LG G Flex – LG stellt geschwungenes Smartphone vor

Ein Smartphone, dessen Form der Kontur eines menschlichen Gesichts nachempfunden ist. LG enthüllte diese Tage mit dem LG G Flex ein ebensolches Gerät und will damit vor allem die Sprachqualität verbessern. Aus dem einfachen Grund: Das Mikrofon rückt näher zum Mund.

LG selbst ist begeistert vom LG G Flex

Es liegt in der Natur der Sache, dass LG das G Flex für eine absolut gelungene Sache hält. So sagt Dr. Jong-seok Park, President und CEO von LG Electronics Mobile Communications:

Das LG G Flex ist die bisher gelungenste Umsetzung der Idee eines gebogenen Smartphones. Mit seinem charakteristischen Design, seiner innovativen Hardware und seinen benutzerfreundlichen UX-Funktionen stellt das G Flex die signifikanteste Smartphone-Entwicklung dar, seit diese zu einem integralen Bestandteil unseres Alltags geworden sind.

Laut LG biete das LG G Flex, im Vergleich zu flachen Smartphones, ein um 3dB höheres Klangniveau. Die Krümung entspräche der Formgebungen eines normalen, menschlichen Gesichts. Hierdurch erreiche das LG G Flex eine bessere Stimm- und Klangqualität, da der Abstand zwischen Mikrofon und Mund verringert würde. Zudem läge das LG G Flex durch die Krümmung besser in der Hand. In die Gesäßtasche würde das Smartphone zudem auch besser passen.

Was ich interessant finde ist, dass durch die Krümmung eine Art IMAX Effekt des Displays erzielt werden solle, sofern das Smartphone quer gehalten wird. Das soll vor allem bei Filmen und Games Vorteile bringen. We will see!

Auch der Klang soll sich angeblich durch die gebogene Form verbessern. Sofern das LG G Flex auf einer flachen Oberfläche liege, strahlen die Lautsprecher seitlich nach unten ab und würden somit für zusätzliche Resonanz sorgen. Der Verbesserung würde sich vor allem im Bereich oberhalb von 5kHz zeigen.

Was das LG G Flex noch alles bringt

Was ich mal wirklich interessant finde ist, dass das LG G Flex über eine Art selbst heilende Hülle verfügt. Die Rückseite ist mit einer elastischen Schicht überzogen, die angeblich in der Lage sein soll, Kratzer und Schrammen auszugleichen. Wenn das funktioniert, wäre das klasse. Denn nichts stört mich persönlich mehr, als Kratzer im Smartphone.

Neben diesem Selbstheilungs-Effekt bietet das LG G Flex auch noch eine Reihe neuer UX Funktionen:

  • QTheater bietet Nutzern direkt vom Sperrbildschirm Zugriff auf Fotos, Videos und Youtube. Mit zwei Fingern kann der Nutzer die entsprechenden Apps wie Theatervorhänge seitwärts auf den Bildschirm ziehen.
  • Dual Window teilt den 6-Zoll-Bildschirm für besseres Multitasking in zwei separate Fenster.
  • Swing Lockscreen verändert die Darstellung auf dem Sperrbildschirm abhängig davon, wie das G Flex gehalten wird.
  • Face Detection Indicator lässt die LED im Rear Key grün aufleuchten, um den Status der Gesichtserkennung und die Bildschärfe zu bestätigen.
  • Camera Timer lässt die LED im Rear Key blinken, wenn der Countdown begonnen hat.
  • Urgent Call Alert lässt die LED im Rear Key rot blinken, wenn dieselbe Person mehrfach vergeblich versucht hat anzurufen.

Das LG G Flex unter der Haube

Wer sich jetzt schon auf ein gebogenes Smartphone, wie das LG G Flex freut, wird wohl erstmal enttäuscht sein. Denn das G Flex wird zunächst in Korea auf den Markt kommen und danach erst wir bekannt gegeben auf welchen weiteren Märkten es noch und wann es erscheinen wird.

Darum sind bislang auch nur die Daten der koreanischen Version bekannt:

  • Chipset: 2,26 GHz Quad-Core Qualcomm Snapdragon 800 (MSM 8974)
  • GPU: Adreno 330, 450MHz
  • Bildschirm: 6 Zoll HD (1280 x 720), Curved POLED (Real RGB)
  • Speicher: 2GB LP DDR3 RAM / 32GB eMMc
  • Kamera: Rückseite 13 MP / Front 2,1 MP
  • Batterie: 3,500mAh (fest verbaut)
  • Betriebssystem: Android Jelly Bean 4.2.2
  • Abmessungen: 160.5 x 81.6 x 7.9 – 8.7mm
  • Gewicht: 177g
  • Netzwerkunterstützung: LTE-A / LTE / HSPA+ / GSM
  • Verbindungstechnologien: BT 4.0 / USB 3.0 kompatibel / WiFi (802.11 a/b/g/n/ac) / NFC
  • Farbe: Titansilber
  • Weitere: TDMB / Hi-Fi 24bit, 192kHz Playback

Brauche ich ein gebogenes Smartphone?

Es mag stimmen, dass die Form Klangqualität und Videobild verbessert. Ich für meinen Teil stelle mir das Ganze allerdings etwas unpraktisch vor. Mein Smartphone trage ich gewöhnlich in der Hemdtasche. Dort würde es doch sicherlich ordentlich für Ausbeulungen sorgen. In die Gesäßtasche, wo es laut LG besonders gut rein passt, trage ich mein Smartphone nie. Schließlich besteht hier die durchaus realistische Gefahr, dass man sich so auf das teure Stück drauf setzt. Aber naja, das ist nur meine Meinung.

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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

5 Responses to LG G Flex – LG stellt geschwungenes Smartphone vor

  1. Ich weiß ebenfalls nicht was ich davon halten soll, jedoch bin ich immer offen ggü. dem Neuen und daher würde ich mir gerne das Gerät genauer anschauen und wenn es geht eigentlich auch für paar Tage gerne benutzen.

    Das gebogene Display und die Selbstheilungskräften von X-Men bekannten Wolverine wäre eine neue Innovationen bei einem Smartphone.

    Die Daten des Smartphones sprechen für sich: 6″ HD und 3,500mAh klingt schon recht gut und 2,26 GHz Quad-Core Qualcomm Snapdragon 800 sprechen ebenfalls für das Smartphone.

    Die 6 Zoll könntest Du auch schlecht in die Hemdtasche kriegen glaube ich, das ist ja fast genauso groß wie das Nexus 7, die kriege ich gerade mal so in die hintere Hosentasche 🙂

    Gruß

  2. sebi says:

    Denke auch das es Optisch und Qualitativ was hergibt, doch den Alltag damit zu verbringen stelle ich mir schwer vor

  3. Frank Hückinghaus says:

    Eine selbstheilende Hülle, wäre der Hit, sowas ist für andere Hersteller natürlich auch empfehlenswert.

    Von einem gebogenen bzw. gekrümmten Handy, halte ich persönlich nicht so viel, ich finde es unpraktischer im praktischen Umgang, aber das ist eine Sache des persönlichen Geschmacks.

  4. Heiko says:

    Ich weiß auch nicht so recht, was ich davon halten soll. Die Hersteller haben bewiesen, dass es technisch möglich ist, gebogene Displays herzustellen. Es mag auch beim Telefonieren sinnvoll sein. Die Form an sich würde im Alltag zumindest bei mir eher hinderlich sein. Ich habe auch gerne mal das Smartphone auf dem Tisch liegen um irgendwelche Eingaben zu machen. Das stelle ich mir bei einem gebogenen Hardcase schwierig vor. Auch finde ich den Preis für die Hardware mehr als happig. Mal sehen ob sich sowas durchsetzt.
    Viele Grüße

  5. Pingback: Sind das die Smartphone Trends 2017? » Addis Techblog

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