Wie arbeitet ein Saugroboter

Saugroboter

Saugroboter gelten ja als die automatische Arbeitserleichterung im Haushalt. Selbstständig düsen sie los und reinigen in der Wohnung die Fussböden von Dreck, Staub und Krümeln. Moderne Vertreter ihrer Art machen das dabei sogar vollkommen selbstständig. Einmal programmiert beginnen sie regelmäßig ihre Arbeit, ohne dass der Mensch eingreifen muss. Ein Stück Technik, welches die Wohnung oder auch das Haus wieder ein ganzes Stück smarter macht.

Nicht alles ist smart, was smart aussieht

Doch nicht jeder Saugroboter ist wirklich smart. Und nicht jeder Saugroboter, obwohl etwas anderes suggeriert wird, ist wirklich HighTech. Im Gegenteil. Ältere oder vergleichsweise günstige Modelle sind sehr weit davon entfernt HighTech oder gar smart zu sein. Hier würde dann selbst für einen “Roboter” der Begriff Low Tech wesentlich besser passen. Von der Smartness eines Saugroboters hängt nämlich wesentlich ab, welche Strategie er nutzt, um die Wohnung zu reinigen. Und je besser diese Strategie ist, desto effizienter arbeiten diese Geräte natürlich.

So besitzen  einfache und günstige Geräte keine aufwendige, smarte Elektronik, welche von einer Viezahl von Sensoren gefüttert wird. Nein, einfache Geräte besitzen lediglich einen Kollisionssensor. Stößt der Roboter gegen ein Hindernis, ändert er einfach die Richtung und fährt weiter. Für ein solches “Verhalten” braucht es eigentlich noch nicht einmal Elektronik. Bei älteren Modellen reichte hier sogar eine einfache Federmechanik aus, um den Saug-“Roboter” bei einer Kollision die Richtung ändern zu lassen. Unschön ist hier natürlich, dass diese einfachen Modelle jedesmal gegen die Möbel fahren. Was natürlich durchaus zu gewissen Abnutzungserscheinungen führen kann. Hochwertigere Geräte nutzen deshalb Ultraschall-, Lichtsensoren oder gar eine Lasermessung zur Kollisionserkennung.

Per Zufall durch die Wohnung

Die Reinigungsstrategie, die deartige Modelle an den Tag legen, ist natürlich zufallsbasiert. Der Roboter fährt auf einer vollkommen zufälligen Strecke durch den Raum. Manche Geräte fahren hier einfach kreuz und quer durch den Raum. Andere versuchen zumindest sich auf Bahnen zu bewegen. Ist die Zeit, die der  Roboter das macht, lange genug, so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er an jeder Stelle des Raumes mindestens einmal vorbeikommt. Hinzu kommen hier natürlich viele Streckenüberschneidungen. Also Stellen, die der Roboter mehrmals überfährt. Man merkt hieran natürlich, dass eine solche einfache Strategie zeitraubend und wenig effizient ist.

Kartennavigation

Effiezienter wird es natürlich, wenn der Saugroboter sich nicht nach dem Zufallsprinzip durch die Wohnung bewegt. Dazu muss der Roboter allerdings “wissen”, wo er sich selbst in der Wohnung jeweils befindet. Interessanterweise schaffen dies bislang nur sehr wenige aktuelle Saugroboter Modelle. Einige von diesen, legen aufgrund ihrer Sensorendaten sogar eine Karte der Räume an, um sich zu orientieren. Hierdurch wird es einem Saugroboter natürlich möglich, einen geeigneten Reinungsweg zu wählen und sich quasi auf geeordneten Bahnen durch die Wohnung zu bewegen. Hierdurch sinkt natürlich die Zeit, die er für seine Arbeit benötigt. Zudem, was für viele sicher auch wichtig ist, verbraucht er so auch weniger Energie.

Wer es also wirklich smart, zeitsparend und effizient haben möchte, sollte darauf achten ein Gerät zu kaufen, welches sich im Raum orientieren kann. Ist dieses einmal programmiert, erledigt es seine Aufgabe im Grunde fast von selbst. Und genau das ist es ja, was man von einem Saugroboter erwartet.

About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.
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One Response to Wie arbeitet ein Saugroboter

  1. Andy says:

    Sehr schön recherchiert. Vielleicht eine kleine Ergänzung zu der Kartennavigation. Diverse Modelle arbeiten auch nach einen Reinigungsmuster. Beziehungsweise erstellen ein solches. Also quasi bei den ersten paar Fahrten erstellen diese Modelle ein Muster ihrer Umgebung und reinigen dementsprechend schneller und genauer. Das sind dann aber auch Modelle die einige hundert Euro kosten. Die günstigeren Modelle wie ein Dirt Devil die sind zwar eine nette Spielerei, aber arbeiten eben nach dem Chaosprinzip (Zufallsprinzip). Wenn dann ein Raum pro Akkuladung “sauber” wird dann ist das schon gut 😀

    Auf jeden Fall vermittelst du mit diesem Beitrag einen sehr guten ersten Eindruck. Klasse! 🙂

    Lieben Gruß
    Andy

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