Von Headhuntern gejagt

Als ITler ist man es ja schon gewohnt. Pro Woche erhält man 1-2 Anrufe oder Mails von sogenannten Headhuntern. Also Personen, die im Auftrag diverser Firmen auf der Suche nach Fachkräften sind, um diese letztendlich abzuwerben. Aktuell besonders gefragt sind scheinbar SAP Berater, wie mir ein Bekannter erzählte. Seines Zeichens ein solcher SAP Berater mit nicht mehr stillstehendem Telefon.

Die Nadel im Heuhaufen

Headhunter haben hier ein Problem. SAP Berater und ITler fühlen sich dort, wo sie gerade sind meistens sehr wohl. Wechselwillig sind die wenigsten. Das gilt auch für meinen Bekannten. Personalberater und Headhunter suchen also die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen. Und genau das macht SAP Menschen so begehrt. Die Nachfrage ist groß, aber das Angebot dafür umso kleiner. Wenn ich meinen Bekannten reden höre, bekommt man den Eindruck SAP Berater gehören zu den begehrtesten Spezialisten auf dem IT Arbeitsmarkt. Dementsprechend fallen auch die Gehälter aus, mit denen Headhunter locken.

Dabei ist SAP Berater kein Geschützter Begriff. Eine “normale” Ausbildung gibt es nicht. Theoretisch kann sich jeder SAP Berater nennen, selbst wenn er nicht über das entsprechende Know How verfügt. Allerdings käme er damit nicht sonderlich weit. Meistens eignen sich zukünftige SAP Spezialisten durch eine Fortbildung entsprechendes Wissen an. Dieses Wissen lässt sich dann durch entsprechende Zertifizierungen nachweisen. Deartige Zertifikate in Bezug auf spezielle Software sind in der IT Branche übrigens üblich. Ich habe da auch noch ein paar in der Schublade liegen. SAP selbst unterscheidet übrigens Anwenderzertifizierungen und Beraterzertifizierungen.

SAP ist Markführer

Die Nachfrage nach entsprechenden SAP Spezialisten dürfte auch in Zukunft nicht nachlassen. Unternehmen lieben SAP, wegen der Integration einzelner betriebswirtschaftlicher Andwendungen. SAP ist Markführer und dürfte es auf lange Sicht auch bleiben. Und je mehr Software SAP verkauft, desto mehr SAP Spezialisten werden gebraucht.

Für mich selbst wäre das Thema nichts. Erstens reichen mir meine 1-2 Headhunter pro Woche und zweitens ist mir das Thema SAP viel zu trocken.

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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

2 Responses to Von Headhuntern gejagt

  1. Peter says:

    Das ist doch ein positives Zeichen. Je höher die Nachfrage ist, desto mehr Gehalt kann man verlangen. Die Menschen die technisch affin sind, können sich also gezielt in dieses Segment einbarbeiten und haben dann keine Probleme einen sicheren Arbeitsplatz zu finden.

  2. Tore says:

    So ist es eben in der heutigen Zeit. Wenn man etwas sehr gut kann, weckt man das Interesse anderer. Finde ich aber positiv

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