Montag, 12. Oktober 2026 – und die Woche startet voll: Morgen zeigt Apple neue Smart-Home-Hardware, ab Freitag kannst du das erste faltbare iPhone vorbestellen, Amazon hat seine Tablets auf Android mit Play Store umgestellt und mehrere Internetanbieter drehen an der Preisschraube. Dazu kommt die Speicherkrise, die jetzt bei Smartphones ankommt. Ich hab dir die wichtigsten Verbraucher-Tech-News von heute und der vergangenen Woche zusammengefasst – kompakt, mit Einordnung und klarer Trennung zwischen bestätigten Fakten und Gerüchten.

- Apple: Event „Welcome home“ am 13. Oktober um 15 Uhr (MESZ), iPhone Duo ab 2.299 Euro – Vorbestellung ab 16. Oktober
- Speicherkrise: Apple soll iPhone-18-Pro-Bestellungen um mindestens 15 % gekürzt haben, Samsung meldet Rekordgewinn dank teurer Speicherchips
- Amazon: Neue Alexa-Tablets mit Google Play Store ab 229,99 Euro, Auslieferung ab 19. Oktober
- Windows 10: Gratis-Sicherheitsupdates laufen nicht diese Woche aus, sondern bis 12. Oktober 2027
- Telekom & 1&1: Preiserhöhungen für DSL, Glasfaser und MagentaTV
- Außerdem: OnePlus 16, Gemini-Gratisversion, Tesla „Assisted Driving“ und Spotify-Hörbücher
Was zeigt Apple beim „Welcome home“-Event am 13. Oktober?
Bestätigt ist nur der Rahmen: Apple hat für Dienstag, den 13. Oktober, unter dem Motto „Welcome home“ eingeladen. Statt einer klassischen Keynote aus dem Apple Park gibt es laut 9to5Mac ein Presse-Event in New York plus eine Online-Videopräsentation. Pressemitteilungen und Video werden gegen 9 Uhr Ostküstenzeit erwartet – das ist bei uns 15 Uhr. Ob es einen klassischen Livestream gibt, ist laut Notebookcheck noch offen.
Alles Weitere sind Berichte, vor allem von Bloombergs Mark Gurman. Erwartet werden drei Produkte:
- „HomePad“: ein Smart-Home-Hub mit etwa 6 Zoll großem, quadratischem Display – angeblich als Wand- und als Tischversion, mit Personenerkennung im Haushalt
- Neues Apple TV 4K: gleiches Design, neuer A19-Chip – das erste Hardware-Update seit November 2022. Code-Hinweise deuten auf Surround-Sound mit bis zu vier HomePods hin
- HomePod mini 2: schnellerer Chip und mehrere neue Farben
Zusätzlich sollen gemeinsam mit LG entwickelte HomeKit-Geräte (Türschloss, Thermostat, Türklingel, Kameras) in Arbeit sein – die kommen laut Bloomberg aber frühestens in einigen Monaten.
Der Haken für Deutschland: Siri AI fehlt in der EU
Hier musst du genau hinschauen. Die neuen Geräte sollen stark auf „Siri AI“ und Apple Intelligence setzen. Genau diese neue Siri startet in der EU aber vorerst nicht: Apple verweist auf den Digital Markets Act, laut Trending Topics hat die EU-Kommission Apples Kompromissvorschlag abgelehnt. Ein Datum für die EU gibt es nicht. Ob das HomePad hierzulande überhaupt erscheint – und mit welchem Funktionsumfang –, ist damit offen.
Pro-Tipp: Wenn du dein Smart Home ohnehin herstellerunabhängig aufbauen willst, lohnt ein Blick auf Matter. Welcher Funkstandard wofür taugt, liest du in unserem Vergleich Matter vs. Zigbee vs. Z-Wave. Und wer gar keine Cloud im Wohnzimmer will: So betreibst du dein Smart Home lokal.
Laut übereinstimmenden Berichten (u. a. MacRumors) plant Apple in der letzten Oktoberwoche eine zweite Runde – im Gespräch sind ein MacBook Pro mit OLED-Touchscreen und M6-Chip sowie ein neuer iMac. Auch das ist unbestätigt.
iPhone Duo: Was kostet Apples erstes Falt-iPhone in Deutschland?
Das iPhone Duo wurde bereits im September vorgestellt, jetzt wird es ernst: Vorbestellungen starten am Freitag, 16. Oktober, ausgeliefert wird ab 23. Oktober – Deutschland ist in der ersten Welle dabei. Die Eckdaten laut MacRumors: Buch-Format mit 5,4-Zoll-Außen- und 7,6-Zoll-Innendisplay, mattes Nano-Texture-Glas gegen Spiegelungen und Knickfalte, aber keine Telekamera.
Die deutschen Preise laut PC Games Hardware:
- 256 GB: 2.299 €
- 512 GB: 2.549 €
- 1 TB: 3.049 €
- 2 TB: 3.799 €
Meine Einordnung: Das ist das teuerste iPhone aller Zeiten – und es startet in Deutschland ohne Siri AI. Wer kein Early Adopter sein muss, wartet die ersten Langzeiterfahrungen zur Knickfalte und zum Scharnier ab.
Warum werden Smartphones und Laptops gerade teurer?
Kurze Antwort: KI-Rechenzentren kaufen den Speichermarkt leer. Zwei Meldungen der letzten Woche zeigen, wie stark das inzwischen bei dir als Kunde ankommt.
Apple kürzt Bestellungen: Laut einem Bericht von Nikkei Asia, den The Next Web aufgegriffen hat, hat Apple die Oktober-Bauteilbestellungen für iPhone 18 Pro und Pro Max um mindestens 15 % unter die ursprüngliche Planung gesenkt. Als Grund nennen Zulieferer den höheren Preis – beide Modelle kosten in den USA 100 Dollar mehr als ihre Vorgänger. Marktforscher TrendForce schätzt, dass die Bauteile eines 256-GB-iPhone-18-Pro rund 38 % mehr kosten als beim Vorjahresmodell, vor allem wegen des Speichers. Apple hat den Bericht nicht kommentiert.
Samsung verdient Rekordsummen: Samsung rechnet für das dritte Quartal mit rund 107 Billionen Won operativem Gewinn – umgerechnet etwa 80 Milliarden US-Dollar und so viel wie nie zuvor. Treiber sind die hohen Preise für DRAM, NAND und HBM. Die Kehrseite: Analysten erwarten laut Reuters in Samsungs Smartphone-Sparte einen Verlust von über einer Milliarde Dollar, weil genau diese Speicherchips die eigenen Geräte verteuern. Die detaillierten Zahlen folgen am 29. Oktober.
Was heißt das für dich? Rechne bei Neugeräten mit höheren Preisen oder knapper bemessenem Speicher in der Basisversion. Wenn du ein funktionierendes Gerät hast, ist Aufrüsten oder Weiternutzen 2026 oft die klügere Wahl. Die Hintergründe zur Preisentwicklung haben wir in DDR5-RAM-Preise 2026 und der KI-Boom aufgeschlüsselt, die Entscheidungshilfe findest du unter PC aufrüsten oder neu kaufen?
Amazon: Alexa-Tablets mit Play Store und neue Kindles
Amazon hat am 8. Oktober eine ganze Gerätewelle vorgestellt. Die größte Änderung: Die neuen Alexa-Tablets lösen die Fire-Tablets ab und laufen auf Android 16 mit eigener Oberfläche – und zwar mit Google Play Store. Damit fällt der größte Kritikpunkt der alten Fire-Tablets weg. Einen microSD-Slot gibt es dafür nicht mehr.
Die Modelle im Überblick (Preise laut t-online, technische Daten laut Engadget):
- Alexa Tablet 8: 8,7 Zoll, 4 GB RAM – ab 229,99 €
- Alexa Tablet 11: 11 Zoll, 2,5K, 90 Hz, 8 GB RAM – ab 329,99 €
- Alexa Tablet 12 Pro: 12 Zoll, 120 Hz, 8 GB RAM – 499,99 € (mit Nanomatte-Display: 559,99 €)
Vorbestellen kannst du bereits, die Auslieferung in Deutschland startet am 19. Oktober. Für das 12 Pro gibt es einen Stift (84,99 €) und eine Tastatur (139,99 €). Alexa+ ist auf Deutsch dabei – mit Prime inklusive, ohne Prime kostet der Dienst 22,99 € im Monat. Wenn du ein Tablet als Steuerzentrale an die Wand hängen willst, hilft dir unser Guide zum Tablet als Smart-Home-Zentrale.
Außerdem neu: eine überarbeitete Kindle-Reihe vom Basis-Kindle bis zum Colorsoft Signature Edition mit Aluminiumrückseite und Doppeltipp zum Umblättern, mehrere Ring-Kameras mit 4K-Aufnahme sowie ein Ring Smart Lock mit Fingerabdrucksensor und Notkurbel, das aber erst Anfang 2027 kommt. Die Euro-Preise der neuen Kindles konnten wir bis Redaktionsschluss nicht verlässlich bestätigen – in den USA reicht die Spanne von 150 bis 320 Dollar. Mehr zu smarten Schlössern: Diese Technologien ersetzen den Schlüssel.
Läuft der Windows-10-Support jetzt aus?
Nein – und das ist die wichtigste Entwarnung der Woche. Ursprünglich wäre das kostenlose Extended-Security-Updates-Programm (ESU) für Privatnutzer genau jetzt, Mitte Oktober 2026, ausgelaufen. Microsoft hat die Frist aber bereits im Juni still und leise verlängert. Laut BleepingComputer heißt es in der Microsoft-Dokumentation: Die Abdeckung gilt nun bis zum 12. Oktober 2027.
- Schon im ESU? Dann musst du nichts tun – dein PC ist automatisch weiter abgesichert.
- Noch nicht angemeldet? Im Europäischen Wirtschaftsraum reicht es, dich in Windows 10 mit einem Microsoft-Konto anzumelden. Eine Lizenz gilt für bis zu zehn Geräte am selben Konto.
- Nicht abgedeckt: Firmen-PCs in Domänen, Entra ID oder MDM-Verwaltung.
Pro-Tipp: Nutze das gewonnene Jahr, um den Umstieg zu planen – statt ihn im Herbst 2027 unter Zeitdruck zu erledigen. Wenn dich der Microsoft-Konto-Zwang stört, schau in unseren Artikel Windows 11 ohne Microsoft-Kontozwang; und falls dein Rechner die Anforderungen nicht erfüllt, ist Linux eine echte Option – siehe Ubuntu 26.04 vs. Windows 11.
Telekom und 1&1 erhöhen die Preise: Kannst du kündigen?
Seit 1. Oktober gelten bei der Telekom neue Listenpreise: Die MagentaZuhause-DSL-Tarife S bis XL kosten 1 Euro mehr im Monat (ausgenommen Basic und Start), Glasfaser und XXL Hybrid 2 Euro mehr. MagentaTV SmartStream steigt von 17 auf 20 Euro. Das betrifft Neukunden und Tarifwechsel – bestehende, unveränderte Verträge bleiben wie vereinbart.
Anders bei 1&1: Hier steigen die Preise für einen Teil der Bestandskunden um bis zu 3 Euro im Monat, etwa bei Glasfaser 300 von 39,99 auf 42,99 Euro. Begründung laut Verivox: gestiegene Energie- und Betriebskosten sowie teurere Vorleistungen.
Wichtig für dich: Wird dein laufender Vertrag einseitig teurer, hast du nach § 57 TKG ein Sonderkündigungsrecht. Du kannst innerhalb von drei Monaten nach Zugang der Mitteilung kündigen, frühestens zum Zeitpunkt der Änderung. Ist deine Mindestlaufzeit ohnehin vorbei, kommst du monatlich raus. Ein Anbietervergleich lohnt sich also – und wenn du dabei auch den Router wechselst: Speedport Smart 4 vs. FritzBox 5690 Pro.
OnePlus 16: Heute Premiere in China
Heute um 19 Uhr Ortszeit (13 Uhr bei uns) stellt OnePlus in China das OnePlus 16 vor. Offiziell bestätigt sind laut 91mobiles unter anderem 100 Watt kabelgebundenes und 50 Watt kabelloses Laden, IP69K und ein Ultraschall-Fingerabdrucksensor. Bemerkenswert: Gegenüber dem Vorgänger sinkt die Ladeleistung (vorher 120 W) und der USB-Port fällt von USB4 auf USB 3.2 Gen 1 zurück. Die bisher bekannten Eckdaten – Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6, 185-Hz-Display, 200-MP-Hauptkamera – stammen aus Teasern; der kolportierte 9.000-mAh-Akku ist noch ein Gerücht. Zu Europa-Start und Preisen gibt es noch nichts. Passend dazu: Smartphone-Trends 2026 – der Akku wird zum Flaggschiff-Feature.
Gemini kostenlos: Was hat sich geändert?
Seit dem 9. Oktober können Gratisnutzer in der Gemini-App kein Modell mehr manuell auswählen. Laut 9to5Google gibt es nur noch „Auto“: Die meisten Anfragen landen beim kleinen Flash-Lite-Modell, nur aufwendigere Prompts werden an Flash oder Pro weitergereicht. Schaltest du die automatische Auswahl ab, antwortet immer Flash-Lite. Gleichzeitig soll das günstigste Abo „AI Plus“ künftig auf Flash-Lite und Flash beschränkt werden, während „AI Pro“ den Deep-Think-Modus bekommt. Neu für alle Abonnenten sind drei Denkstufen (niedrig, mittel, hoch).
Meine Einschätzung: Für Alltagsfragen merkst du wenig, für anspruchsvollere Aufgaben wird die Gratisversion spürbar unberechenbarer. Wer KI ohne Abo-Abhängigkeit nutzen möchte, kann Modelle auch lokal betreiben – wie das geht, zeigen wir in KI lokal betreiben mit Ollama und Open WebUI.
Tesla benennt „Full Self-Driving“ in Europa um
Auf den meisten europäischen Tesla-Websites heißt „Full Self-Driving (Supervised)“ jetzt „Tesla Assisted Driving“. Vorausgegangen waren Gespräche mit dem Bundesverkehrsministerium, das den alten Namen am 6. Oktober als „etwas irreführend“ bezeichnet hatte – das System übernimmt eben nicht die komplette Fahraufgabe. Laut Tesla North will Deutschland nun eine EU-weite Zulassung unterstützen. In Deutschland selbst ist das System aber noch nicht freigegeben; zugelassen ist es bislang in acht EU-Ländern, darunter die Niederlande und Belgien. Die Verantwortung bleibt in jedem Fall voll beim Fahrer.
Spotify baut Hörbücher massiv aus
Auf der Frankfurter Buchmesse hat Spotify am 7. Oktober angekündigt, Hörbücher bis Ende 2026 in über 180 Märkten anzubieten. Der Katalog umfasst laut iFun weltweit mehr als 800.000 Titel, in Deutschland über 90.000 deutschsprachige. Neu ist bei der Funktion „Page Match“ ein ISBN-Barcode-Scan: Damit springst du vom gedruckten Buch direkt an die passende Stelle im Hörbuch. Der neue Studententarif für Hörbücher+ startet zunächst nur in Österreich, Irland, Belgien und Finnland – Deutschland ist (noch) nicht dabei.
Kurz notiert
- Datenleck in Dänemark: Angreifer haben über den legitimen Zugang einer Privatfirma Daten von rund 8,8 Millionen Personen aus dem dänischen Melderegister abgegriffen – inklusive Namen, Adressen und Personennummern, berichtet SecurityWeek. Ein gutes Beispiel, warum Passkeys statt wiederverwendeter Passwörter Sinn ergeben: Passkeys im Alltag.
- TikTok: Neu veröffentlichte Gerichtsunterlagen werfen der Plattform vor, Tausenden Nutzern – auch Jugendlichen – eine wirkungslose Version der Sicherheitsfunktion „Algo Refresh“ ausgespielt zu haben, um die Auswirkungen auf Nutzung und Werbeumsatz zu untersuchen.
- Apple-Quartalszahlen: Ende Oktober legt Apple seine Zahlen vor – dann wird sich zeigen, ob sich die Berichte über die schwächere iPhone-18-Pro-Nachfrage bestätigen.
Fazit: Was du diese Woche im Blick behalten solltest
Die Woche hat zwei klare Linien. Erstens: Hardware wird teurer, weil KI-Rechenzentren den Speichermarkt dominieren – bei iPhones, Android-Flaggschiffen und PCs gleichermaßen. Zweitens: Bei Apple und Google entscheidet zunehmend die KI-Ausstattung über den Wert eines Produkts, und genau da hängt Europa bei Apple gerade hinterher. Für deinen Kalender: 13. Oktober, 15 Uhr Apple-Event, 16. Oktober Vorbestellstart iPhone Duo, 19. Oktober Auslieferung der Alexa-Tablets. Und falls du noch Windows 10 nutzt: Du hast ein Jahr mehr Zeit – nutze es.
Weitere aktuelle Meldungen findest du jederzeit in unserer Rubrik News. Welche Meldung der Woche betrifft dich am meisten – das Falt-iPhone, die neuen Tablets oder doch die Preiserhöhung bei deinem Internetanbieter? Schreib es mir in die Kommentare.
