Wissenswertes über moderne Computermonitore

Mein erster Computermonitor war eigentlich gar kein! Es handelte sich lediglich um einen stinknormalen, kleinen Fernseher. Denn ein C64 benötigte gar nicht mehr. Immerhin sorgte dies für ein buntes, wenn auch grobes und unscharfes Bild. PC Nutzer griffen zu dieser Zeit auf Monochrom Röhrenmonitore zurück, die ein Zimmer ein wunderschönes grünes oder bernsteinfarbenes Licht tauchten. Die Zeiten sind vorbei und irgendwann fand man auf den Schreibtischen regelrechte Computermonitor Kollosse. Denn gerade große Röhrenmontire haben nicht nur ein großen Bildschirm Bereich, sondern auch ein sehr großes Gehäuse. Mittlerweile sind auch diese eigentlich nicht mehr zu finden. Den TFT Monitoren sei dank, dass seit geraumer Zeit wieder Platz auf den Schreibtischen herrscht. Auf der Seite monitortest.net finden sich eine Übersicht und Testberichte zu aktuellen TFT Monitoren verschiedener Hersteller.

Doch gerade über TFT Monitore gibt es einiges zu wissen, damit sie ihre Vorteile auch ausspielen können.

VGA, DVI – Die Sache mit den Anschlüssen

Es ist nicht allein eine Frage der Kompatibiltät, ob man einen TFT Computermonitor mit VGA Anschluss oder einen mit DVI Anschluss nutzt. Es ist auch ein großer Unterschied in der daraus resultierenden Bildqualität.

VGA ist eine analoge Schnittstelle zwischen Grafikkarte und Computermonitor. Wohingegen DVI (Digital Visual Interface), wie der Name schon verrät, eine digitale ist. Nun ist es so, dass ein TFT Computermonitor digitale Signale zur Darstellung des Bildes benötigt. Verbindet man Monitor und Grafikkarte mittels DVI, ist das also kein Problem. Nutzt man VGA, muss im Monitor ein DA-Wandler (Digital Analog Wandler) das ankommende analoge Signal zunächst in ein digitales Signal umwandeln. Gerade bei günstigen Monitoren, mit entsprechend günstigen verbauten Komponenten führt dies unweigerlich zu einer Signaldämpfung und somit zu einem deutlich schlechteren Bild.

Zwar lässt sich auch eine Grafikkarte, die über einen DVI Ausgang verfügt mit einem Monitor mit VGA Eingang verbinden (Hierzu kommt ein entsprechender Adapter zum Einsatz). Allerdings wird das Signal dann noch immer analog übertragen. Mitsamt der genannten Nachteile.

Neben DVI setzt sich mittlerweile auch immer mehr der HDMI Anschluss durch. Dieser überträgt neben den digitalen Bilddaten auch noch Audiodaten und ist eigentlich kein spezifischer Monitor Anschluss, sondern vielmehr ein allgemein in der Unterhaltungselektronik eingesetzter Standard.

Native Auflösung eines Flachbild Computermonitors

Entscheidend für ein wirklich scharfes Bild ist die genutzte Auflösung. Sowohl Röhrenmonitore, als auch Flachbild Computermonitore verfügen über eine minimale und eine maximale Auflösung. Der maximalen Auflösung eines Flachbild Computermonitors kommt jedoch eine ganze besondere Bedeutung zu. Denn sie stellt gleichzeitig bauartbedingt die native Auflösung des Monitors dar. Bei dieser Auflösung kann der Flachbildmonitor das Bild zu 100% scharf darstellen. Nutzt man eine andere Auflösung als die maximale, werden fast alle anderen Auflösungen deutlich weniger scharf dargestellt. Der Grund hierfür ist, dass Pixel entsprechend interpoliert werden müssen. Nicht interpoliert wird allerdings bei Auflösungen, die der Hälfte oder einem Viertel der nativen Auflösungen entsprechen. Auch diese Auflösungen werden scharf dargestellt.

So erklärt sich auch, warum Röhrenmonitore immer etwas unscharf wirken. Denn keine einzige Auflösung passt genau über die Lochmaske eines Röhrenmonitors. Das Bild wird entsprechend unscharf wiedergegeben.

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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

3 Responses to Wissenswertes über moderne Computermonitore

  1. Marius S says:

    Sehr hilfreicher Artikel. Das mit der nativen Auflösung zeigt, dass man nicht immer die beste Bildqualität hat, wenn die Pixel interpoliert werden. Ich denke, das gleiche kommt bei 4K-Inhalten vor. Wenn man z.B. ein Full-HD Monitor hat aber 4K-Inhalte wiedergibt, wird man nie so eine gute und scharfe Auflösung bekommen, wie bei einem richtigen 4K-Monitor.

  2. Chris says:

    Der Artikel hat mir geholfen meine Auswahl für einen neuen Monitor einzugrenzen! Würde eventuell noch hinzufügen, welche Bildschirmauflösungen heut gängig sind und was für verschiedene Monitor für welche Anwendungen geeignet sind.
    Gruß

  3. Janusch says:

    Der Artikel ist zwar hilfreich, aber dennoch recht veraltet.
    “Neben DVI setzt sich mittlerweile auch immer mehr der HDMI Anschluss durch”. HDMI ist mittlerweile Standard. Auch DisplayPort wird interessant, wenn es um die Übertragung von 4K-Inhalten geht.
    Ich verfolge schon seit ca. einem Monat Deinen Blog und finde ihn sehr informativ und spannend zum Lesen.
    Dieser Artikel sollte aber vielleicht mal aktualisiert werden. Gerne würde ich Dir dabei behilflich sein, da ich selber einen Blog zu 4K-Monitoren besitze.

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