Ausgestreckter Arm, Selfiestick und dann die Selfie Drohne

Mit dem Smartphone und seiner eingebauten Kamera kam ein Phänomen auf: Das Selfie. Zumindest ist mir vorher nicht augefallen, dass Menschen in Massen ihre Kleinbild- bzw Spiegelreflex Kamera umdrehten, aus sich selbst richteten und Selbstportraits schossen. Auch also die reinen Kameras schon längst digital waren, war das Selfie kein Trend. Hierzu bedurfte es offensichtlich tatsächlich der “Immer-dabei”-Kamera im Smartphone. Denn der tiefere Sinn eines Selfies, sofern es überhaupt einen gibt, ist ja das eigene Leben und Sein möglichst authentisch zu dokumentieren (bzw den Anschein von Authentizität zu erwecken) und dieses dann mit Freunden und der Welt in den sozialen Medien zu teilen.

Und dann kam der Selfie Stick

Also streckten die Menschen massenweise ihre Arme mit dem Smartphone in der Hand aus und produzierten massenweise Selfies. Und weil hier irgendwie immer die gleiche Perspektive herauskam und der Arm einfach zu kurz war um diese zu ändern, legte man sich Selfie Sticks zu. Damit wurde der Arm künstlich länger und man konnte auch mal andere Perspektiven und Bildaussschnitte für sein Selfie wählen. Aber auch mit einem solchen Stick, lassen sich Selfies auch nur in gewissen Grenzen schießen. Und diese Grenzen versucht eine relative neue Gattung Kamera-Drohne aufzuheben: Die Selfie Drohne!

Die Selfie Drohne ist also eigentlich die logische Konsequenz des Sticks. Denn mit einer frei schwebenden Drohne lassen sich Bilder und Filme aus beliebigen Blickwinkel, Entfernungen und Höhen machen. Es ist somit vollkommen egal, wie lang der eigene Arm (mit oder ohne Selfie Stick) ist. Und auch die eigen Pose für das Selfie lässt sich mit einer Drohne beliebiger und auch verrenkungsfreier wählen, schließlich muss man ja den Stick nicht noch gleichzeitig halten.

Neben vielen anderen Bild- und Filmarten, die man mit einer Drohne machen kann, ist sie also im Grunde für Selfies ideal. Wäre da nicht ein Problem! Die Größe. Verbreitete Kamera Drohnen wie die DJI Phantom Drohnen sind vergleichweise groß und damit unhandlich. Keinesfalls ein Gerät, welches man ständig mit sich herum schleppen möchte. Und da Selfies ja auch von ihrer “Spontanität” leben, ist eine Drohne, die man nicht immer dabei haben kann, eher nicht geeignet.

Klein, handlich und automatisch

Folglich ergibt sich hieraus die massgebliche Eigenschaft, die eine Drohne zur Selfie Drohne macht: Sie muss klein und handlich sein. Gleichzeitig muss sie so einfach zu bedienen sein, dass man sich auf das Filmen und Fotografieren konzentrieren kann und nicht ständig die Fluglage der Drohne kontrollieren muss. Idealerweise fliegt eine Selfie Drohne augrund von Automatikprogrammen fast von alleine. Und gute Aufnahmen sollte sie natürlich auch noch machen können.

Und tatsächlich gibt der Markt mittlerweile eine Reihe Selfie Drohnen her, die diese Eigenschaften unterschiedlich gut erfüllen. Eine davon ist zum Beispiel die Yuneec Breeze 4K (Testbericht auf WeLoveDrone). Eine Drohne, welche klein und handlich ist, und dank Automatik-Flug Programmen das Selfie machen ziemlich unbeschwert gestalten soll. So verfügt diese Dohne über einen eigenen Selfie Modus. Mit diesem bringt man die Drohne einfach in Bezug auf Höhe, Entfernung und Kamerawinkel auf Position, welche dann von der Breeze 4k gehalten wird. Und schon kann man sein Selfie machen.

Auf Selfies abgestimmte Flugmodi

Ich selbst finde die anderen Flugmodi allerdings etwas interessanter. Ganz vorne ist hier der “Follow Me” Modus. Hier folgt der Drohne dem Menschen, welcher die Fernbedienung in der Hand hält. Oder besser ausgrückt, die Drohne folgt den aktuellen GPS Koordinaten der Fernbedienung (hierzu dient das eigene Tablet). Ähnlich sieht es beim Orbit Modus aus. Hier fliegt die Breeze 4k einen Kreis um die Fernbedienung. Und beim Journey Modus fliegt die Drohne erst rückwärts von einem weg, um im Anschluss sich auf dem gleichen weg wieder auf einen zuzubewegen. Es fällt also auf, dass alle Flugmodi tatsächlich darauf abgestimmt sind, Selfies zu machen.

Es lässt sich also durchaus sagen, dass die Evolution des ausgestreckten Armes die Selfie Drohne ist.

About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.
Tagged , , , . Bookmark the permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.