Der Barcode: Eine Erfolgsgeschichte seit den 1970er Jahren

Strichcodes sind uns von klein auf durch den Einkauf im Supermarkt ein Begriff. Die meisten abgepackten Verkaufsartikel haben irgendwo ein kleines Rechteck auf der Umverpackung, das aus unterschiedlich breiten Strichen mit Lücken dazwischen besteht. An der Kasse wird der Strichcode mittels eines Scanners ausgelesen, auf dem Display erscheint dann der Name und der Preis des Produkts. Doch so ein Barcode kann noch eine Menge mehr! Wofür er alles eingesetzt werden kann und wie Du selber von den vielfältigen Möglichkeiten profitieren kannst, erfährst Du hier.

Was genau ist eigentlich ein Barcode?

Der Barcode ist auch unter den Bezeichnungen Balken und Strichcode bekannt. Mittels schmaler und breiter Balken mit unterschiedlich großen Lücken dazwischen lassen sich verschiedenste Informationen ganz bequem abspeichern. Diese Daten können dann später wieder mit einem optischen Lesegerät, wie zum Beispiel einen Scanner oder einer Kamera, maschinell eingelesen und auf elektronischem Wege weiterverarbeitet werden.

Wer hat den Barcode ursprünglich erfunden?

Die ersten Versuche mit der Strichcode-Technologie wurden von Norman Joseh Woodland und Bernard Silver bereits im Jahr 1949 durchgeführt und am 07. Oktober 1952 patentiert. Danach probierten weltweit verschiedene Firmen mit der Nutzung des Barcodes zwecks Kennzeichnung Ihrer Produkte aus, zunächst aber mit mäßigem Erfolg. Richtig durchgesetzt hat sich der Balken erst in den 1970er Jahren, als der US-amerikanische Supermarkt-Konzern Walmart die Produktproduzenten nachdrücklich zum Einsatz der praktischen Strichcodes drängte. Im Laufe der Zeit konnten sich unterschiedliche Strichcode-Varianten, je nach Anwendung, Druck- oder Ablesemethode, durchsetzen.

Wie ist ein klassischer Barcode aufgebaut?

Den klassischen Barcode gibt es eigentlich nicht. Die derzeit am meisten genutzten Barcodes sind die European Article Number (EAN, IAN, JAN) und der Universal Product Code (UPC), Codabar, Code 128, Code 39 und Code 2/5 Interleaved. Im Alltag begegnen uns die EAN-Codes am häufigsten. Diese verfügen über zwei bis dreizehn Zeichen und werden unter anderem als Produktkennzeichnung für Handelsartikel, Verpackungen sowie im elektronischen und medizinischen Bereich verwendet. Die EAN-Barcodes sind gemäß der internationalen Norm ISO/IEC 15420 genormt und verfügen immer über eine Prüfziffer.

Wie lassen sich Barcodes einsetzen?

Die Einsatzgebiete sind wirklich mannigfaltig, daher ist der Strichcode aus modernen Warenwirtschaftssystemen gar nicht mehr wegzudenken. Die Barcodes ermöglichen die Steuerung, Überwachung, Verfolgung und Automatisierung von Unternehmensprozessen und können diese auch vereinfachen bzw. optimieren. Nehmen wir hier einfach noch einmal das Beispiel Supermarkt: Dank des Barcodes wird der Kassiervorgang schneller und die Fehlerquote an der Kasse durch falschen manuelle Preiseingaben wird minimiert. Zusätzlich wird die Bestandsveränderung automatisch erfasst, fehlende Artikel können so umgehend in die Regale nachgefüllt oder bei Bedarf nachbestellt werden.

Wo kann man einen eigenen Strichcode erstellen lassen?

Wer sich für das Thema Barcode interessiert und selber einmal einen eigenen Strichcode generieren möchte, kann das im Internet kostenlos und unverbindlich mit einem sogenannten Barcode Generator ausprobieren. Einfach die eigene Emailadresse, den Text oder die Daten, die kodiert werden sollen, in die entsprechenden Textfelder eingeben und dann bestätigen. Der Code wird generiert und dem Internetnutzer umgehend zugeschickt. Der Strichcode kann dann ausgedruckt und nach den individuellen Bedürfnissen weiterverwendet werden.

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