Das langsame Sterben der Videotheken

Der Herbst macht sich schon lange bemerkbar, der Winter steht quasi schon vor der Tür. Der Sommer mit seinen hohen Temperaturen und dauerhaftem Schwimmbad-Wetter ist definitiv vorbei. Und es gibt nicht wenige, die sich dank der nun kühleren Temperturen auf gemütliche Abende vor dem Fernseher freuen.

Bei Schmuddelwetter bleibt man gerne daheim

Vor noch gar nicht mal allzulanger Zeit war für Betreiber von Videotheken der Anfang des Herbstest auch der Auftakt zur Hochsaison. Denn viele Menschen nutzen in der Tat das Schmuddelwetter um daheim einen Film zu schauen. Zwar musste man dazu früher zumindest kurzzeitig das Haus verlassen, um sich einen Film in der Videothek zu holen, aber das nahm man notgedrungen hin. Das Problem für Videotheken Betreiber ist aber nun, dass man mittlerweile noch nicht mal dafür mehr das Haus verlassen muss.

Netflix, Amazon Video und Co

Netflix, Amazon Video, iTunes und Co sei dank, sind Videothken mitlerweile akut vom Aussterben bedroht. Was ja auch nicht weiter verwunderlich ist. Denn Filmenthusiasten steht mit den diversen Streaming Anbierten auf Knopfdruck die größte Videothek der Welt zur Verfügung. Und wem dies zur Verfügung steht, der wühlt sich nicht mehr durch die Regale einer Videothek.

Gerade mal 616 Videotheken sind übrig

Wie die folgende Grafik auf Basis von Zahlen des IVD zeigt, ist das Videotheken-Sterben in Deutschland schon weit vorangeschritten. Von 4.300 Videotheken im Jahr 2006 sind mittlerweile gerade mal 616 übrig geblieben. Und in der Tat ist es irgendwie doch verwunderlich, dass es trotzdem noch so “viele” Videotheken sind, die sich halten können. Offensichtlich gibt es doch noch eine Reihe Film Fans, die DVD und Blueray den Vorzug geben. Denn jede Videothek muss wirtschaflich sein bzw ausreichend Kunden haben, damit sie dauerhaft bestehen kann.

Infografik: Stirb langsam – Immer weniger Videotheken in Deutschland | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

One Response to Das langsame Sterben der Videotheken

  1. Sebastian says:

    Wer Netflix und Amazon hat braucht halt nicht mehr aus dem Haus gehen und muss sich nicht mit unfreundlichen Mitarbeitern herumschlagen.

    Und die Auswahl ist halt meistens nochmal um einiges besser.

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