Online Gaming und die Sicherheit

© 2014 Andreas Rabe/Addis TechblogEs ist noch gar nicht so lange her, da hat ein weitläufige Hack tausende Telekom Kunden vom Internet getrennt. Ein paar “Bad Guys” haben es damals auf die Router der Kunden abgesehen. Hier wollten sie eine Sicherheitslücke ausnutzen und Schadsoftware auf die betreffenden Router aufspielen. Ziel hierbei war dabei noch nicht mal, die Nutzer vom Netz zu trennen. Dieser Effekt trat eigentlich nur auf, weil die Schadsoftware fehlerhaft programmiert war und quasi einen schwerwiegend Bug hatte. Für die Nutzer war dies eigentlich “Glück im Unglück”

Existiert eine Schwachstelle, dann wird sie ausgenutzt

Alledings zeigt dieser Angriff vor allem eines. Angreifer haben es nicht alleine nur auf Computer, Server und mobile Geräte abgesehen. Vielmehr ist grundsätzlich jedes Gerät ein potentielles Ziel, welches irgendwie mit dem Internet verbunden ist. Und davon gibt es mittlerweile eine ganze Menge. Smartphones, Tabletts, Babyphones, Netzwerkkameras, Netzwerkdrucker und auch Spielkonsolen sind hier nur einige Beispiele. Allen gemein: sie hängen mittlerweile am Netz. Was jetzt allerdings auch nicht heißt, dass normale Desktop-PC aus dem Fokus der Angreifer gerückt sind. Ganz im Gegenteil. Grundsätzlich gilt, dass wenn ein Geräte eine Schwachstelle oder eine Sicherheitslücke aufweißt, wird sie irgendwann auch gefunden und ausgenutzt. Das sollte jedem klar sein.

Gerade Nutzer von Online Games, ganz gleich ob sie das neuste Blockbuster Game auf dem Desktop spielen, gar mobil eine Smartphone Casino App wie zum Beispiel Euro Palace online casino nutzen oder einfach nur gerne Browsergames spielen. Denn es liegt durchaus in der Natur der Sache, dass gerade Online Games eine permanente Verbindung ins Netz aufbauen und eine solche gilt es zu überwachen. Denn die Gefahr spielt eigentlich immer mit.

Und dennoch wird über diese Gefahren im Online Gaming nur selten nachgedacht. Die Gefahr durch Viren, Trojaner, Phishing oder Indentitätsdiebstahl erscheit weit weniger wichtig als eine realistische Spielwelt und ein guter Ping.

So werden z.B. in diversen Foren besonders günstige Game- und Aktivierungskeys angeboten. Das klingt für viele verlockend. Was dabei nicht bedacht wird ist, dass diese Keys in der Regel mit gestohlenen Kreditkarten bezahlt wurden. Die Angebote in diesen Foren sind also nichts anderes als Geldwäsche. Wer bei solchen Angeboten zugreift, macht sich unter Umständen strafbar. Hinzu kommt, dass die Game Anbieter Accounts, welche mit solchen Keys eröffnet wurden in der Regel sperren. Das bezahlte Geld ist dann so oder so futsch.

Auf eine sehr einfache Form des Social Enineering fallen leider auch immer wieder viele Gamer herein. So geben sich immer wieder Betrüger innerhalb eines Spiels als Firmenmitarbeiter, Moderator oder Gamemaster aus und versuchen so Zugangsdaten ihrer Opfer zu erfragen. Begründet wird dies dann oft damit, dass man einer Beschwerde nachgehen bzw eine Disput schlichten müsse. Sollte sich das Opfer hierauf einlassen, dann kann es sicher sein, dass es die Kontrolle über seinen Mühsam aufgebauten Charakter los ist. Jeder Gamer sollte sich also merken, dass echte Mitarbeiter niemals und unter keinen Umständen nach Zugangsdaten fragen würden.

Die Sache mit dem gesunden Menschenverstand

Mit ein wenig gesunden Menschenverstand kann man sich also schon sehr viel Ärger ersparen. Obwohl er bei einigen Gamern auch immer wieder einfach mal aussetzt. Für diese Sorte Gamer gilt Performance dann manchmal mehr als Sicherheit und schwupps wird die Anti-Viren Software während des Spielens einfach mal ausgeschaltet. Denn schließtlich frisst diese ja Leistung und bremst den Computer vermeintlich aus. Was dann völlig ausgeblendet wird ist, dass man ja auch manchmal während des zockens Webseiten ansurft und man einem Drive By Angriff ohne Anti-Viren Software von vorneherein Tür und Tor sehr weit aufgemacht hat. Die deutlich bessere Lösung ist es hier, den Gaming Mode der Antivren Software zu aktivieren. Hierdurch werden Benachrichtugungen unterdrückt und die Prozessorlast gesenkt.

Auch wenn Zocken jede Menge Spass macht, sollte man nie vergessen, dass man im Fokus der Bad Guys steht. Darum sollte man seine eigene Sicherheit nie aus den Augen lassen. Nachdenken was man tut und der gesunde Menschenverstand sind hier allerdings schon ein guter Schutz. Es gilt wie so oft: Erst nachdenken, dann klicken!

About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.
Bookmark the permalink.

One Response to Online Gaming und die Sicherheit

  1. Gerald says:

    Hallo und erstmal danke für den super Artikel
    Du sprichst mir aus der seele! Besonders, was den Punkt “Gesunder Verstand” anbelangt. Wer den hat und auch einsetzt, ist klar im Vorteil;) Und noch dazu ist er billiger als jede anitviren Software…:)
    LG Gerald

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.