelligenz.

Das Privileg des Menschen

Bei einem wird die Maschine uns also nie überlegen sein: beim echten Denken. Das wird wohl immer das Privileg des Menschen sein. Was vielleicht auch daran liegt, dass jedes menschliche Gehirn mehr Rechenleistung und mehr Speicherplatz besitzt, als jeder Computer.

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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

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