Die Problematik des mobilen Surfens

Offene WLAN Hotspots sind in Deutschland ein wirklich seltene Sache. Meist findet man sie lediglich an Flughäfen oder Bahnhöfen. Manchmal auch in Shopping Centern. Wirklich Spaß macht das Surfen über diese Hotspots allerdings meist nicht. Viel zu langsam ist hier die Verbindung meist. Und die geringe Verbreitung von Hotspots liegt in Deutschland sicherlich am Damoklesschwert Störerhaftung, welches bedrohlich über WLAN Hotspot Betreibern kreist. Demgegenüber stehen allerdings immer mehr mobile Endgeräte, die ins Web „wollen“.

Smartphones surfen meist mit UMTS oder LTE im Web. Zumindest hier gibt es in der Regel keine Probleme unterwegs zu surfen, Emails zu empfangen oder was auch sonst so im Web gemacht wird. Problematischer wird es da schon mit Tablets oder Laptops. Sehr oft verfügen diese lediglich über WLAN. Jetzt gibt es, auf den ersten Blick wohlgemerkt, zwei Möglichkeiten: Entweder nutzt man sein Smartphone als WLAN Hotspot, was für das Tablet meist die einzige Möglichkeit ist, oder man stattet den Laptop mit einem Surfstick aus.

Hosentaschen Hotspot

Aber selbst wenn das Tablet über UMTS/LTE verfügt und man für den Laptop einen Surfstick hat, benötigt man für Smartphone, Tablet und Laptop dennoch jeweils SIM Karten mit entsprechenden Datentarif. Man muss also im Grunde dreimal zahlen. Auch nicht immer das Gelbe vom Ei. Deutlich praktischer als alle bisher genannten Möglichkeiten wäre dann schon Möglichkeit Nr3: die Nutzung eines eigenen mobilen Hotspots für die Hosentasche.

Hierbei handelt es sich im kleine Geräte, die als WLAN Router fungieren. Das heisst, dass sie ein eigenes privates WLAN Netz aufbauen und die hierüber verbundenen Endgeräte per UMTS oder LTE mit dem Internet verbinden. Den Praxistest eines solchen mobilen Routers, dem Mobile Hotspot 4G (E5372) von Huawei, findet sich auf dem Blog Salt.ch Die Nutzung eines derartigen mobilen Routers, hat natürlich den offensichtlichen Vorteil, dass man nur noch eine SIM Karte mit Datentarif benötigt. Schließlich surfen alle angeschlossenen Geräte hierüber. Das ist zunächst mal unheimlich praktisch. Zudem kann man Smartphones oder Tablets, die eigentlich nur über UMTS (3G) verfügen, mit einem LTE Router eine schnellere Webverbindung verpassen.

Sicherheitsaspekt privates Netzwerk

Nicht zu unterschätzen ist auch der Sicherheitsgewinn, den ein solcher mobiler Router mit sich bringt. Denn findet man tatsächlich mal einen öffentlichen WLAN Hotspot und verbindet seine Endgeräte hierüber, dann befinden diese sich in eben diesem öffentlichen Netzwerk. Das macht sie potentiell angreifbar.

Jedoch sind einige mobile Router auch dazu in der Lage sich per WLAN in einem öffentlichen Netz anzumelden. Trotzdem bauen sie für die Endgeräte ein eigenes privates Netzwerksegment auf. Das bedeutet, dass sie über das öffentliche Netz nicht zu routen sind und somit auch einem deutlich geringerem Angriffsrisiko ausgesetzt sind. Was ein erheblicher Sicherheitgewinn ist.

About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.
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One Response to Die Problematik des mobilen Surfens

  1. Kevin says:

    Ich denke für ‚Business-Leute‘, die wirklich auf das Internet am Notebook/Tablet angewiesen sind ist der Router sicher eine gute Lösung. Aber für den Otto Normalverbraucher reicht denke ich auch, wenn man sein Smartphone als Hotspot benutzt. Einige Smartphones empfangen ja auch LTE und so kann das Surf-Erlebnis sicher gewährleistet werden.

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