Künstliche Intelligenz: Vom Traum der Wissenschaft zum Werkzeug des Alltags

Die Digitale Revolution verändert seit dem 20. Jahrhundert das menschliche Leben. Dabei ist die Idee der künstlichen Intelligenz eines der Grundbausteine der Ära, welche zunehmend unser Alltag dominiert. Ursprünglich nur eine Theorie des Wissenschaftler Alan Turing, wird die Künstliche Intelligenz in der Zukunft eine wichtige Rolle im menschlichen Leben spielen.

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Die Geburtsstunde der Künstlichen Intelligenz

Auch wenn wir es uns oft nicht im klaren sind, ist die künstliche Intelligenz als einer der Grundbausteine der digitalen Welt inzwischen ein Teil des alltäglichen Lebens geworden. Die Geburtsstunde der Künstlichen Intelligenz ist Allen Turings “Turingmaschine”. Seine theoretische Rechenmaschine war in der Lage kognitive Prozesse, durch die Zerlegung in Einzelschritte und dessen Darstellung mit einem Algorithmus, auszuführen. Das Genie im Bereich der theoretischen Computerentwicklung hinterfragte damit die Möglichkeit, ob Mensch und Maschine die gleiche Denkleistung zustande bringen könnten.

Turings Theorie wurde später Basis für die Aufstellung der Hypothese, die besagte, dass Intelligenz unabhängig von der Trägersubstanz sei und folglich nicht auf den menschlichen Körper zur Funktion angewiesen sei. Der Traum der Wissenschaftler war das menschliche Wissen vom Körper zu erlösen und diese, gespeichert im Computersystem, ewig zu bewahren.

1956 wurde schließlich zum ersten Mal in einer Konferenz am Dartmouth College im US-Bundesstaat New Hampshire der Begriff die “Künstliche Intelligenz” von führenden Wissenschaftlern vorgeschlagen. Diese sollte die Fähigkeiten von Maschinen, die menschliche Intelligenz und Lernprozesse zu simulieren, definieren.

Bereits zu Beginn wurde die Idee der Künstlichen Intelligenz mit Hilfe von Spielen wie Schach, Dame und Poker, welche komplexe Denkleistungen abverlangen, konkretisiert. 1997 gelang  den Wissenschaftler diesbezüglich der erste Durchbruch. Eine KI-Schachmaschine besiegten den amtierenden Schachweltmeister Garry Kasparov und bewies, dass die Maschine das menschliche Gehirn durchaus übertrumpfen konnte. Kritiker wiesen jedoch darauf hin, dass der Sieg nicht durch eine autonome Denkleistung zustande gekommen war, sondern nur durch die Berechnung aller denkbaren Züge.

2019 gelang hinsichtlich Spiele und Künstliche Intelligenz ein weiterer Durchbruch. Wie Schach hatte sich auch Poker zu einem der wichtigsten Instrumente zur Messung der KI-Fähigkeiten entwickelt. Als ein Spiel sowohl mit klaren Regeln als auch Elementen der Gegnerbeobachtung, eignete es sich hervoragend zur dauerhaften Messung der Fortschritte. Letztes Jahr war der Computer schließlich in der Lage die besten Pokerspieler in Texas Hold’em zu besiegen. Das Bluffen, das wesentliche Spielverhalten, welches Poker subjektiver und unkalkulierbarer als andere Kartenspiele macht, hatte bis dahin den Sieg des Computers verhindert. Doch bereits wie im Schachfall, hat sich auch diesmal nur die Rechenleistung der Künstlichen Intelligenz verbessert.

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Auf eine Zukunft mit der Künstlichen Intelligenz

Heute wird die Künstliche Intelligenz in vielen Bereichen der Arbeitswelt eingesetzt. So werden zum Beispiel immer öfters während Operationen programmierte Roboter eingesetzt, welche in der Lage sind präziser als eine Chirurgenhand zu arbeiten. In der Automobilindustrie übernehmen Roboter gefährliche Teilbereiche der Produktion wie das Schweißen und Lackieren. Im Verwaltung- und Finanzwesen werden hingegen komplexe Verfahren durch hochentwickelte Software übernommen. Diese Liste an Beispielen kann endlos weitergeführt werden. Diese Fortschritte und die zunehmende Integration der Künstlichen Intelligenz in das menschliche Leben, zeigt deutlich, dass als Folge der Digitalen Revolution die KI-Technologie unser Alltag bestimmen wird.

Doch bis zur Verwirklichung des Traumes einen menschlich denkenden Computer zu entwickeln, ist noch ein langer Weg. Denn, obwohl Computer bereits in der Lage wiederkehrendes menschliches Verhalten zu berechnen, schaffen sie noch nicht selbständig Muster zu erkennen und sich den Veränderungen im menschlichen Verhalten anzupassen. Einer der wichtigsten Gründen hierfür ist, dass die Wissenschaft noch nicht geschafft hat, die Mysterien des menschlichen Gehirns zu lösen. Zukünftige Fortschritte sowohl in der Neurologie als auch in der Psychologie werden zur Weiterentwicklung der Künstlichen Intelligenz beitragen.  

Die Mehrheit der Menschen scheint die Einwirkungen der Künstlichen Intelligenz im Alltag positiv zu bewerten. Eine Untersuchung in Deutschland zeigte, dass die Bundesbürger durchaus von den KI-Dienstleistungen überzeugt sind. Auch wenn der Traum von der selbstständigen Maschine noch weit entfernt ist, die positive Einstellung der Menschen sowie die Anstrengungen der Wissenschaft wird uns in der Ära der zunehmenden Digitalisierung zu ein gemeinsames Leben mit der Künstlichen Intelligenz führen.

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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

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