Wie smarte Rauchmelder Leben retten

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Smarthomes sind im Kommen. Immer mehr setzen auf intelligente Steuerungen ihres Eigenheimes und lassen Heizkörper, Licht und die Rolläden auf diese Art steuern und regulieren. Allerdings steigern Smarthomes nicht nur den Komfort, sondern leisten auch noch einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Sicherheit der Bewohner. Das beste Beispiel ist der bekannte Rauchmelder, der längst nicht mehr nur ein einfaches Kästchen ist, welches im Falle einer Rauchentwicklung laut piept. Mittlerweile sind auch die Rauchmelder vernetzt und wichtiger Bestandteil eines Smarthomes.

Rauchmelder retten Leben

Man muss sich nichts vormachen: Rauchmelder können Leben retten oder zumindest dabei helfen größere Schäden zu vermeiden. Allerdings ist gerade der Brandschutz etwas, was von vielen sträflich vernachlässigt wird. Nicht umsonst besteht in 13 Bundesländern mittlerweile eine Rauchmelderpflicht. In Berlin und Brandenburg sind entsprechende Gesetze in Planung. Nur Sachsen belässt es bei einem Appell an die Bürger.

Rauchmelderpflicht in 13 Bundesländern

Dabei gibt der Erfolg der Rauchmelderpflicht Recht. Seit Einführung sank die Zahl der Opfer durch Wohnungsbrände um 29%. Das liegt vor allem daran, dass die meisten Opfer im Schlaf überrascht werden und bei einem Brand nicht wach werden. Der Grund ist, dass im Schlaf der Geruchssinn des Menschen aussetzt. Man merkt also gar nicht, dass es brennt.

Und genau hier kommt der Rauchmelder ins Spiel. Dieser registriert eine Gefahrensituation sehr früh und schlägt laut und deutlich Alarm. Warnt somit frühzeitig Bewohner und reißt sie im Zweifel aus dem Schlaf. Diese Aufgabe erfüllt im Prinzip jeder taugliche, moderne Rauchmelder. Um hier allerdings auf Nummer sicher zu gehen, sollte man vor dem Kauf möglichst viele Rauchmelder Testberichte vergleichen. Den auf dem Markt sind auch einige Geräte erhältlich, die schlicht und ergreifend gewissen Anforderungen nicht genügen.

Der große Vorteil eines Smarthome Rauchmelders

In ein Smarthome integrierte Melder gehen aber noch einen Schritt weiter. Denn der lauteste Alarm nützt nichts, wenn niemand vor Ort ist, der ihn hören kann. Menschenleben wären in diesem Fall zwar nicht gefährdet, aber das eigene Hab und Gut ganz sicher. Die meisten Smarthome-Rauchmelder jedoch versenden im Falle eines Alarms Push-Nachrichten auf entsprechende Smartphones Apps.

Somit ist man in der Lage unabhängig vom Ort, an welchem man sich gerade befindet, zu reagieren. Man kann Familie, Nachbarn, Freunde oder auch die Feuerwehr informieren. Da moderne Rauchmelder relativ frühzeitig auch bei kleineren, noch im Entstehen befindlichen Bränden anschlagen, kann man so größere Schäden unter Umständen verhindern.

Smarthome Anbieter

Im Moment gibt es eine ganze Reihe Anbieter, welche Smarthome Lösungen mit Rauchmelder anbieten. Besonders bekannt sind hier die Systeme von RWE, der Telekom und Nest. Das Nest System ist im deutschsprachigen Raum allerdings noch nicht sonderlich von Bedeutung. Bekannt geworden ist es hier bislang nur, weil Nest Labs im Januar von Google für 3,2 Milliarden Dollar gekauft wurde.

Nest Protect – Googles Rauchmelder

Der Schwerpunkt des Nest Systems liegt auf einem intelligenten Heizungsthermosthat, welches sich an die Gewohnheiten des Nutzers anpasst. Allerdings ist das System für die Nutzung US-amerikanischer Gebäudtechnik optimiert und zur geopgraphischen Optimierung ist die Eingabe einer US-Postleitzahl notwendig. Darum wird das System ausserhalb der USA bislang auch nicht vermarktet.

Zum System gehört allerdings auch ein smarter Rauchmelder, welcher in Deutschland erhältlich und nutzbar ist. Der Nest Protect genannte Rauchmelder ist WLAN-fähig und kann somit ohne Basisstation über das Web Push-Nachrichten auf Smartphones und Tablets senden. So benachrichtigt Nest Protect den Nutzer über Akkustand und natürlich über etwaige Alarme. Zudem verfügt Nest Protect im Gegensatz zu vielen anderen Rauchmeldern über einen CO2 Sensor und bietet so zusätzliche Sicherheit. Wer mag kann sogar die eingebaute LED als Nachtlicht nutzen und dieses über eine App steuern.

Systeme von RWE, Telekom und Co

Etwas bescheidener kommen da schon, die Rauchmelder von RWE und Telekom daher. Diese sind, sofern sie innerhalb eines Smarthomes eingesetzt werden, auf eine Basistation angewiesen. Ohne diese, versenden die Systeme keine Nachrichten. Ihre Aufgabe bei Rauchentwicklung Alarm zu schlagen erfüllen sie allerdings auch ohne Basistation.

Der Vorteil dieser Smarthome Systeme liegt allerdings darin, dass nicht nur Rauchmelder integriert werden können. Beide Anbieter bieten eine ganze Reihe Gerätschaften an, die der Sicherheit und dem Komfort dienen und miteinander vernetzt werden können. Hierzu zählen neben dem Rauchmelder auch Tür- und Fensterkontakte, Heizkörperthermostate, Lichtsteuerungen, Bewegungsmelder usw. Also all das, was man unter einem Smarthome versteht.

Es muss nicht unbedingt smart sein

Festzuhalten ist allerdings: Ein installierter Rauchmelder ist immer besser als kein Rauchmelder. Von daher muss es nicht unbedingt ein smartes Gerät sein. Selbst einfache Melder verfügen oft über Funk und im Falle eines Alarms aktivieren sich so alle Rauchmelder in der Wohnung. Und auch diese im Vergleich günstigere Variante erfüllt ihren Zweck und ihre Aufgabe Leben zu retten.

About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.
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One Response to Wie smarte Rauchmelder Leben retten

  1. Stefanie says:

    Ich finde, Rauchmelder und Brandschutz sind ein sehr wichtiges Thema. Da ich leider auch schon Brandfälle im Bekanntenkreis miterleben musste, finde ich auch die Einführung der Rauchmelderpflicht vollkommen richtig, denn im Notfall können sie Leben retten.

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