Windrad für Smartphones – Akku laden mal anders

Es ist ein bekanntes Problem. Der Akku eines durchschnittlichen Smartphones hält oft kaum länger als einen Tag durch, bevor er wieder geladen werden muss. Selbst bei minimaler Nutzung des Smartphones und bei Beachtung sämtlicher Stromspartipps, lässt sich die Akkuzeit kaum verlängern. Smartphone Nutzer, die länger nicht in die Nähe einer Steckdose kommen, bekommen da schnell mal zittrige Hände und suchen verzweifelt eine Lademöglichkeit für ihr Smartphone zu finden. Mir selbst ist dies schon mehr als einmal passiert.

Angelina Jolie und Brad Pitt auf dem roten Teppich

Das Problem mit der schwindenden Akkuleistung hatte ich beispielsweise im letzten Jahr. Ich befand mich in Berlin in der “Deutschen Kinemathek” auf einer Presseveranstaltung. Bekanntlich befindet diese sich im Sony Center am Potsdamer Platz. Just zu dem Zeitpunkt als ich dort war, fand hier auch zufällig die Premiere zum Film “World War Z” statt. Das bedeutet: roter Teppich auf dem munter deutsche und internationale Stars entlang stolzieren. Die deutsche Kinemathek bot hier quasi einen Logenplatz mit einer astreinen Sicht auf das Geschehen. Klar, dass man hier Bilder machen möchte. Und mangels einer anderen Kamera (die war ursprünglich nicht notwendig und lag im Hotel) im Zweifel mit dem Smartphone. Zu dumm, dass mir viel zu früh der Akku versagte. Und das ist mehr als ärgerlich.

World War Z Premiere

Der rote Teppich in Berlin. Eines der wenigen Bilder

Akku Sticks und Solarzellen

Nun gibt es natürlich einige Möglichkeiten, das Smartphone auch für längere Zeit unabhängig von der Erreichbarkeit einer Steckdose zu machen. Die einfachste Möglichkeit ist sicherlich ein stinknormaler Zweitakku, den man mit sich herum schleppt. Etwas eleganter, aber in die gleiche Lücke schlagend, sind Akku Sticks. Also ein externer Akku, an welchen das Smartphone mittels Ladekabel (meistens USB) angeschlossen werden kann. Dieser externe Akku transferiert nun quasi seinen “Saft” an den Akku des Smartphones. Etwas aufwendige sind da schon Solarladegeräte. Kleine Solarpanels, mit denen man mit Sonnenenergie das Smartphone laden kann. All das ist natürlich nichts neues. Solarpanels und Akku Sticks gibt es schon seit Jahren.

Kickstarterprojekt Trinity – Ein Windrad für den Smartphone Akku

Etwas vollkommen neues ist hingegen ein Projekt auf Kickstarter namens Trinity Portable Wind Turbine Power Station. Hierbei handelt es um nichts anderes als ein kleines Windrad, welches mittels Windenergie dem Smartphone Akku und anderen Kleingeräten neues Leben einhauchen soll. Hierzu verfügt das Gadget selbst über einen großen Akku und soll zukünftig primär in Gegenden für Akkupower sorgen, in welchen nicht ohne weiteres eine Steckdose vorhanden ist.

Bei dem Trinity Windrad handelt es sich um einen Vertikalrotor. Das bedeutet, dass die Blätter sich um eine vertikale Achse drehen, anstatt wie üblich horizontal. Dies hat einige Vorteile. So ist diese Bauweise deutlich platzsparender und das Verletzungsrisiko ist geringer. Zudem muss der Rotor nicht der Windrichtung angepasst  und somit auch nicht nachgeführt werden. Allerdings ist die Leistungsfähigkeit eines Vertikalrotors deutlich geringer, als die eines Horizontalrotors.

Das Gadget selbst ist zusammengeklappt ca 30cm lang und wiegt 1,9 Kilo. Verbaut ist ein 15 Watt Generator und ein 15000mAh Lithium-Polymer Akku. Das Gerät ist wasserdicht und kann somit auch bei schlechtem Wetter genutzt werden. Geladen werden Smartphones und Kleingeräte über einen USB Anschluss.

Der Preis soll bei 280 USD liegen. Die für die Finanzierung notwendigen 50000 USD sind auf Kickstarter fast erreicht und das obwohl das Projekt noch vier Wochen läuft.

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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

2 Responses to Windrad für Smartphones – Akku laden mal anders

  1. Markus says:

    Also ich weiß nicht recht, was ich von dieser Lösung halten soll. Zumal das Teil ja auch alles andere als günstig ist – was wohl am 15Ah-LiPo liegt.
    Dann doch lieber ein billiges Solarlademodul von/bei Pearl gekauft, das es für schlappe vierzig Euros gibt und schon 20w liefern kann. Nicht zu vernachlässigen: es ist noch schön klein im Gegensatz zu dem Windrad…

  2. Heiko says:

    Ich finde das ist ein tolle Projekt. Zudem steht die Finanzierung bereits über 60k USD, sodass es nichtmehr allzufern zum Ziel ist, wo das Gerät auch mit Multi-Voltage DC zum Einsatz von Notebooks ausgestattet wird. Damit wird es nochmal richtig interessant.

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