Ware per Drohne – Jetzt auch Google

Vor ein paar Monaten erstaunte Amazon mit der Idee, Waren in Zukunft eventuell per ferngesteuerte Drohne ausliefern zu lassen. Danach wurde es ruhig, um die in meinen Augen absurde Idee. Jetzt kommt Google mit einer ganz ähnlichen Idee und scheint hier schon relativ weit fortgeschritten zu sein. Denn unter dem Namen Google Project Wing betreibt der Internetriese ein eigenes entsprechendes Forschungsprogramm. Und das scheinbar schon eine ganze Zeit lang.

So berichtet die Berliner Zeitung unter Berufung auf auf Astro Teller, Captain of Moon Shots bei Google X, dass Google dieses Projekt bereits seit zwei Jahren im Geheimen betreibt und sogar mit einem Prototypen schon Farmen in Australien probeweise mit Chips und Imfpstoffen beliefert habe. Langfristiges Ziel sei es, so Astro Teller, Konsumenten jederzeit innerhalb von ein bis zwei Minuten mit Waren zu beliefern. Das Transportsystem mit Fahrzeugen sei an seine Grenzen gekommen.

Drohnen lassen Ladung am Seil herunter

Googles Drohnen starten senkrecht und ändern in der Luft dann die Stellung der Rotoren. So kann die Drohne ähnlich wie ein Flugzeug fliegen. Die Lieferung erfolgt ohne Landung. Die Drohne öffnet eine Klapper und lässt an einem Seil eine Box mit der Ware herunter. Laut Astro Teller erhöhe der Verzicht auf die Landung die Sicherheit und die Geschindigkeit der Lieferung.

Die Marktreife soll das System innerhalb der nächsten zwei Jahre erreichen.

Trotzdem denke ich, dass ein solches System zumindest in Deutschland nie zum Einsatz kommen wird. Hier sind die bürokratischen Hürden einfach zu hoch. Immerhin braucht man in Deutschland schon jetzt für kommerzielle Drohnenflüge eine Aufstiegsgenehmigung. Für Drohnen über 5kg Gesamtgewicht benötigt man sogar für jeden einzelnen Flug eine solche Genehmigung. Und ich gehe mal davon aus, dass eine Lieferdrohne dieses Gewicht sehr schnell überschreitet.

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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

One Response to Ware per Drohne – Jetzt auch Google

  1. DruMox says:

    So ein schmarrn, da wird der Deutsche Luftraum aber ganz schön überfüllt sein.

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