Unterwegs online: Apple CarPlay und Google Auto jetzt nachrüstbar

Google Android Auto

Google Android Auto

Ein neuer Trend zeichnet sich ab: Nachdem das Smartphone schon zum Alltag von immer mehr Bundesbürgern gehört, hält das Internet auch Einzig in unsere Autos. Fachleute gehen davon aus, dass die Zahl der vernetzten Fahrzeuge von derzeit weltweit rund 23 Millionen bis 2020 auf 152 Millionen steigen wird. Vor allem Apple und Google erhoffen sich gute Geschäfte im neuen Wachstumsmarkt.

Google und Apple setzten auf internetfähige Fahrzeuge

Das Smartphone ständig im Blick: Egal ob Spotify oder Google Music oder Apple Maps – viele Apps lassen sich prinzipiell auch im Auto gut nutzen. Bisher lag das Problem aber darin, dass die Smartphone-Nutzung während der Fahrt nicht nur wenig empfehlenswert, sondern auch noch verboten ist. Daran hat sich natürlich nichts geändert; aktuelle Entertainment-Systeme machen dies allerdings überflüssig. Die Funktion ähnelt dabei prinzipiell jener von klassischen Freisprechanlagen, wobei aber die gesamte Funktionalität des Smartphones verwendbar wird: Einmal mit dem System verbunden, lassen sich auch die Apps komfortabel über einen Touchscreen bedienten. Bei Apple CarPlay und Googles Android Auto handelt es sich also mehr oder weniger um eine standardisierte und für Autofahrer optimierte Version der bekannten mobilen Betriebssysteme. Spannend bleibt dabei die Frage, welcher Nutzen sich künftig entwickeln könnte: Denn bisher ist das sogenannte “Ökosystem” also die Auswahl kompatibler Apps noch recht gering. Fachleute gehen aber davon aus, dass sich nicht nur daran künftig etwas ändern wird – mehr noch: Die Einführung der Online-Fähigkeiten könnten als erster Schritt zum autonomen Fahren betrachtet werden.

Ablenkungsfreie Bedienung

Notwendig wird auch eine Verbesserung der Spracherkennung. Zwar werden bereits jetzt Siri (Apple) und Google Now eingesetzt, für komplexere Aufgaben wird der Touchscreen aber noch benötigt. Die Nutzung während der Fahrt ist dabei aber immer auch mit Ablenkungen verbunden. Auch Microsoft möchte mitmischen, hat aber Schwierigkeiten aufgrund des geringen Marktanteils – bei den Smartphones werden weltweit derzeit nur drei Prozent erreicht. Per MirrorLink ist eine Verbindung aber auch für Windows Phones möglich. Um keine Kunden auszugrenzen, dürften die Hersteller künftig auf sämtliche erhältliche Plattformen setzen.

Nachrüsten jetzt möglich

Ärgerlich für viele Autobesitzer dürfte lediglich die Tatsache sein, dass solche Systeme zumindest ab Werk nur bei sehr jungen Fahrzeugmodellen verfügbar sind. So kann beispielsweise Apple CarPlay in der neuen C-Klasse verwendet werden, welche seit letztem Jahr erhältlich ist. Fahrer des erst kürzlich ausgelaufenen Vorgängermodells haben hingegen das Nachsehen. Vergleichbar sieht es in Opel Fahrzeugen aus: Der neue Corsa sowie der noch im Juni erscheinende Opel Karl können auf Wunsch entsprechend der neuen Technologie ausgestattet werden, für die Käufer der erst wenige Jahre alten Vorgänger ist das aber nur ein schwacher Trost. Letztere können aber wieder Hoffnung schöpfen: Denn mittlerweile ist dank Pioneer auch nachrüsten möglich, entsprechende Systeme sind universell einsatzbar. Künftig dürften auch die Konkurrenten vergleichbare Modelle auf den Markt bringen und somit für eine echte Belebung sorgen – es wird sich lohnen.

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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

4 Responses to Unterwegs online: Apple CarPlay und Google Auto jetzt nachrüstbar

  1. Nicole says:

    Das ist verboten während des Autofahrens ? o.O

    Ohje wieder was gelernt ^^

    Gruße
    Nicole

  2. Alex says:

    Ein Nachrüstsatz ist auf jeden Fall eine sehr günstige Lösung. Wenn ich da an meinen BMW denke da werden schon für einen USB 800 Euro fällig. Nur leider wie oben bereits erwähnt gibt es bisher kaum brauchbare apps dafür. Es müsste mehr verbreitet sein dann würden sich die Entwickler auch damit befassen. Verstehe sowieso nicht wie die Autohersteller für Android ein paar hundert Euro verlangen können da das Betriebssytem ja vollkommen umsonst ist und da schon ein Haufen Geld gespart werden kann.

  3. Fabian says:

    Natürlich finde ich es Super, sein Smartphone mit dem Auto verbinden zu können bzw. während der Fahrt damit völlig legal zu interagieren, dennoch ist es eine Frage der Vernunft des Fahrzeugführers, wie er damit umgeht. Messenger Dienste wie z.B. Whatsapp haben meiner Meinung nach im Auto nicht viel verloren, da diese sehr sehr leicht ablenken können.

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