So wird man sein Geld im Internet los

Ich habe letztens einen mehr oder weniger lustigen Spruch gelesen. Er lautete wie folgt:

Um eine Frau glücklich zu machen reichen 8,5 cm vollkommen aus…. Dabei ist es vollkommen egal, ob Visa oder Mastercard drauf steht!

Der Spruch wurde übrigens von einer Frau auf Facebook gepostet. Natürlich zielt er auf hemmungsloses Shoppen ab, was so manche Frau und ganz sicher auch jede Menge Männer glücklich machen soll. Und natürlich ist das eine Möglichkeit sein sauer verdientes Geld los zu werden. Wobei dies sicher noch zu den angnehmsten Arten gehört und in den meisten Fällen sicher auch freiwillig geschieht. Es gibt aber leider auch Möglichkeiten, bei denen das Geld auf weniger angenehme und weniger freiweillige Art plötzlich weg ist. Oft stecken Kriminelle dahinter, manchmal aber auch eigene Unachtsam- oder gar eigene Zügellosigkeit!

Addis Techblog, Euro, Geld
Nehmen wir als Beispiel das Online-Glücksspiel, welches sich im durch alle Bevölkerungsschichten großer Beliebtheit erfreut. Dagegen ist auch grundsätzlich erstmal nichts einzuwenden. Doch oft ist auch so, dass es einige Spieler gibt, denen der Verlust von Geld grundsätzlich große Löcher in die Kasse haut. Leider sind dies auch oft genau die Menschen, die mit Glücksspielen versuchen ihre Kasse aufzubessern. Von den Spielern, die aus einem Suchtverlangen heraus zocken, will ich gar nicht erst anfangen.

Zocken muss man sich leisten können

Es mag simpel klingen, aber Zocken muss man sich auch leisten können. Wem jeglicher Geldverlust weh tun würde, sollte also gar nicht erst spielen. Nur wenn man über einen Geldbetrag verfügt, auf den man im Zweifel auch verzichten könnte, ohne dass es schmerzt (eigentlich tut es das je irgendwie immer), sollte überhaupt darüber nachdenken mit diesem Geld zu zocken. Aber auch hier gilt es, damit der Spass nicht zu schnell vorbei ist, sein Spieler Budget im Auge zu behalten, wie dieser Artikel hier erklärt.

Pishing Attacken

Neben dem selbstverschuldetem Geldverlust im Internet, lauern natürlich auch noch andere Gefahren für das eigene Geld im Web. Hier stecken Kriminelle dahinter, die zum Teil einen enormen Aufwand betreiben, um an das Geld anderer Leute zu kommen. Bekanntestes Beispiel sind hier sicher sogenannte Pishing Attacken.

Diese laufen in den meisten Fällen nach einem einfachen Muster ab. Man erhält eine eMail, die vermeintlich von der eigenen Bank oder von Paypal kommt. In dieser wird einem mitgeilt, dass irgenwas mit dem Konto nicht stimmt oder man unbedingt einige Daten aktuallisieren muss, weil ansonsten der Zugriff auf das Konto gesperrt werden würde. Natürlich befindet sich in der Mail auch gleich ein Link, der scheinbar zur Webseite von Paypal oder zum Online Banking Portal der Bank führt.  Tut er aber nicht. Er führt zu einer gefälschten Webseite, die sehr oft erstaunlich genau den echten Seiten gleicht. Gibt man als Nutzer nun seine Paypal Zugangsdaten ein, hat man schon verloren. Diese landen dann nämlich bei den Bad Guys, welche die Zugangsdaten natürlich sofort nutzen werden, um Geld abzuzuziehen.

Zwar greifen bei Bankkonten noch ein paar andere Sicherheitsmechanismen, so dass die Preisgabe der reinen Zugangsdaten noch nicht unbedingt einen Geldverlust bedeutet. Aber auch in einigen von Banken genutzten Sichterheitsabfragen (TAN, mTan und Co) tauchen immer mal wieder Sicherheitslücken auf. Zu 100% verlassen kann man sich hierauf also auch nicht.

Dramatischer wird es in Zusammenhang mit Paypal. Hier reicht es aus, wenn man im Besitz der Emailadresse und des Paypal Passwortes ist. Schon kann man Überweisungen veranlassen.

Immer in Hinterkopf behalten

Dabei ist es relativ einfach sich gegen diese Art Pishing zu schützen, wenn man zwei wichtige Dinge im Hinterkopf behält:

  1. Online Banking und Paypal nie über einen Link aufrufen, sondern immer mit der direkten Eingabe der URL in die Adresszeile des Browsers.
  2. Gerade Banken kommunzieren in wichtigen Angelegenheiten nie per Email. Besonders dann nicht, wenn sie Daten vom Kunden benötigen oder korrigieren müssen. Banken teilen einem dies immer per gewöhnlicher Briefpost mit.

Hält man sich hieran, ist die Gefahr, dass man sein Geld durch eine Pishing Attacke verliert, schon um einiges geringer. Trotzdem erstaunt es immer wieder, dass diese schon recht alte Masche scheinbar noch immer sehr erfolgreich funktioniert.

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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

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